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BVB-Fitness-Chef Shad Forsythe - der Mann gegen Reynas Tränen

Martin Bytomski
War auch beim DFB als Fitnesstrainer im Einsatz: Shad Forsythe
War auch beim DFB als Fitnesstrainer im Einsatz: Shad Forsythe / Martin Rose/GettyImages
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Mit Shad Forsythe hat sich der BVB auf einer Schlüsselposition abseits des Rasens neu aufgestellt. Wir verraten, wer der US-Amerikaner ist und welche Stärken er bei der Borussia einbringen soll.


Seine Tränen waren herzzerreißend: Giovanni Reyna lief nach gerade einmal zwei Minuten während des Auswärtsspiels von Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart in der vergangenen Saison völlig niedergeschlagen in Richtung Kabine. Gerade erst war der Offensivspieler von einer Muskelverletzung genesen, gleich beim Comeback erwischte es den US-Boy erneut. Doch Reyna war beileibe nicht der einzige Profi, der in den letzten Monaten verletzungsbedingt zusehen musste: Laut fussballverletzungen.com waren die schwarzgelben Kicker durchschnittlich 86 (!) Tage außer Gefecht.

Jetzt soll Shad Forsythe für Abhilfe sorgen. Sein Ansatz: Mit einer ganzheitlichen Betreuung der Profis abseits des Platzes vorbeugend gegen Verletzungen arbeiten. "Regeneration in unseren Augen ist ein aktiver Prozess, der durch Schlaf und Ernährung unterstützt wird", bekannte er schon vor zehn Jahren im Interview mit t-online.de. Seine Vita ist prächtig: Forsythe arbeitete für den DFB und zuletzt für den FC Arsenal. So vertrauten unter anderem Jogi Löw, Arsène Wenger oder Unai Emery auf die Expertise des 49-Jährigen.

Kehl ist von Forsythe überzeugt

Wie schon bei den Gunners wird Forsythe auch in Dortmund als "Head of Performance" für die Fitness der Borussen verantwortlich sein. "Wir sind sehr froh, dass wir Shad von Borussia Dortmund und unserem Weg überzeugen konnten", so der künftige Sportchef Sebastian Kehl im Bild-Gespräch: "Er wird mit seiner großen Expertise und seiner Erfahrung eine absolute Verstärkung für uns sein!"

Diese Expertise hat der Neu-Borusse bereits mit einer einfachen Formel auf den Punkt gebracht: "Es gibt eine einfache Formel: Je mehr die Spielminuten steigen, desto mehr müssen die Trainingsminuten sinken", wird Forsythe auf wdr.de zitiert. Eine Herausforderung, die im vollgepackten WM-Jahr besonders groß wird. Umso wichtiger, dass Borussia Dortmund einen breiten Kader hat, um diese Vorgaben mit Blick auf die enorm vielen englischen Wochen umzusetzen.

Ab Juli soll der Football-Fan in Dortmund mit seinem Wissen dafür sorgen, dass sich Leidensgeschichten wie die von Giovanni Reyna nach Möglichkeit nicht mehr wiederholen und der neuformierte Kader auch tatsächlich mit allen Profis angreifen kann - dann hoffentlich ohne tränenreiche Abgänge.


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