Bayerns Transfer-Bedürfnisse in der Abwehr

Reicht Dayot Upamecano als Neuzugang in der Abwehr?
Reicht Dayot Upamecano als Neuzugang in der Abwehr? / Lars Baron/Getty Images
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Wie bereits in der Vorsaison präsentierte sich die Bayern-Abwehr auch in der neuen Spielzeit bislang noch nicht wirklich sattelfest. Allerdings muss die Situation mit Vorsicht bewertet werden, da Dayot Upamecano gerade erst angekommen ist und mit Benjamin Pavard und Lucas Hernández zwei wichtige Spieler fehlen. Wir sehen uns den Stand bei der Münchner Abwehr an und bewerten die Frage, ob auf dem Transfermarkt noch etwas passieren sollte.


1. Rechtsverteidigung: Eine offensive Ergänzung zu Pavard wäre sinnvoll

Pavard
CHRISTOF STACHE/Getty Images

Bereits im Vorjahr war die rechte Abwehrseite der Schwachpunkt in der Bayern-Elf. Der etatmäßige Rechtsverteidiger Benjamin Pavard schwächelte nach einer guten Debüt-Saison in München immer wieder.

Zwar agiert der Franzose defensiv meist solide, auf dem Weg nach vorne ist er aber keine Waffe und kann den rechten Offensivspieler oft nicht so unterstützen, wie es gefordert wäre.

Demnach könnte auch Niklas Süle zum ersten Rechtsverteidiger aufsteigen, der zwar fußballerisch durchaus etwas drauf hat, aber kein offensiv ausgerichteter Außenverteidiger wäre. Gleiches gilt für die beiden Youngster Chris Richards und Josip Stanišić.

Der einzige offensiv ausgerichtete Rechtsverteidiger wäre demnach Bouna Sarr, der aber in München nicht überzeugen konnte.

Die Verpflichtung eines Rechtsverteidigers, der Dampf nach vorne machen kann, wäre für den FC Bayern definitiv sinnvoll. Idealerweise soll dieser Neuzugang sowohl als Schienenspieler als auch als Außenverteidiger in der Viererkette agieren können - und mindestens das Potenzial von Pavard mitbringen.

Für das mögliche System mit Dreier-/Fünferkette fehlt Nagelsmann ein schneller Schienenspieler. Eine solche Rolle könnten beispielsweise Jonas Hofmann oder Diogo Dalot ausfüllen, die beide im Gespräch sein sollen.

2. Innenverteidigung: Upamecano reicht als Neuzugang

Dayot Upamecano
Alexander Hassenstein/Getty Images

Trotz der Abgänge von Boateng und Alaba ist die Innenverteidigung eigentlich gut aufgestellt.

Neuer Abwehrboss soll der Leipzig-Neuzugang Dayot Upamecano werden. Trotz des wackligen Beginns des 22-Jährigen, ist das Vertrauen der Münchner in den 42-Millionen-Mann ungebrochen.

"Wie man auch in den Spielen sieht, ist er sehr zweikampfstark, sehr bissig, aber trotzdem ruhig und abgeklärt - ein hochmotivierter Neuzugang für uns", sagt Müller gegenüber der AZ über den neuen Abwehrchef Upamecano. "Er wird sicherlich auch eine ganz wichtige Rolle spielen für uns in dieser Saison und in den nächsten Jahren," fügte er hinzu.

Derzeit bildet Upamecano ein Duo mit Niklas Süle, der ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast zu sein scheint und mutmaßlich in München bleibt.
Nach der Länderspielpause wird dann auch Lucas Hernández wieder zur Verfügung stehen, der bereits im Vorjahr angedeutet hat, dass er in großen Spielen voll da ist.

Mit diesen drei Innenverteidigern an Bord muss sich der deutsche Rekordmeister eigentlich keine Sorgen machen. Mit Tanguy Nianzou und Chris Richards verfügt man zudem über zwei großartige Talente.

Eine sofortige Verpflichtung von Matthias Ginter oder Thilo Kehrer wäre demzufolge völlig unnötig.

3. Linksverteidigung: Weitere Transfers ausgeschlossen

Alphonso Davies
Alexander Hassenstein/Getty Images

Über die linke Abwehrseite braucht man wenig zu sagen. Alphonso Davies gehört sowohl in der Viererkette als auch als Schienenspieler zu den besten Spielern Europas.

Als Ersatz steht zudem jederzeit Hernández bereit, der aus der Innenverteidigung nach außen rücken könnte.

Außerdem hat der Klub mit Omar Richards einen weiteren Back-Up verpflichtet und auch die beiden Youngster Chris Richards und Josip Stanišić können diese Rolle ausfüllen.