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WM setzt Draxler und Kehrer unter Druck: Wechseln die PSG-Profis zu Milan?

Dominik Hager
Abschied aus Paris? Draxler und Kehrer stehen beim AC Mailand auf dem Zettel.
Abschied aus Paris? Draxler und Kehrer stehen beim AC Mailand auf dem Zettel. / Xavier Laine/GettyImages
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Julian Draxler und Thilo Kehrer dürften es inzwischen schon gewohnt sein, dass sie Jahr für Jahr mit einem Wechsel in Verbindung gebracht werden. Dies haben sie gewissermaßen auch selbst zu verantworten, weil sie eben bei Paris Saint-Germain bestenfalls Teilzeitkräfte sind. In diesem Sommer könnte ein Abschied aus der französischen Hauptstadt für beide Spieler Realität werden. PSG möchte die beiden DFB-Kicker ziehen lassen und für diese geht es darum, sich für die WM zu empfehlen. Gelingt dies womöglich bei der AC Mailand?


Julian Draxler kickt seit 2017 für Paris Saint-Germain, während Thilo Kehrer seit 2018 beim französischen Top-Klub unter Vertrag steht. Der absolute Durchbruch ist beiden nicht geglückt, wenngleich zumindest Kehrer im letzten Jahr einigermaßen auf Einsatzzeit kam, zumal er den Vorteil seiner Flexibilität ausnutzen konnte.

Beiden Akteuren würde es dennoch gut tun, einen Verein zu finden, bei dem sie sich als Stammspieler etablieren können und der voll auf sie setzt. Die beiden Nationalspieler, die bereits auf Schalke Teamkollegen waren, könnten nun gemeinsam in Richtung Mailand aufbrechen.

Italienische Zeitung berichtet: Milan hat Draxler und Kehrer im Visier

Die Rossoneri haben das deutsche Duo laut Angaben der Sportzeitung Gazzetta dello Sport auf dem Zettel. Ob ein Wechsel von Draxler & Kehrer zur AC Milan aber wirklich sinnvoll wäre, gilt es zu hinterfragen.

Draxler würde eigentlich hervorragend als linker offensiver Mittelfeldspieler ins Team passen, da er dort leicht einrücken könnte, während Theo Hernández dem Spiel Breite und Geschwindigkeit verleiht. Problem bei der Sache: Rafael Leão ist als bester Milan-Offensivspieler auf dieser Position gesetzt. Bedarf bestände mehr auf der rechten Seite, die aber nicht die 1A-Position von Draxler ist. Bliebe nur noch die Möglichkeit, den 28-Jährigen auf die Zehn zu stellen. Dort gibt es einen Brahim Díaz, der noch bis 2023 von Real Madrid ausgeliehen ist. Die beiden Klubs wollen zwar noch Gespräche führen, jedoch sieht alles danach aus, als würde der 22-Jährige noch mindestens das eine Jahr bleiben.

Trotz allem könnte Draxler in der Lage sein, den zuletzt nicht ganz so effizienten Youngster zu verdrängen. Klar ist sowieso: Draxler muss Top-Leistungen bringen, wenn er noch eine WM-Chance haben möchte und dann muss er Konkurrenten wie Brahim Díaz auch in Schach halten können.

Auch Kehrer bei Milan ohne Stammplatzgarantie

Bei Thilo Kehrer ist die Ausgangslage eine etwas andere. Der Spieler steht bei Hansi Flick hoch im Kurs und war zuletzt rechts hinten sogar die Nummer eins. Genau auf dieser Position ist bei Milan aber Davide Calabria zu Hause. Am 25-jährigen Italiener dürfte für Kehrer kein Vorbeikommen sein.

Etwas besser würde es hingegen auf der Innenverteidiger-Position aussehen. Die Rossoneri sind bei Wunschkandidat Sven Botman abgeblitzt und suchen einen neuen Innenverteidiger. Fikayo Tomori ist natürlich gesetzt, jedoch ist die Zukunft von Alessio Romagnoli, dessen Vertrag ausläuft, unsicher. Der Hauptkonkurrent von Kehrer wäre Youngster Pierre Kalulu, der in der vergangenen Saison meist neben Tomori gespielt hat und einen herausragenden Eindruck hinterließ.

Welchen Ausgang ein Zweikampf Kehrer vs. Kalulu nehmen würde, erscheint ziemlich offen.

Fingerzeig von Flick: "Brauchen Spieler mit vielen Minuten"

Eines ist klar: Weder Kehrer noch Draxler würde bei den Rossoneri zum sicheren Stammspieler aufsteigen. Immerhin sprechen wir auch vom amtierenden Serie-A-Meister. Besser als in Paris wären die Chancen jedoch allemal.

"Wir brauchen Spieler die im Rhythmus sind. Gerade für Katar ist es entscheidend, dass wir viele Spieler mit vielen Minuten haben", erklärte Bundestrainer Hansi Flick zuletzt. Dies kann auch als Fingerzeig in Richtung Kehrer und Draxler gewertet werden, PSG zu verlassen. Eine Garantie gäbe es für beide in Mailand aber auch nicht.


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