Borussia Mönchengladbach

Neue Regeln in Gladbach: Farke verbietet Französisch in der Kabine

Dominik Hager
Daniel Farke möchte den Teamgeist der Borussia fördern
Daniel Farke möchte den Teamgeist der Borussia fördern / Visionhaus/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach hat in der abgelaufenen Saison trotz zahlreicher Top-Spieler im Kader einen einstelligen Tabellenplatz verpasst. Nun soll der Umbruch her, der vom neuen Trainer Daniel Farke vorangetrieben werden muss. Dieser wird in der kommenden Saison zwar voraussichtlich weniger Stars als seine Vorgänger zur Verfügung haben, möchte diesen Nachteil aber durch mehr Teamgeist und eine bessere Kommunikation ausgleichen.


Wenn der sportliche Erfolg trotz hochkarätiger Spieler nicht eintritt, stellt sich fast schon automatisch die Frage, ob es innerhalb der Mannschaft harmonisch und stimmig zugeht. Bei den Fohlen war dies in der vergangenen Saison nicht immer der Fall, was sicherlich auch an den vielen wechselwilligen Spielern lag. Nun ist Daniel Farke gefragt, aus den Fohlen wieder eine eingeschworene Truppe zu machen. Um dies hinzubekommen, hat der 45-Jährige laut BILD-Informationen auch schon die ein oder andere Idee.

Farke verbietet französisch in der Kabine: "Wichtig in einer deutschen Kabine deutsch zu sprechen"

Das erste Ziel wird es sein, die Grüppchenbildung, die selbst innerhalb der Mannschaft bereits moniert wurde, einzudämmen. Vor allem die französischsprachigen Spieler wie Thuram, Plea, Koné, Doucouré, Bensebaini und Embolo hingen im Training und in der Kabine permanent aufeinander und unterhielten sich dabei gerne in ihrer Muttersprache.

Dies soll nun aber ein Ende haben. Daniel Farke fordert, dass in der Kabine von nun an nur noch deutsch gesprochen wird. Damit möchte er erreichen, dass sich niemand ausgeschlossen fühlt. Der französischen Sprache ist nun mal längst nicht jeder mächtig.

"Generell ist es wichtig, in einer deutschen Kabine auch deutsch zu sprechen. Ich finde es wichtig, sich so zu einem Verein zu bekennen", wird der Coach von der BILD zitiert. Er habe jedoch gehört, "dass die Jungs hart daran arbeiten" und zeigt Verständnis für die Betroffenen. "Die Sprache ist ja nicht ganz so einfach für die Franzosen", erklärte er.

Farke ließ bereits bei Norwich kein Wort deutsch zu

Der neue Coach hat bereits in seiner Zeit bei Norwich City (2017-2021) auf dieses Prinzip gesetzt und erlaubte den Spielern lediglich, in der Landessprache zu kommunizieren. "In Norwich hatten wir gerade zu Beginn viele deutschsprachige Spieler. In meiner Amtszeit war trotzdem kein Wort deutsch in der Kabine erlaubt", erinnerte er sich.

Selbstredend stellt die englische Sprache für viele Spieler aber auch ein deutlich kleineres Problem als die deutsche Sprache dar, die Fußballer erst dann beginnen zu lernen, wenn sie auch in Deutschland kicken.


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