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Choupo-Moting im Fokus mehrerer Klubs: Sollten die Bayern ihn ziehen lassen?

Dominik Hager
Eric Maxim Choupo-Moting überzeugte in der Königsklasse. Sein Verbleib in München ist noch ungeklärt.
Eric Maxim Choupo-Moting überzeugte in der Königsklasse. Sein Verbleib in München ist noch ungeklärt. / Matthias Hangst/Getty Images
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In den beiden Champions-League-Partien gegen Paris Saint-Germain wurde Eric Maxim Choupo-Moting auf einmal wichtiger als die Bayern eigentlich geplant hatten. Nach der Verletzung von Robert Lewandowski musste dessen Back-up plötzlich die Kohlen aus dem Feuer holen. Mit zwei Toren ist ihm das auch mehr als ordentlich gelungen. Ob seine Zeit in München über das Saisonende hinausgeht, ist jedoch unklar.


Nach den beiden Treffern gegen Paris Saint-Germain kann man sagen, dass der 32-Jährige einer der gelungeneren Sommer-Transfers war. Dies trug jedoch auch dazu bei, dass in Bezug auf eine Verlängerung nicht mehr nur die Bayern die Hebel in der Hand haben, sondern auch der Stürmer selbst. Der Kameruner konnte die Champions League als Plattform nutzen, um sich bei anderen Vereinen ins Gespräch zu bringen.

"Vereine aus dem Inland, aber vor allem aus dem Ausland sind an ihm interessiert. Darunter Topklubs. Choupo-Moting fühlt sich sehr wohl in München, will aber regelmäßig spielen. Die Backup-Rolle hinter Robert Lewandowski reicht ihm auf Dauer nicht," erklärt Sport1-Redakteur Florian Plettenberg in seinem Podcast "Meine Bayern-Woche".

Sollten die Bayern überhaupt mit Choupo-Moting verlängern?

Allerdings stellt sich auch die Frage, ob sich die Bayern einem Wechsel überhaupt querstellen müssten. Für Choupo-Moting spricht die Tatsache, dass er in der Mannschaft sehr beliebt ist und für gutes Klima sorgt. Darüber hinaus wäre er als Back-up von Lewandowski vermutlich die kostengünstigste Variante. Der Kameruner kennt den Klub und seine Rolle. Selbst wenn er gerne mehr Spielzeit haben möchte, droht von ihm kein größerer Ärger. Wie beim Champions-League-Turnier in Lissabon konnte er auch gegen Paris beweisen, dass er gegen große Gegner bestehen und auch treffen kann. Der Angreifer arbeitet zudem gut für das Team und besitzt auch die Fähigkeit, Bälle zu halten.

Betrachtet man jetzt aber die gesamte Saison und nicht nur die Treffer gegen Paris, ist die Sachlage nicht mehr so eindeutig. In der gesamten Bundesligasaison erzielte der 32-Jährige nur einen Treffer. Selbst wenn er nur 568 Minuten spielte, muss man als Bayern-Stürmer eine solch maue Quote erst einmal hinbekommen. Trotz seiner Paris-Tore verfügt der Stürmer nämlich über einen eher gering ausgeprägten Torinstinkt. Seine Strafraumpräsenz und Positionierung kann als durchschnittlich bezeichnet werden und auch seine Laufwege sind häufig falsch.

Neuer Back-up für Lewandowski: Die Bayern müssen die Augen offen halten

In Summe könnte man definitiv einen besseren Stürmer als Ersatz finden. Hierzu wäre es langsam auch an der Zeit, zumal man auf Joshua Zirkzee und Jan-Fiete Arp wohl auch in Zukunft nicht bauen kann. Zudem wird Robert Lewandowski nicht jünger und wird zukünftig eher mehr Pausen brauchen. Dies wissen auch hochkarätige junge Torjäger, die demnach eher dazu bereit wären, hinter Lewandowski vorerst die zweite Geige zu spielen.

Hierbei stellt sich jedoch auch die Frage, was der Markt hergibt und wie teuer ein geeigneter Kandidat wäre. Zudem müsste man die Suche nach einem neuen Ersatz auch davon abhängig machen, ob man auf anderen Positionen dringender Bedarf hat. Prinzipiell sollte man bei den Bayern die Augen offen halten und zuschlagen, wenn sich die passende Gelegenheit ergibt. Allerdings wäre es auch keine Katastrophe, noch ein Jahr mit Choupo-Moting weiterzumachen. Bleibt nur abzuwarten, wie lange sich dieser von den Bayern hinhalten lassen würde, sollte er grundsätzlich für einen Verbleib offen sein.

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