Die besten Bayern-Spiele im Kalenderjahr 2022

Dominik Hager
Der FC Bayern hat es im Kalenderjahr 2022 ordentlich krachen lassen
Der FC Bayern hat es im Kalenderjahr 2022 ordentlich krachen lassen / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der FC Bayern hat trotz kleinerer Zwischentiefs in Summe ein starkes und vor allem torreiches Kalenderjahr 2022 hingelegt. Demnach ist es an der Zeit, einen Blick auf die stärksten Auftritte der vergangenen zwölf Monate zu werfen.


1. FC Bayern - RB Salzburg 7:1 (Champions League, 8. März)

Der FC Bayern liefert in der Champions League ab, sobald es darauf ankommt - zumindest dachte man das zu diesem Zeitpunkt noch. Vor dem bitteren Aus im Viertelfinale gegen Villarreal zerpflückten die Münchner RB Salzburg im heimischen Stadion so richtig. Nach der enttäuschenden Leistung beim 1:1 im Hinspiel sorgten die Münchner schnell für klare Verhältnisse und spielten sich in einen Offensiv-Rausch. Bereits nach 31 Minuten führten die Bayern nach drei Lewandowski-Toren und einem Gnabry-Treffer mit 4:0 und ließen wenig überraschend auch in der zweiten Hälfte nichts mehr anbrennen. Hier war die Münchner Welt noch in Ordnung.

2. FC Bayern - Borussia Dortmund 3:1 (Bundesliga, 23. April)

Die Münchner befanden sich nach dem unerwarteten Champions-League-Aus im Tal der Tränen. Was bedeutet es schon nach all den Jahren, wenn man in der Bundesliga an der Spitze steht? Wenn man dann die Meisterschaft ausgerechnet gegen den Dauer-Rivalen Borussia Dortmund fix machen kann, zuckt der ein oder andere Mundwinkel dann aber doch wieder ein wenig nach oben. Die Bayern haben im Heimspiel gegen den BVB eine tadellose Leistung geboten und den Gegner insbesondere mit einer guten Defensive weitestgehend im Griff gehabt. Die Tore von Gnabry, Lewandowski und Musiala sorgten für ein souveränes 3:1. In Summe war dies nicht unbedingt der spektakulärste Auftritt, jedoch ein gutes und konzentriertes Spiel, das letztlich den einzigen großen Titelgewinn im Kalenderjahr 2022 fix machte.

3. FC Bayern - RB Leipzig 5:3 (Supercup, 30. Juli)

Ein weiterer, wenn auch eher unbedeutender Titelgewinn gelang den Münchnern Ende Juli vor dem Bundesliga-Auftakt. In einem spektakulären Super-Cup-Finale bezwang der FC Bayern RB Leipzig mit 5:3. Die Ängste, dass der FC Bayern ohne Robert Lewandowski keine Tore erzielen könne, lösten sich zeitig in Luft auf. Die Münchner spielten eine geniale erste Halbzeit und gingen mit einem 3:0 in die Pause. Im zweiten Abschnitt wankte die Defensive bedenklich und fing sich drei Gegentreffer ein, jedoch sorgten Gnabry und Sané dafür, dass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

4. FC Bayern - Eintracht Frankfurt 6:1 (Bundesliga, 5. August)

Im Duell zwischen dem deutschen Meister und dem Europa-League-Titelträger holten die Münchner die Eintracht beim Bundesliga-Auftakt auf den Boden der Tatsachen zurück. In den vergangenen Jahren taten sich die Bayern gegen die unbequemen Hessen eigentlich immer schwer, jedoch stellte dieser Tag eine klare Ausnahme dar. Die Münchner brannten ein echtes Feuerwerk ab und stellten bereits vor den Pausenpfiff auf 5:0. Mit dem klaren 6:1-Erfolg haben die Bayern ein mächtiges Signal setzen können. Einige sprachen davon, dass die Münchner Offensive ohne Lewandowski noch unberechenbarer und stärker sei. Die Tatsache, dass mit Kimmich, Pavard, Musiala (2x), Mané und Gnabry fünf verschiedene Spieler trafen, unterstützte diese These.

5. FC Bayern - VfL Bochum 7:0 (Bundesliga, 21. August)

Nach einem eher glanzlosen 2:0-Erfolg gegen Wolfsburg ließen es die Münchner beim zweiten Heimspiel der Saison wieder so richtig krachen. Opfer der Münchner Offensiv-Power war der VfL Bochum und damit ausgerechnet der Klub, der dem FC Bayern einige Monate zuvor eine schmerzhafte 2:4-Niederlage eingeschenkt hatte. Die Münchner Rache erwies sich jedoch als gnadenlos. Mané, Coman, Sané und Co spielten die Bochumer Defensive geradezu schwindlig und sorgten früh für klare Verhältnisse. Ein angeschlagener VfL konnte über 90 Minuten nichts entgegensetzen, weshalb letztlich der höchste Bayern-Erfolg des Jahres heraussprang. Zu diesem Zeitpunkt hätte keiner einen Pfifferling darauf gewettet, dass die Münchner die kommenden vier Bundesligaspiele nicht gewinnen würden.

6. FC Bayern - Bayer Leverkusen 4:0 (Bundesliga, 30. September)

Der FC Bayern stand nach drei Unentschieden und der Niederlage gegen Augsburg gehörig unter Druck und hatte vielleicht auch ein wenig Glück, dass Bayer 04 Leverkusen als passender Aufbaugegner in die heimische Arena kam. Naiv agierende Leverkusener gerieten gegen die Münchner Offensivkraft bereits in der ersten Halbzeit gehörig unter die Räder. Aus Münchner Sicht überzeugte insbesondere Youngster Jamal Musiala, der schon vor der Pause einen Treffer erzielte und zwei Buden vorbereitete. Mit dem klaren 4:0-Erfolg gegen wehrlose Leverkusener, schafften die Bayern den wichtigen Turnaround.

7. FC Bayern - SC Freiburg 5:0 (Bundesliga, 16. Oktober)

Wirklich jeder hätte damit gerechnet, dass das Heimspiel gegen den SC Freiburg für den FC Bayern mehr als nur zäh wird. Es gibt schließlich kaum eine Elf, die so gut eingestellt und so schwierig zu bespielen ist wie der SC Freiburg. Die Breisgauer standen zu diesem Zeitpunkt vor den Bayern in der Tabelle und hatten seit dem 12. August kein Spiel mehr verloren. Tatsächlich fügten die Bayern den Freiburgern die erste Auswärtsniederlage der Saison überhaupt zu. An diesem Herbst-Tag kamen die Breisgauer nie wirklich in der Allianz Arena an. Die Mannschaft wirkte merkwürdig blutleer und geriet ordentlich unter die Räder. Beim 5:0-Sieg der Münchner brillierte insbesondere ein gewisser Choupo-Moting, der bis zu diesem Spiel eigentlich gar keine so gute Saison spielte, seit dem Freiburg-Match, bei dem er ein Tor erzielte und ein weiteres vorbereitete, jedoch auf Wolke sieben schwebt.

8. FC Augsburg - FC Bayern 2:5 (DFB-Pokal, 19. Oktober)

Der FC Bayern hat womöglich ein wenig geschluckt, als man erfahren hat, in der 2. Pokal-Runde nach Augsburg zu müssen. Die Münchner Auswärtsfahrten wurden in der jüngeren Vergangenheit häufiger zu wenig erfolgreichen Betriebsausflügen. Man denke nur an die 0:1-Pleite, die man sich gerade erst in der Bundesliga zugezogen hatte. Auch im Pokal-Match fingen sich die Bayern früh ein Gegentor ein, fanden diesmal jedoch die richtige Antwort. Choupo-Moting gelang der schnelle Ausgleich, ehe Kimmich, wieder Choupo-Moting, Musiala und Davies mit weiteren Toren das Weiterkommen klar machten. So viel Nervenstärke muss man erstmal haben.

9. FC Barcelona - FC Bayern 0:3 (Champions League, 26. Oktober)

So wechselhaft die Bayern-Leistungen in der Bundesliga waren, so konstant stark waren die Münchner in der Königsklasse unterwegs. Mit Inter Mailand und dem FC Barcelona konnten auch zwei namhafte Klubs die makellose Bayern-Bilanz mit sechs Siegen in sechs Spielen nicht verhindern. Während der 2:0-Heimerfolg der Bayern gegen Barcelona nicht so eindeutig wie das Ergebnis war, zeigten die Münchner im Camp Nou eine noch stärkere Leistung. Sadio Mané und Eric Maxim Choupo-Moting sorgten bereits vor der Pause für eine 2:0-Führung, ehe Pavard kurz vor dem Ende auf 3:0 erhöhte. Der Sieg ist den Münchnern aber auch gar so schwer gefallen, weil Barca bereis vor dem Anpfiff mit dem Inter-Sieg gegen Pilsen aus der Königsklasse geflogen war. Trotzdem: Wenn man den höchsten Auswärtssieg der Saison in Barcelona einfährt, muss das schon was heißen.


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