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Kritik, Klassenerhalt, Zukunft: Polanski wehrt sich

Eugen Polanski steht trotz geglücktem Klassenerhalt in der Kritik. Der Gladbacher Chefcoach wehrt sich dagegen einmal mehr.
Eugen Polanski wehrt sich gegen die Kritik
Eugen Polanski wehrt sich gegen die Kritik | INA FASSBENDER/GettyImages

Sieht man es negativ, hat Borussia Mönchengladbach nach fünf sieglosen Spielen wieder gewonnen. Positiv gesehen haben die Fohlen aber auch nur eine der letzten sechs Partien verloren. So oder so: Mit dem 1:0-Heimsieg über den BVB steht der Klassenerhalt fest.

Der durchaus in der Kritik stehende Chefcoach Eugen Polanski sieht logischerweise die positive Seite. "Der Glaube war definitiv immer da. Wir haben es früher geschafft als erwartet. Wir haben gedacht, dass es bis zum 34. Spieltag gehen würde", erklärte er nach dem entscheidenden Dreier gegen Dortmund. "Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, weil es nicht immer einfach war, bei sich zu bleiben, die Ruhe zu bewahren bei aller Kritik, sich das über mehrere Monate hinweg zu erarbeiten", so Polanski weiter.

An den letzten beiden Spieltagen warten nun die Reise nach Augsburg und das Heim-Duell gegen Hoffenheim. Für Gladbach wäre noch der Sprung in die obere Tabellenhälfte auf Platz neun möglich. Theoretisch könnte der sogar noch für Europa reichen. Auch für die TV-Geld-Tabelle ist jede bessere Platzierung wertvoll, um die klammen Kassen zu füllen.

Im Sommer dürften nämlich einige Kader-Veränderungen anstehen. Klar ist bereits, dass mit Rocco Reitz ein wichtiger Spieler geht. Der Großteil der Reitz-Millionen wird allerdings für die Finanzlücken gebraucht. Die ganz großen Sprünge auf dem Transfermarkt scheinen für Gladbach nicht drin zu sein.

Polanski über Kritik: "Werden so viele Halbwahrheiten erzählt"

Offen war bis zuletzt auch, ob Polanski als Cheftrainer in die neue Saison springen darf. Der 40-Jährige scheint selbst aber fest davon auszugehen. Die Kritik der vergangenen Wochen will er zumindest nicht gelten lassen.

"Irgendwann habe ich aufgehört, die Presse zu verfolgen. Es werden so viele Halbwahrheiten erzählt. Wichtig ist zu wissen, was in der Kabine passiert. Wichtig ist, die richtigen Schlüsse aus der Saison zu ziehen und alles korrekt einzuordnen. Ich mache sicher nicht alles richtig, aber auch nicht alles falsch", betonte er nach dem Sieg über den BVB.

"Wir haben vor dem Spiel aus fünf Partien viermal nicht verloren, aber alle haben nur darüber geredet, dass wir fünfmal nicht gewonnen haben. Wichtig ist zu wissen, dass die Mannschaft es kann und wir uns dafür jetzt belohnt haben", führte Polanski aus.

Der Ex-Profi hat noch einen gültigen Vertrag bis Sommer 2028. Spätestens am Saisonende soll aber eine Analyse der Spielzeit folgen. Erst dann dürfte feststehen, ob die Gladbacher mit Polanski als Trainer in die kommende Saison gehen. Nach dem geglückten Klassenerhalt scheint die Wahrscheinlichkeit dafür wieder deutlich höher zu sein.


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