Ultimatum von Kehl: Youssoufa Moukoko muss sich diese Woche entscheiden

Simon Zimmermann
Trägt Youssoufa Moukoko weiter Schwarzgelb?
Trägt Youssoufa Moukoko weiter Schwarzgelb? / Vasile Mihai-Antonio/GettyImages
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Youssoufa Moukoko muss sich entscheiden - und zwar noch in dieser Woche. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl hat nun öffentlich ein Ultimatum an den Angreifer formuliert. Bei Marco Reus und Mats Hummels mache er sich dagegen keine Sorgen.


Am vergangenen Freitag wurden Berichte laut, wonach sich der BVB und Youssoufa Moukoko in den Vertragsgesprächen endlich angenähert haben sollen. Demnach rücke eine Verlängerung des 18-jährigen Angreifers bei Schwarzgelb näher.

Kehl fordert Moukoko-Entscheidung in dieser Woche

Entschieden ist der Kaugummi-Poker um Moukokos Zukunft aber noch nicht. Weiterhin zögert der Angreifer damit, das nochmals verbesserte Angebot der Dortmunder anzunehmen. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl scheint deshalb nun endgültig die Faxen dicke zu haben. Gegenüber dem kicker wurde 42-Jährige mehr als deutlich. Seine Worte können als Ultimatum an Moukoko verstanden werden:

"Wir haben ihm ein sehr attraktives Angebot geschnürt, das viel Raum für Entwicklung gibt. Das sollte zu einer Entscheidung führen. Die muss er mit seinem Umfeld und seinem Berater treffen", so Kehl.

"Youssoufa und seine Berater wissen, dass wir in dieser Woche eine Entscheidung erwarten."

Sebastian Kehl, via kicker

Diese Entscheidung erwarten die Dortmunder Verantwortlichen "zeitnah", wie Kehl weiter ausführte: "Youssoufa kann dieses Angebot nun annehmen und sich zu Borussia Dortmund bekennen - oder die Wege werden sich trennen. Ich würde mir wünschen, dass er sich für uns entscheidet, weil er mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende ist und ich riesiges Potenzial in ihm sehe. Aber es gibt für uns als Verein Grenzen. Und diese Grenzen haben wir aufgezeigt. Jetzt liegt es an ihm, sich zeitnah zu bekennen."

Noch vor dem Bundesliga-Restart am kommenden Sonntag gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr) soll eine Entscheidung her. "Youssoufa und seine Berater wissen, dass wir in dieser Woche eine Entscheidung erwarten, da wir das Thema vor dem ersten Spieltag geklärt haben wollen. Damit auch der Junge sich ganz den sportlichen Herausforderungen widmen kann", bekräftigte Kehl.

Für Kehl und den BVB gebe es keinerlei Zweifel daran, weiterhin mit Moukoko arbeiten zu wollen: "Youssoufa ist ein toller Junge. Er ist fast sieben Jahre bei uns im Verein, wir haben ihn ausgebildet und weiterentwickelt. Bei uns ist er Profi und Nationalspieler geworden. Er hat unglaublich viel Unterstützung von uns bekommen und selbst hart dafür gearbeitet, Erfolg zu haben."

"Seit vielen Monaten" sei man bestrebt, "seinen Vertrag zu verlängern, weil wir felsenfest davon überzeugt sind, dass für Youssoufas sportliche Perspektive dieser Klub und diese Konstellation richtig sind", meinte Kehl.

Kehl hat "keine Sorgen" bei Reus und Hummels

Dortmunds Sportdirektor wehrte sich im kicker-Gespräch auch dagegen, dass Verhandlungen mit anderen Spielern durch den Moukoko-Poker weniger Wertschätzung erhalten würden: "Das ist doch Quatsch. Ich habe mit allen unseren Spielern, deren Verträge auslaufen, persönlich gesprochen und stehe mit ihren Beratern im ständigen Austausch. Wir müssen trotzdem an der einen oder anderen Stelle schauen, wie sich Dinge entwickeln."

Es brauche sich "niemand Sorgen machen" - speziell um die Zukunft der beiden Routiniers Mats Hummels und Kapitän Marco Reus. Deren Verträge laufen im Sommer ebenfalls aus.

"Aus den Gesprächen mit beiden kann ich sagen, dass wir mit der Situation sehr entspannt umgehen. Beide haben sich doch dazu in den vergangenen Wochen schon öffentlich geäußert. Mats hat für sich entschieden, dass er abwarten möchte, wie die Entwicklung bei ihm weitergeht. Das hat er selbst auch öffentlich formuliert. Natürlich machen sich die Spieler Gedanken über ihre Zukunft. Das ist ja normal. Ich bin überzeugt davon, dass wir einen Weg finden, in Gesprächen gemeinsam weiterzukommen", so Kehl.

Bei Marco Reus gab es zuletzt allerdings einige Störgeräusche. Dass der BVB noch nicht mit einem konkreten Angebot auf den Kapitän zugegangen sei, soll den 33-Jährigen verärgert haben. Derweil habe er seinen Berater aktiv auf Klubsuche geschickt. Zuletzt flirtete Max Eberl als neuer Leipzig-Sportchef mit seinem ehemaligen Gladbach-Schützling.


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