VfB Stuttgart

Christopher Lenz: Mehr als nur ein Kostic-Backup?

Nikolas Pfannenmüller
Christopher Lenz hat bislang 60 Bundesligaspiele absolviert.
Christopher Lenz hat bislang 60 Bundesligaspiele absolviert. / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Wegen eines grippalen Infekts war Filip Kostic für das Spiel gegen den VfB Stuttgart unpässlich. Sein Vertreter Christopher Lenz zeigte eine starke Leistung und empfahl sich für eine größere Rolle, sollte Kostic irgendwann Eintracht Frankfurt verlassen.


Zu Saisonbeginn stand Christopher Lenz noch regelmäßig in der Startelf von Eintracht Frankfurt. Ab Mitte September plagte sich der Neuzugang von Union Berlin aber mit muskulären Problemen herum, die ihn zu einer monatelangen Pause zwangen. Gegen Ende der Hinrunde absolvierte er wieder zwei Spiele, ehe er eine Wadenverletzung erlitt und vier weitere Partien ausfiel.

Lenz zum ersten Mal seit 17 Bundesligaspielen wieder in der Startelf

Das Glück war bis jetzt nicht auf der Seite des Linksverteidigers. Gegen den VfB Stuttgart stand Lenz allerdings endlich mal wieder in der Startformation, da Stammspieler Filip Kostic wegen eines grippalen Infekts passen musste. Sein bisher letztes Spiel von Beginn an hatte Lenz im Hinspiel gegen Stuttgart (1:1) bestritten.

Beim 3:2-Sieg gegen den Abstiegskandidaten am Samstag machte Lenz einerseits wegen seiner Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:1 von sich reden, andererseits aber auch durch eine rundum gelungene Partie.

Lenz spielte durch und musste viel Aufwand betreiben. Für den 27-Jährigen war es kein Spiel wie jedes andere, weil er fünf Monate lang nicht in der Startelf gestanden hatte. Nach seiner Wadenverletzung ist er erst seit zweieinhalb Wochen im Teamtraining und kann daher noch nicht auf seinem normalen Fitnesslevel sein.

Trotzdem zeigte Lenz eine bravouröse Vorstellung. Er gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte seinen Gegenspieler Silas Katompa Mvumpa weitgehend im Griff.

Einen Fehler leistete sich der gebürtige Berliner dennoch: Sein unnötiges Foul gegen Ende der ersten Halbzeit führte zu einem Stuttgarter Freistoß, der den 1:1-Ausgleich brachte. "Da hat man etwas die fehlende Matchpraxis gesehen", sagte Trainer Oliver Glasner (Zitate via kicker). Insgesamt überwog aber das Positive: Lenz habe ein "großartiges Spiel gemacht", betonte Glasner.

Lenz muss sich jetzt erst einmal "erholen"

"Ich bin ein bisschen kaputt, aber mir geht es gut, weil ich durch den Sieg ein paar Glückshormone mehr im Körper habe. Jetzt erhole ich mich ein, zwei Tage gut, dann geht es wieder ins Training", sagte Lenz, der mit der Leistung des gesamten Teams mehr als zufrieden war: "Wir sind unglaublich stark in jede Halbzeit reingekommen und hätten die Chance auf ein 2:0 oder 3:0 gehabt."

Lenz als Kostic-Ersatz für die Zukunft?

Sollte Filip Kostic die Eintracht im Sommer 2022 verlassen, könnte Lenz dessen Stammplatz womöglich übernehmen. Zwar ist Lenz nicht ganz so offensivstark und torgefährlich wie Kostic, doch als Vorlagengeber überzeugte er gegen Stuttgart.

Seine präzisen Ecke in der 47. Spielminute konnte Ajdin Hrustic im gegnerischen Kasten unterbringen. Schon im Trikot von Union Berlin in der vergangenen Saison stellte er seine fußballerischen Fähigkeiten unter Beweis.

Kostic, der viele Angebote haben dürfte, könnte natürlich auch bei der Eintracht bleiben. In diesem Fall müssten sich die Frankfurter um die linke Seite kaum Sorgen machen. Das Fazit des Spiels in Stuttgart: Auf Lenz kann man sich verlassen.


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