Beim FC Bayern München ist aktuell beinahe alles eitel Sonnenschein und Euphorie. Während die Münchener auf nationaler Ebene bereits die deutsche Meisterschaft und den lang ersehnten Einzug ins DFB-Pokalfinale perfekt machen konnten, wartet in der Champions League das Halbfinale gegen Paris Saint-Germain auf den Rekordmeister.
Sportlich ist man derzeit also voll im Soll und möchte der Spielzeit 2025/26 die Kirsche aufs Sahnehäubchen setzen – idealerweise am Ende mit dem Triple. Dennoch gibt es auch Themen, die die Münchner Entscheider mit etwas Weitsicht bereits für die kommende Spielzeit bearbeiten müssen – und nicht alle davon gehen dabei so einfach von der Hand, wie der Kompany-Fußball dieser Tage.
Vertragsverlängerungen haben den FC Bayern Kraft gekostet
Mit Blick auf den kommenden Transfersommer und den Münchner Kader für die Saison 2026/27 gewährte Sportvorstand Max Eberl am späten Samstagabend im ZDF-Sportstudio tiefe Einblicke und äußerte sich mit teils deutlichen Sätzen. Eberl stellte unter anderem klar, dass die Vertragsverlängerungen von Bayern-Stars wie etwa Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Dayot Upamecano finanzielle Kraftakte seien, die die Möglichkeiten auf dem Transfermarkt direkt beeinflussen.
"Das sind kostspielige Verlängerungen gewesen, aber wir sind davon überzeugt, dass es am langen Ende günstigere Varianten sind als eben gerade angesprochene Spieler, die sehr teuer werden können."Max Eberl

Während in der öffentlichen Gerüchteküche derzeit auch der Name des englischen Offensivstars Anthony Gordon (Marktwert: 60 Mio) von Newcastle United gehandelt wird, dämpfte Eberl dieses Gerücht mit einem leichten Tritt auf die Bremse. "Das sind kostspielige Verlängerungen gewesen, aber wir sind davon überzeugt, dass es am langen Ende günstigere Varianten sind als eben gerade angesprochene Spieler (u.a. Anthony Gordon, Anm.d.Red.), die sehr teuer werden können." Heißt aber wohl dennoch nicht, dass Gordon kein Thema an der Säbener Straße wäre.
Die sportliche Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und den Kader von Cheftrainer Vincent Kompany dennoch punktuell zu verstärken, ist eine Gratwanderung für Max Eberl und die Transferentscheider des FC Bayern München. "Wir versuchen quasi genau in diesem Komplex, sportlichen Erfolg und Kosten im Auge zu haben, eine Mannschaft zu bauen", so Eberl. Großen Druck, unbedingt etwas machen und vom Zaun brechen zu müssen, hat der FC Bayern allerdings nicht. Eberl: "Jetzt sind wir so, dass wir nächsten Sommer so sind, dass wir erstmal entspannt auf den Markt gucken können.“
Eberl kündigt Verkäufe an
Allerdings scheint auch klar, dass neben den auslaufenden Verträgen und damit verbundenen Abgängen von Spielern wie Leon Goretzka und Raphael Guerreiro, die nicht verlängert wurden, auch weitere Abschiede folgen dürften. Eberl hat diesbezüglich im ZDF bereits durchblicken lassen, dass im Sommer Verkäufe zu erwarten sind.
"Wir werden auch Spieler verkaufen müssen [...]."Max Eberl

"Wir werden auch Spieler verkaufen müssen und das ist dann meistens nicht so entspannt. Einkaufen ist leichter als Verkaufen, also die Aufgaben werden schon da sein.“ Trotz des noch entspannten Blicks der Bayern auf den Transfermarkt bleibt es also spannend, wie sich der Kader für die neue Spielzeit gestalten wird und welche Spieler Eberl am Ende auf die Verkaufsliste setzt.
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