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Mittelstürmersuche beim BVB: Spur zu Simeone eher kalt - Modeste bleibt ein Kandidat

Simon Zimmermann
Giovanni Simeone wird mit dem BVB in Verbindung gebracht
Giovanni Simeone wird mit dem BVB in Verbindung gebracht / Silvia Lore/GettyImages
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Der BVB will einen neuen Mittelstürmer. In den nächsten ein bis zwei Wochen soll feststehen, wer Sebastien Haller vorläufig ersetzen wird.


Am Wochenende gab es bei Sebastien Haller bittere Gewissheit: der Tumor am Hoden des BVB-Stürmers ist bösartig. Haller benötigt eine Chemotherapie und wird lange fehlen.

Die Suche nach einem möglichen Ersatzkandidaten für die Neuner-Position rückt in Dortmund damit wieder vermehrt in den Vordergrund. Passend dazu berichtete die spanische Marca am Sonntag, dass Giovanni Simeone auf dem Weg zu Schwarz-Gelb sei.

Diego Simeone als Leihgabe nach Dortmund?

Der 27-jährige Sohn von Atletico-Coach Diego Simeone wurde in diesem Sommer nach einem Leihjahr von Hellas Verona fest verpflichtet. Kostenpunkt: 10,5 Millionen Euro (plus 1,5 Millionen Euro Leihgebühr). Der Marktwert des fünffachen argentinischen Nationalspielers wird auf 17 Millionen Euro geschätzt, sein Vertrag in Italien ist bis 2026 gültig.

Entsprechend wird schnell klar, dass der BVB recht tief in die Tasche greifen müsste. Laut Marca wolle Sebastian Kehl am Donnerstag nach Verona reisen, um vor Ort persönlich verhandeln.

Ob das tatsächlich den Tatsachen entsprechen wird, bleibt zumindest zweifelhaft. Sport1 berichtet, man habe den Namen Simeone zwar intern diskutiert, von einem Transferversuch aber Abstand genommen. Kehl wird deshalb in dieser Woche auch nicht nach Italien reisen. Simeone würde wohl mindestens 15 Millionen Euro kosten - offenbar zu viel für den BVB.

Von seinem Berater Leonardo Rodriguez, der 1994 ein halbes Jahr das BVB-Trikot trug, soll seinen Schützling in Dortmund angeboten haben. Möglich wäre auch eine Leihe. Das Budget von Schwarz-Gelb soll für Ablöse/Leihgebühr plus Gehalt bei rund zehn Millionen Euro liegen.

BVB will neuen Mittelstürmer so schnell wie möglich präsentieren

Kommen soll laut WAZ aber auf jeden Fall ein neuer Mittelstürmer - und das zeitnah. Der BVB will nicht nur auf das Trio Moukoko, Adeyemi und Malen setzen, die im DFB-Pokal gegen 1860 München gemeinsam aufgelaufen waren.

Ein Kandidat der ins Budget passen würde, wäre wohl Anthony Modeste, der in Köln unter vier Millionen Euro verdienen soll und nur noch bis 2023 unter Vertrag steht. Der 34-Jährige hatte zuletzt öffentlich seinen möglichen Wechselwillen angedeutet, sollte er vom Effzeh kein gutes Angebot für eine Vertragsverlängerung bekommen.

Anthony Modeste
Anthony Modeste / Andreas Rentz/GettyImages

Das dürfte aber noch bis Herbst auf sich warten lassen. Greift der BVB in der Zwischenzeit zu? Der Franzose möchte eigentlich einen neuen Vertrag, der länger als nur ein Jahr läuft. Langfristig wird man in Dortmund aber eher nicht auf einen 34-Jährigen setzen wollen. Mehr Gehalt und die sportliche Perspektive könnten am Ende den Ausschlag geben.

Brandheiß ist die Spur zu Modeste aber noch nicht. Die BVB-Verantwortlichen sind derzeit noch in der Sondierungsphase und haben mehrere Kandidaten im Blick. Edin Dzeko ist übrigens keiner davon. Der ehemalige Wolfsburg-Stürmer ist im Paket einfach zu teuer.


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