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DFB-Coach Hansi Flick startet in die WM-Qualifikation: Diese 6 Spieler könnten debütieren

Dominik Hager
Hansi Flick könnte bei den Quali-Spielen gleich mehreren Youngsters zum Debüt verhelfen
Hansi Flick könnte bei den Quali-Spielen gleich mehreren Youngsters zum Debüt verhelfen / Boris Streubel/Getty Images
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Hansi Flick wird am Freitag seinen Kader für die kommenden drei WM-Qualifikationsspiele gegen Armenien, Liechtenstein und Island bekannt geben. Gespannt dürfen wir vor allem darauf sein, welche Spieler neu mit dabei sind und vielleicht auch schon ihre ersten Minuten im DFB-Team absolvieren dürfen. Hier sind sechs Kandidaten für ein Nationalmannschafts-Debüt.


1. Florian Wirtz

Florian Wirtz
BSR Agency/Getty Images

Florian Wirtz gehört definitiv die Zukunft in der DFB-Elf. Der 18-jährige Leverkusener wurde von Joachim Löw bereits in den Kader nominiert, jedoch waren ihm die ersten Spielminuten bislang noch nicht vergönnt.

Möglicherweise hätte der offensive Mittelfeldspieler sogar den Sprung zur EM geschafft, sofern er von seiner Corona-Infektion verschont geblieben wäre. Letztlich bekam Bayern-Youngster Jamal Musiala knapp den Vorzug. Die Frage "Musiala oder Wirtz" wird sich jedoch nicht mehr lange stellen, da beide Kicker zu den wenigen herausragenden Talenten Deutschlands zählen.

Es ist zu erwarten, dass Hansi Flick den technisch hochveranlagten Spieler bereits für die WM-Qualifikationsspiele Anfang September nominiert. Wirtz konnte schließlich bei der U21-EM erneut bestätigen, welche unfassbaren Anlagen er mitbringt.

Ein wenig fraglich ist lediglich der Fitness-Zustand des Mittelfeldspielers. Beim ersten Saisonspiel fiel das Juwel mit Adduktorenbeschwerden aus und auch gegen Gladbach reichte es nur zu neun Minuten. Prinzipiell ist das Debüt aber nur eine Frage der Zeit

2. Lukas Nmecha

Lukas Nmecha
MB Media/Getty Images

Lukas Nmecha war mit seinen Toren maßgeblich daran beteiligt, dass die deutsche U21-Nationalmannschaft völlig überraschend Europameister wurde.

Genau ein Typ wie Nmecha fehlte der A-Mannschaft hingegen bei der EM. Der Neu-Wolfsburger ist körperlich stark, torgefährlich und kann vor allem auch Kopfballduelle gewinnen.
Im Spiel gegen die Hertha kam der Angreifer 20 Minuten vor Ende rein und sorgte kurz vor Schluss für den entscheidenden Siegtreffer.

Ob Nmecha jetzt die Lösung aller deutsche Sturmprobleme ist, darf angezweifelt werden, jedoch bringt er Komponenten mit, die sonst kein anderer DFB-Kicker vereint.
Als Joker wäre der Wolfsburger sicherlich ein Gewinn, da er auch ein nützliches Ziel für lange Bälle und Flanken darstellt.

Eine Nominierung für die kommenden Quali-Spiele erscheint durchaus möglich und auch die BILD zählt den Angreifer zu den potenziellen Kandidaten.

3. Niklas Dorsch

Niklas Dorsch
Soccrates Images/Getty Images

Mit seinem Kampfgeist, seinen Leader-Fähigkeiten und seinem fußballerischen Vermögen erinnerte Dorsch bei der U21-EM ein wenig an Bastian Schweinsteiger. Der 23-jährige ist ein fast kompletter Sechser und kann dank seiner Mentalität für jede Mannschaft einen Gewinn darstellen.

Allerdings ist eine Nominierung für die kommenden Länderspiele eher unwahrscheinlich. Dies liegt daran, dass er sich bislang noch in keiner großen Liga beweisen konnte. Nach seinem Wechsel zum FC Augsburg hat Dorsch aber nun die Möglichkeit dazu.

Problematisch ist jedoch, dass im Mittelfeld mit Kimmich, Goretzka, Gündoğan, Neuhaus, Can, Hofmann und Arnold noch immer zahlreiche Spieler auf eine Nominierung und Einsätze hoffen. Selbst der Rücktritt von Kroos hat die Personal-Situation nur unerheblich übersichtlicher gemacht.

Doch Dorsch ist ein Kämpfer und wird sich nicht unterkriegen lassen, wenn es aktuell noch nicht für das DFB-Team reicht.

4. Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck
Soccrates Images/Getty Images

Nico Schlotterbeck hat in den vergangenen Monaten definitiv einen riesigen Sprung gemacht. Der Innenverteidiger lieferte sowohl bei Union Berlin als auch bei der U21-Nationalmannscht konstant starke Leistungen ab. Daran konnte er auch in den ersten beiden Saisonspielen für den SC Freiburg voll anschließen.

Der 21-Jährige überzeugt mit seiner Kopfball- und Zweikampfstärke und agiert auch im Spielaufbau abgeklärt. Zudem verfügt er über ein großes taktisches Verständnis und leistet sich wenig Fehler. Lediglich gegen kleine und schnelle Verteidiger offenbart der 1,91-Hüne ab und an Probleme.

Schlotterbeck ist mit seinen 13 U21-Einsätzen aber durchaus ein Kandidat für eine Beförderung. Der Freiburger Youngster könnte den Platz von Mats Hummels einnehmen, der für die kommenden Länderspiele verletzt ausfällt.

Allerdings gibt es hierfür auch andere Kandidaten, wie Felix Uduokhai und Jérôme Boateng, der jedoch aufgrund seiner Vereinslosigkeit möglicherweise außen vor bleibt.

5. David Raum

David Raum
Simon Hofmann/Getty Images

Die linke Abwehrseite ist seit Jahren eine der größten deutschen Problemzonen. Hinter dem derzeit wohl gesetzten Robin Gosens gibt es weit und breit keinen anderen Spieler, der konstant gute Leistungen auf Top-Niveau liefert.

Alleine deswegen ist David Raum ein Kandidat, wenngleich er bislang nur in der zweiten Liga kickte. Dies tat er mit Greuther Fürth aber hervorragend, denn der Klub schaffte auch dank seiner 15 Torvorlagen den Aufstieg ins Oberhaus.

Raum spielte sich erstmals bei der U21-EM ins Rampenlicht, wo er mit seinen präzisen Flanken glänzen konnte. Lediglich bei den Olympischen Spielen konnte der Neu-Hoffenheimer nicht an seine starken Leistungen anknüpfen.

Die BILD-Zeitung räumt dem Linksverteidiger dennoch große Chancen auf eine Nominierung ein. Perspektivisch macht es sicher Sinn, den 23-Jährigen zeitig einzubauen, vor allem, wenn dieser nun auch in Liga eins zeigt, was in ihm steckt.

6. Karim Adeyemi

Karim Adeyemi
Michael Molzar/Getty Images

Karim Adeyemi war bei der U21-EM als Joker eine Art Geheimwaffe. Der Angreifer von RB Salzburg ist unglaublich schnell, wendig und technisch versiert.

In der österreichischen Liga bewies er zudem vor allem in dieser Saison, dass er weiß, wo das Tor steht. In den ersten fünf Spielen traf der junge Stürmer sechsmal und auch in der Champions-League-Qualifikation trug er mit einem Tor zum Einzug in die Gruppenphase bei.

Der 19-Jährige besitzt sicherlich unglaubliches Potenzial und kann mit der Nationalmannschaft viel erreichen, selbst wenn auch er nicht der gesuchte klassische Mittelstürmer ist. Allerdings stellt sich die Frage, ob eine Nominierung zum jetzigen Zeitpunkt schon richtig wäre.

Der erste Schritt könnte auch erst mal darin bestehen, Leistungsträger und Stammspieler in der U21 zu werden. Dies ist oftmals sinnvoller, als beim A-Team auf der Ersatzbank zu verweilen. Allerdings soll DFB-Scout Gerland den Spieler laut BILD-Angaben zweimal beobachtet haben, wodurch ihm gute Chancen ausgerechnet werden.

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