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"Aberwitzige Idee" und "Vertrauensverlust": FCB-Präsident schießt gegen Infantino

Herbert Hainer ist erfreut über die klare Kritik an den Investoren-Plänen von Gianni Infantino. Der Präsident des FC Bayern spricht auch von einem Vertrauensverlust.
FCB-Präsident Herbert Hainer
FCB-Präsident Herbert Hainer | picture alliance/GettyImages

Nach einer sehr großen und überraschend übereinstimmenden Welle an Kritik, sah sich Gianni Infantino dazu gezwungen, seine Investoren-Pläne für die Weltmeisterschaften (zumindest vorerst) zurückzuziehen (90min berichtete). Selbst die UEFA konnte einstimmig gegen dieses Vorhaben die Stimme erheben, was nicht allzu häufig vorkommt.

Die Kritik einzelner Funktionäre, sowohl auf Verbands- als auch auf Vereinsebene, fällt allerdings noch deutlicher aus. So ist es auch bei Herbert Hainer, der als Präsident des FC Bayern auch nochmal seine Stimme gegen Infantino und dessen WM-Pläne erhoben hat – und das sehr deutlich.

"Aberwitzige Idee" darf laut Hainer gar nicht mehr zur Diskussion stehen

"Zunächst mal muss ich sagen, ist es ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist", kommentierte Hainer die jüngsten Entwicklungen um Infantino (via Sport1).

Allerdings kritisierte der FCB-Präsident nicht nur die Idee als solche, sondern auch den gesamten Vorgang und Umgang damit. "Ich denke, die UEFA hat ja ganz klar gesagt, dass sie Transparenz vermisst, und auch von Vertrauensverlust gesprochen. Denn wenn man sich vorstellt: Niemand war vorher eingeweiht. Die ganzen Verbände wurden überrascht und das lag über Nacht auf dem Tisch", führte der 72-Jährige aus.

Der FIFA obliege die zentrale Aufgabe, "den Fußball zu organisieren". Das Problem laut Hainer: "Wenn Fremdinvestoren mitbestimmen wollen, dann besteht immer die Gefahr, dass die Grundprinzipien und Grundstrukturen des Fußballs angegriffen werden." Ihm gehe es dabei auch gar nicht darum, dass diese Idee von Infantino in verbesserter Form nochmals diskutiert wird. Im Gegenteil: Viel eher müsse sichergestellt sein, "dass so eine Idee nicht mehr auf den Tisch kommt".


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