Bayern vergeigen Sieg gegen Stuttgart: Die Münchner in der Einzelkritik

Bitter: Die Bayern kassieren gegen Stuttgart spät den 2:2-Ausgleich
Bitter: Die Bayern kassieren gegen Stuttgart spät den 2:2-Ausgleich / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der FC Bayern hat nach den Punkteteilungen gegen Borussia Mönchengladbach und Union Berlin auch gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen. Die Münchner haben es trotz der Tore von Mathys Tel und Jamal Musiala nicht geschafft, Ruhe in die Partie zu bringen und konnten den Vorsprung verdientermaßen nicht über die Zeit bringen. Zunächst erzielte Führich den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Guirassy nach einen von de Ligt verursachten Elfmeter zum Last-Minute-Ausgleich traf. Wir werfen einen Blick auf die Leistungen der Bayern-Akteure.


1. Manuel Neuer

Der Bayern-Keeper war selten gefordert und löste diese Situationen souverän. Beim zwischenzeitlichen 1:1 und beim Elfmeter-Gegentor war Neuer absolut chancenlos. Mit dem Ball am Fuß zeigte er sich fehlerfrei und spielte gute Pässe.

Bewertung: 6/10

2. Noussair Mazraoui

Der Marokkaner durfte von Beginn an ran und zeigte im Wesentlichen eine solide Leistung. Sein Passspiel war vernünftig und seine defensiven Aktionen unauffällig, aber solide. Mit einem Kurzpass bereitete der Ajax-Neuzugang den Musiala-Treffer vor. Ansonsten konnte er keine gefährlichen Situationen kreieren.

Bewertung: 6/10

3. Matthijs de Ligt

Juan Jose Perea, Matthijs de Ligt
Matthijs de Ligt erwischte gegen den VfB keinen guten Tag / Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Der Holländer machte eigentlich über lange Zeit hinweg ein souveränes Spiel. In der ein oder anderen Situation hatte er aber auch Glück, dass der schnelle und aufmerksame Upamecano die Stuttgart-Angriffe ablief. Schlussendlich patzte de Ligt in der letzten Minute entscheidend, indem er unnötigerweise einen Elfmeter verursachte, der den Bayern die drei Punkte kostete.

Bewertung: 3/10

4. Dayot Upamecano

Dem Franzosen konnte man am heutigen Tag keinen Vorwurf machen. Upamecano verteidigte robust und athletisch gegen die durchaus physisch starken VfB-Angreifer. Lediglich beim Lattenkracher von Guirassy kam der Bayern-Verteidiger zu spät.

Bewertung: 7/10

5. Alphonso Davies

Bei Davies wechselten sich am heutigen Tage Licht und Schatten ab. Der Roadrunner bereitete das 1:0 von Tel mit einem tollen Lauf und einer präzisen Hereingabe vor und stellte die Stuttgarter Verteidigung auch in weiteren Szenen mit seinem Tempo vor Probleme. Im Spielaufbau leistete sich der Kanadier aber einige ziemlich böse Schnitzer. Katastrophal war sein Fehlpass vor dem 1:1, mit dem er das Tor quasi im Alleingang verschuldet hat. Ein wenig mehr Risikovermeidung wäre in einigen Situationen angebracht gewesen.

Bewertung: 5/10

6. Joshua Kimmich

Joshua Kimmich
Joshua Kimmich war im Mittelfeld kein Lichtblick / Alexander Hassenstein/GettyImages

Der Mittelfeld-Leader hatte enormes Glück, dass der leichte Rempler von Guirassy, der zum VfB-Tor geführt hätte, abgepfiffen wurde. Diesen Freistoß hätte er definitiv nicht bekommen müssen. Kimmich wirkte in einigen Situationen nicht ganz so auf der Höhe und verlor einige Zweikämpfe. Positiv sei aber angemerkt, dass er das 1:0 durch Tel mit einem langen Diagonalball einleitete und auch beim 2:1 seine Füße im Spiel hatte. Dennoch hat man von Kimmich schon bessere Leistungen gesehen.

Bewertung: 5/10

7. Leon Goretzka

Bei seinem Startelf-Comeback zeigte Leon Goretzka eine eher unauffällige Leistung. Nur ganz selten gelang es ihm, mit einem Antritt oder einem geschickten Pass ein paar Lücken zu finden. Solide und aufmerksam zeigte er sich auch in den Zweikämpfen. Selbst wurde der Achter hingegen nicht gefährlich. In Summe ein solides Spiel, nicht mehr und nicht weniger.

Bewertung: 5/10

8. Serge Gnabry

Serge Gnabry, Florian Muller
Hier scheiterte Serge Gnabry mit einer Großchance an VfB-Keeper Florian Müller / Alexander Hassenstein/GettyImages

Es war überhaupt nicht der Tag von Serge Gnabry. Der Nationalspieler gab zwar vier Schüsse auf das VfB-Tor ab, verzettelte sich aber auch in einigen Situationen. In der 62. Minute muss der Nationalspieler die perfekte Vorlage von Musiala nutzen und auf 3:1 stellen. Scheitert Gnabry hier nicht an Müller, kommt der VfB wohl nicht mehr zurück.

Bewertung: 3/10

9. Thomas Müller

Der Raumdeuter erlebte heute einen gebrauchten Tag und konnte überhaupt nicht für Gefahr sorgen. Müller gab keinen einzigen Schuss ab und bereitete auch nur einen Abschluss vor. Zudem bestritt er nur vier Zweikämpfe. In einigen Situationen nahm der 32-Jährige zu sehr das Tempo aus der Partie. Einen solch schwachen Thomas Müller sieht man nur ganz selten.

Bewertung: 2/10

10. Jamal Musiala

Den Stuttgartern gelang es eine Stunde lang, Musiala sehr gut in Schach zu halten. Danach ließ der Youngster jedoch mit seinem phänomenalen 1:0-Treffer aufhorchen, bei dem er seine technischen Fertigkeiten und seine Abschlussstärke glänzend kombinierte. Nur zwei Minuten danach spielte Musiala seinen Offensiv-Kollegen Gnabry frei, der eigentlich hätte auf 3:1 erhöhen müssen. Abgesehen davon war vom Offensivspieler nicht so wahnsinnig viel zu sehen.

Bewertung: 7/10

11. Mathys Tel

Mathys Tel
Mathys Tel zahlt das in ihn gesetzte Vertrauen zurück / Alexander Hassenstein/GettyImages

Der junge Franzose durfte von Beginn an ran und erzielte nach Davies-Vorlage mit einem leicht abgefälschten Schuss den 1:0-Treffer. Abgesehen davon zeigte er sich sicher am Ball, aber nur wenig durchsetzungsfähig. In Summe hat er seinen Job dennoch solide erledigt und mit seinem Tor ein Zeichen gesetzt.

Bewertung: 6/10

12. Josip Stanisic (ab 61.)

Der kroatische Nationalspieler ersetzte nach gut einer Stunde Mazraoui und spielte gewohnt solide, ohne positiv oder negativ in Erscheinung zu treten. Man muss wohl akzeptieren, dass man von Stanisic offensiv nicht ganz so viel Spektakuläres zu sehen bekommt.

Bewertung: 5/10

13. Leroy Sané (ab 61.)

Der Held aus dem Inter-Spiel konnte heute nach seiner Einwechslung nur wenige Akzente setzen. Sané war zwar gut ins Spiel integriert, agierte aber in einigen Aktionen unglücklich und zu ungenau.

Bewertung: 4/10

14. Eric Maxim Choupo-Moting (ab 69.)

Dem Kameruner fehlt es in den schnellen Offensiv-Szenen sichtlich an Tempo. Dafür rettete er so manche Situationen immerhin mit einem schönen Zuspiel. Einmal bediente er Sané sehenswert mit einem langen Steilpass, der jedoch keinen Profit daraus schlagen konnte.

Bewertung: 5/10

15. Sadio Mané (ab 81.)

Der Senegalese hatte nur eine auffällige Szene, als es ihm in der Nachspielzeit nochmal gelang, mit Tempo in den Strafraum zu ziehen. Sein anschließender Flankenball war jedoch zu unpräzise.

Ohne Bewertung

16. Ryan Gravenberch (ab 81.)

Der junge Holländer durfte zehn Minuten spielen, trat dabei aber nicht mehr wirklich in Erscheinung.

Ohne Bewertung


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