Beendet der FC Bayern ein weiteres Leih-Fiasko?
Von Oliver Helbig

Beim FC Bayern München sind für das Wintertransferfenster keine Neuzugänge geplant – zumindest keine externen. In den namhaften Rückkehrern Alphonso Davies, Hiroki Ito und Jamal Musiala sieht man interne Neuzugänge, die nach langer Leidenszeit in der Rückrunde wieder mit zum Erfolg des Rekordmeisters beitragen sollen. Baustellen gibt es für Max Eberl und Christoph Freund allerdings abseits des gesetzten Kaders, denn nach dem Leih-Knall um Keeper Daniel Peretz in den letzten Tagen, scheint man nun bereits über den nächsten Leihabbruch nachzudenken.
FC Bayern erwägt Leihabbruch bei Kusi-Asare
Wie die tz berichtet, erwägt man beim FC Bayern ein vorzeitiges Ende der Leihe von Offensivjuwel Jonah Kusi-Asare. Der 18-jährige Schwede, der eigentlich bis Sommer 2026 seine nächsten Entwicklungsschritte bei Premier-League-Klub FC Fulham unternehmen sollte, spielte auf der Insel bislang keine Rolle, durfte bei drei Kurzeinsätzen im englischen Oberhaus nur magere 23 Spielminuten aufs Feld. Eine herbe Enttäuschung für alle Beteiligten, die nun wohl zu einem Eingreifen der Bayern Verantwortlichen führen könnte – wie schon bei Daniel Peretz.
Die Leihe des israelischen Nationaltorhüters zum Hamburger SV wurde in dieser Woche wegen ebenfalls unzufriedenstellender Einsatzzeiten quasi als abgebrochen vermeldet und Peretz wird sein Abenteuer abseits der Isar nun in England beim FC Southampton beenden. Einen derartigen Schnitt könnte es nun auch bei Jonah Kusi-Asare geben.
Kusi-Asare verzockt sich mit Wechselwunsch
Das Sturmjuwel, das im Sommer auf einen Wechsel nach England bestanden haben soll, scheint damit einen herben Griff ins Klo getätigt zu haben, der nun mit einer zumindest vorzeitigen Rückkehr nach München führen könnte. Der FC Bayern wollte Kusi-Asare eigentlich zu Partnerklub FC Zürich oder in die Niederlande oder Belgien verleihen, was letztlich wohl die sinnvollere Idee gewesen wäre, angesichts der fehlenden Spielpraxis für den Münchener Leihspieler auf der Insel.
Wie es im Falle eines tatsächlichen Leihabbruchs mit Kusi-Asare weitergehen würde, ist allerdings undurchsichtig. Fulham besitzt eigentlich eine Kaufoption, auf die die Engländer womöglich verzichten würden, denn dass der FC Bayern dann wiederum von seiner ebenfalls gesicherten Rückkaufsklausel Gebrauch machen würde, ist eher unwahrscheinlich.
Kehrt Kusi-Asare also an die Säbener Straße zurück, stellt sich die Frage, ob er erneut verliehen wird oder aber Spielpraxis in der Münchner zweiten Mannschaft in der Bayernliga plus Trainingszeit mit den Profis erhalten würde. Dies käme aber womöglich ebenfalls einem Rückschritt gleich.
Weitere FC Bayern-News lesen:
feed