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Nach FIFA-Krisengipfel: Infantino-Zukunft entschieden

Die FIFA kam zu einem Krisengipfel zusammen und entschied über die Zukunft von Verbandschef Infantino.
FIFA-Boss Gianni Infantino
FIFA-Boss Gianni Infantino | Catherine Ivill - AMA/GettyImages

In den letzten Wochen stand FIFA-Präsident Gianni Infantino häufiger im Rampenlicht des Weltfußballs – auch nach der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der 56-jährige Präsident des Weltverbands FIFA sorgte mit Gedankenspielen, die WM künftig zu privatisieren und Anteile daran durch private Investoren ankaufen zu lassen, für ein wahres Erdbeben und großen Ärger in der Fußballbranche.

Neben Vertretern aus dem Vereinsfußball hegte auch der europäische Verband UEFA daraufhin scharfe Kritik und drohte sogar mit einem Boykott der WM. Unter anderem Bayern-Boss Herbert Hainer fand deutliche Worte in Richtung Infantino.

Infantino und die FIFA ruderten aufgrund des starken Gegenwinds daraufhin vorerst zurück. Es folgte nun ein Krisengipfel des Weltverbands in Rabat, bei dem es auch um die Zukunft Infantinos in seinem Amt ging. Der Ausgang ist nun auch bekannt.

FIFA stärkt Infantino den Rücken

Verbandsboss Infantino überstand die scharfe Kritik an den Privatisierungsplänen und darf sein Amt weiterhin ausüben. Die FIFA stärkte dem Schweizer den Rücken und betonte öffentlich, dass die Führungsetage des Weltverbands weiterhin hinter Infantino stehe.

"Im Anschluss an ein Treffen in Rabat (Marokko) bekräftigten der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der FIFA-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino."
FIFA-Statement
Bleibt FIFA-Boss: Gianni Infantino
Bleibt FIFA-Boss: Gianni Infantino | Carl Recine/GettyImages

"Im Anschluss an ein Treffen in Rabat (Marokko) bekräftigten der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der FIFA-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino - den einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt wurde", so das offizielle Statement der FIFA.

FIFA gesteht Fehler ein

Allerdings gestand der Weltverband Fehler ein, die nun intern aufgearbeitet werden sollen. Die zuletzt gehegten Privatisierungspläne wurden als Fehltritt abgetan. Die FIFA entschuldigte sich, "dass es nicht die Absicht war, dem FIFA-Rat und den FIFA-Mitgliedsverbänden das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass das Verfahren anders hätte gehandhabt werden müssen."

Infantino bleibt umstritten

Ob die Diskussionen um den umstrittenen FIFA-Boss damit vom Tisch sind, darf stark bezweifelt werden, denn es ist nicht das erste Mal, dass Infantino für mächtig Aufsehen sorgt. Ein weiterer Gedankengang des Schweizers ist derzeit beispielsweise, die WM-Endrunde abermals aufzustocken.

Es dürfte also nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Infantino und die FIFA ins Kreuzfeuer der Kritik geraten sind.

Im kommenden Jahr will sich Infantino übrigens erneut zur Wahl als FIFA-Präsident stellen. Es wäre seine letzte mögliche Amtszeit (bis 2030).


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