Leih-Abbruch bei Bayern-Juwel Kusi-Asare? Entscheidung offenbar gefallen
Von Dominik Hager

Nicht selten gibt es diese Leih-Deals, bei denen sich eigentlich jeder mit ein wenig Fußball-Know-how die Frage stellt, was genau sich die Beteiligten davon eigentlich erwarten. Die Leihe von Bayern-Juwel Jonah Kusi-Asare zum FC Fulham kann als Paradebeispiel angesehen werden.
Nicht ohne Grund kursierten zuletzt Gerüchte, wonach die Leihe im Winter aufgelöst werden könnte. Laut Informationen von Sky wird es dazu allerdings nicht kommen. Der Grund dafür ist gleichermaßen einleuchtend wie bitter. Kusi-Asare hat in der laufenden Spielzeit bereits Pflichtspiele für den FC Bayern und Fulham bestritten und dürfte nicht noch für einen dritten Verein ablaufen. Diese Sonderregel gab es nur zu Corona-Zeiten.
Kurzeinsatz gegen Leipzig verhindert weitere Leihe von Kusi-Asare
Ausschlaggebend sind tatsächlich mickrige vier Minuten, die der 18-Jährige am ersten Bundesliga-Spieltag gegen RB Leipzig erhalten hat. Gut eine Woche später kam es am Deadline Day zum Deal mit Fulham, jedoch läuft es für den jungen Schweden auf der Insel noch nicht. In insgesamt sechs Pflichtspielen absolvierte er nur 45 Minuten und konnte noch keinen Treffer erzielen.
Dem Sky-Bericht zufolge möchte Fulham Kusi-Asare aber unabhängig von der Klausel und der bisherigen Bilanz im Winter nicht abgeben. Teammanager Marco Silva soll im Training Fortschritte erkannt haben und kann sich offenbar vorstellen, den Sturm-Hoffnungsträger häufiger zu bringen. Fulham besitzt im Sommer auch die Möglichkeit, Kusi-Asare zu kaufen, wenngleich sich die Münchner mit einer Rückkauf-Klausel abgesichert haben und im Austausch mit dem Spieler stehen.
Kusi Asare war im Januar 2024 für 3,5 Millionen Euro vom schwedischen Erstligisten AIK Solna nach München gewechselt. Dort konnte er in der U-19-Mannschaft und bei Bayern II punktuell aufzeigen. Im Sommer 2025 zeigte er dann auch bei den Profis teils starke Testspiel-Leistungen, wenngleich abzusehen war, dass er sich anderweitig noch mehr Spielpraxis sichern müsste.
Überschaubare Einsatzzeiten waren vorprogrammiert
Warum sich der Stürmer diese aber ausgerechnet bei Fulham sichern wollte, bleibt ein Rätsel. Der Schritt in die Premier League ist selbst für gestandene Profis eine harte Challenge, was man beispielsweise bei Florian Wirtz erkennt. Folgerichtig waren die Chancen für einen 18 Jahre alten Kusi-Asare, der fast keine Erfahrungen im Profi-Fußball hat, von Beginn an als gering zu bewerten.
Der FC Bayern soll eine Leihe zu Partnerklub FC Zürich oder in die Niederlande favorisiert haben, was sicherlich sinnvoller gewesen wäre. Selbstredend stellt sich die Frage, warum die Münchner die Fulham-Leihe trotzdem akzeptiert haben. Eine einfache Leihe ohne Kaufoption wäre sicherlich ebenfalls vorteilhaft gewesen. Es ist schließlich keineswegs ausgeschlossen, dass sich der 18-Jährige eines Tages zu einem Top-Stürmer entwickelt.
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