Kaum zu glauben, aber es ist nicht mehr lange hin, dann ist auch die Saison 2025/26 schon wieder vorbei und in den Büchern. Im deutschen Oberhaus war auf jeden Fall richtig viel los und so gab es auch für Borussia Mönchengladbach einige entscheidende Erlebnisse. Ein etwas größeres Beispiel ist dabei die Trennung von Trainer Gerardo Seoane, den man am 15. September aufgrund eines mehr als unrunden Saisonstarts von seinen Aufgaben am Niederrhein entbunden hatte.
Nach seinem Aus in der Bundesliga zog es den Schweizer wenig später zurück in seine Heimat, wo er am 31. Oktober 2025 seinen früheren Klub, die Young Boys Bern, erneut übernahm. Doch wie läuft es für den ehemaligen Coach der Fohlen seit seiner Rückkehr in die Schweizer Super League?
Bern unter Seoane im grauen Mittelmaß
Seit seinem Aus am Niederrhein stand Gerardo Seoane in 24 Ligaspielen für die Young Boys an der Seitenlinie, von denen sein Team zehn verlor. Achtmal gewann seine Mannschaft, sechsmal stand am Ende ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. Das macht in der Summe 30 Punkte und einen Schnitt von 1,25 Zählern pro Partie sowie ein aktuell leicht positives Torverhältnis von 45:41.

In der Schweizer Super League schaffte es die Truppe von Seoane in die Championship Group (Meisterrunde) und entging der Relegationsgruppe, in der es um den Klassenerhalt geht.
Doch im Spitzenfeld der vermeintlichen Meisteranwärter liegt Bern mit 28 Zählern Rückstand auf den bereits feststehenden Überraschungsmeister und Aufsteiger FC Thun weit abgeschlagen auf dem sechsten und somit letzten Rang.
Somit endet die Saison für Gerardo Seoane und seine Mannen mit noch drei Spieltagen vor der Brust zwar mit dem sicheren Klassenerhalt, jedoch auch nur im grauen Niemandsland des Schweizer Fußballs und weit hinter den Ansprüchen der Young Boys. Auf einen internationalen Platz fehlen Bern derzeit zehn Punkte.
Damit belegen die Young Boys den schlechtesten Rang seit langem und fuhren die wenigsten Punkte seit 2013 ein, als man mit am Ende der Saison 2012/13 mit 43 Zählern letztlich nur Siebter wurde. In den letzten acht Spielzeiten wurde Bern noch sechsmal Schweizer Meister.
Auch Polanski kann wenig begeistern
Auch bei Seoanes Nachfolger auf dem Gladbacher Trainerstuhl läuft es nicht sonderlich besser. Unter Eugen Polanski als Cheftrainer der Fohlen gelangen in 29 Bundesligaspielen acht Siege, zehn Unentschieden und elf Niederlagen. Damit steht Polanski in puncto Punkteschnitt sogar hinter seinem Vorgänger Seoane und dessen Statistiken in Bern und kann aktuell lediglich 1,17 Punkte pro Spiel vorweisen.

Zwar sicherte sich Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende mit einem Heimsieg über Borussia Dortmund ebenfalls vorzeitig den Klassenerhalt, doch die sportliche Lage der Fohlen ist nicht weniger grau als die von Seoane und Bern.
In Gladbach scheint es jedoch noch einen kleinen Funken Resthoffnung zu geben, dass die Spielzeit 2025/26 zu einem überraschenden Erfolg kommt.
Aufgrund eines kuriosen Szenarios und eines gewagten Rechenspiels könnten die Borussen möglicherweise sogar noch mit einem Startplatz in einem europäischen Wettbewerb belohnt werden. Das ist zwar äußerst unwahrscheinlich, aber im Fußball weiß man ja nie.
Was macht eigentlich?
