FIFA-Boss Gianni Infantino genießt in der Welt des Fußballs keinen unumstrittenen Ruf. Neben seiner scheinbar noch nicht an ihre Grenzen gelangten Idee, die WM-Endrunde fortlaufend aufzustocken und noch mehr Teams an den Start zu bringen, berichtet jetzt die englische The Times vom vermeintlich nächsten kuriosen WM-Plan des 56-Jährigen Weltverbandschefs.
FIFA-Boss plant WM zu privatisieren - Bericht
In dem Bericht heißt es, dass Infantino offenbar plane, die Weltmeisterschaft in gewissem Umfang zu privatisieren und Anteile davon an Investoren zu verkaufen, darunter wohl Rechte an der WM sowie der Klub-WM.
Dafür soll offenbar sogar eine Firma gegründet werden, die Infantino nach Ablauf seiner voraussichtlichen Amtszeit bei der FIFA bis wahrscheinlich 2031 (Infantinos Wiederwahl gilt als fast sicher, Anm. d. Red.) übernehmen soll. Die offenbar angedachte Firma solle dann wohl sowohl die Weltmeisterschaft als auch die Klub-WM verwalten.
Unternehmensanteile sollen künftig zum Kauf für Investoren zur Verfügung stehen. Es soll bereits konkrete Interessenten geben, die sich an diesem Plan beteiligen wollen.
Massive Auswirkungen finanzieller und sportlicher Art
Laut dem Bericht soll der Weltverband FIFA die Mehrheitsanteile behalten. Private Investoren könnten dann wohl zunächst 20 bis 30 Prozent der Anteile übernehmen, während weitere rund 20 Prozent an die 211 Mitgliedsverbände des Weltverbandes gehen sollen. Jeder Mitgliedsverband würde dann offenbar Anteile im Wert von rund 17,6 Millionen Euro erhalten, die dann wiederum an andere Investoren weiterverkauft werden könnten. Ein finanzieller Anreiz vor allem für kleine Verbände.
In dem Bericht heißt es allerdings auch, dass auch FIFA-Boss Gianni Infantino finanziell davon profitieren könnte. Dies könnte sich in einer Verzehnfachung seines bisherigen Gehalts niederschlagen.
Der große Haken an der Sache wäre aus sportlicher Sicht, dass diese Unternehmung einen gewinnbringenden Antrieb verfolgen würde. Das könnte zur Folge haben, dass der Weltfußball in seiner bislang bekannten Form noch deutlich mehr durcheinandergewirbelt wird als ohnehin schon. Dann wäre nämlich nicht auszuschließen, dass Events wie die Klub-WM oder die Fußball-Weltmeisterschaft häufiger als bisher ausgetragen werden, um den Gewinn zu steigern.
Für viele Fußballromantiker dürfte das einen weiteren Verfall des Ursprungsgedankens einer WM bedeuten.
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