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"Das ist Blödsinn" – Mega Schiri-Frust beim FC Bayern

Beim Champions-League-Aus gegen PSG haderte der FC Bayern vor allem mit Schiedsrichter Joao Pinheiro.
Die Leistung von Schiedsrichter Joao Pinheiro hinterließ nicht nur beim FC Bayern viele Fragezeichen
Die Leistung von Schiedsrichter Joao Pinheiro hinterließ nicht nur beim FC Bayern viele Fragezeichen | picture alliance/GettyImages

Der FC Bayern München muss das bittere Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain verkraften. Doch zum Leid des deutschen Rekordmeisters spielte am gestrigen Abend nicht etwa ein schillernder Starspieler die zentrale Rolle, sondern Schiedsrichter Joao Pinheiro, der zum umstrittenen Hauptakteur wurde und mit zahlreichen strittigen Entscheidungen für großen Frust und reichlich Stirnrunzeln bei den Münchnern sorgte.

Neben zwei mehr als fragwürdigen Handspielentscheidungen zugunsten der Gäste aus Paris sorgten auch eine vermeintliche Abseitsentscheidung gegen Harry Kane sowie die aus Sicht vieler zu kurze Nachspielzeit für die größten Aufreger des Portugiesen. Die Bayern wurden nach Spielende deutlich.

Bayern-Frust wegen Schiri Pinheiro

Nach dem Spiel äußerte sich Bayern-Coach Vincent Kompany auch zum nicht gegebenen Handspiel, wodurch dem FC Bayern ein möglicher Strafstoß verwehrt wurde, der das Spiel möglicherweise auf den Kopf gestellt hätte. "Von dem, was wir von weiter entfernt gesehen haben, berührt der Ball nicht erst den Körper und dann die Hand, sondern er geht direkt an die Hand. Und ob der Ball jetzt vom eigenen Spieler kommt oder nicht, das ist Quatsch. Das ist Blödsinn. Die Regeln sind halt, wie sie sind. Das ist schade", so der Belgier gefrustet.

"Das ist Quatsch. Das ist Blödsinn. Die Regeln sind halt, wie sie sind. Das ist schade [...] Wir tragen die ganze Verantwortung, aber es gibt trotzdem drei Parteien. Es gibt PSG, uns und die Unparteiischen."
Vincent Kompany
Joao Pinheiro und Vincent Kompany
Joao Pinheiro und Vincent Kompany | Jean Catuffe/GettyImages

Doch Kompany haderte nicht nur aufgrund der strittigen Handspielszenen um die PSG-Stars Nuno Mendes und Joao Neves mit dem Schiri. Auch die unangemessen kurze Nachspielzeit, die der Schiedsrichter dem verpasste, passte dem Bayern-Coach mal so gar nicht.

"Es waren nicht nur diese zwei strittigen Szenen. Wenn mehrere Spieler unnötig auf dem Boden liegen, dann hast du die fünf Minuten Nachspielzeit nicht gespielt. Wir wollten es natürlich noch versuchen, wir hatten noch ein paar Minuten zu spielen. Und dann ist auf einmal Schluss. Wir tragen die ganze Verantwortung, aber es gibt trotzdem drei Parteien. Es gibt PSG, uns und die Unparteiischen."

Laimer versteht die Welt nicht mehr

Auch Konrad Laimer, der in die erste Handszene mit Nuno Mendes direkt verwickelt war, verstand nach dem Spiel die Welt nicht mehr. "Ich hätte auch gesagt, dass ich ihn zu 100 Prozent nicht mit der Hand spiele, aber manchmal fühlt man das nicht so", erklärte Laimer. Und weiter: "Im Spiel dachte ich, dass ich ihn Mitten am Körper berühre und vorbeilege. Er spielt ihn dann klar mit der Hand. Das ist dann wahrscheinlich eine klare Gelbe Karte (für den bereits verwarnten Nuno Mendes, Anm. d. Red.)."

"Das ist bitter, denn solche Entscheidungen liefen heute nicht auf unserer Seite."
Konrad Laimer
Bayern München vs Paris Saint-Germain
Bayern München vs Paris Saint-Germain | picture alliance/GettyImages

"Das ist bitter, denn solche Entscheidungen liefen heute nicht auf unserer Seite. Der Schiedsrichter pfeift auch gefühlt fünf Sekunden später nach seinem Handspiel dann meine Aktion. Das fand ich schon während des Spiels komisch, aber es ist, wie es ist und wurde so entschieden. Das ist jetzt auch nicht mein Thema und ich kann es auch nicht mehr ändern." Auch Konrad Laimer war am Ende also nicht sonderlich gut auf Pinheiro zu sprechen.

Ballack sieht grobe Fehlentscheidungen

Doch nicht nur die Akteure auf dem Rasen wunderten sich über so manche Entscheidung des Offiziellen am gestrigen Abend. Auch TV-Experte Michael Ballack empfand ein gewisses Gschmäckle. "Ich hatte das Gefühl, sie wollen diese gelb-rote Karte nicht geben, das ist mein Gefühl als Zuschauer, und das sage ich hier ganz offen“, sagte der DAZN-Experte zur ersten Handspielszene um Nuno Mendes.

Ballack schob bezüglich auch bei der vermeintlichen Abseitsstellung von Harry Kane in der 23. Minute nach: "Er darf das nicht selbstständig abpfeifen. Das ist ein Riesen-Fehler vom Schiedsrichter.“

Kimmich gefrustet

Mittelfeldstar Joshua Kimmich zeigte sich nach Spielende deutlich bedeckter, aber ebenfalls sichtlich gefrustet über Joao Pinheiro. Der 31-Jährige wollte sich nicht weiter zur Schiedsrichterleistung äußern und sagte nur: "Dazu habe ich keine Meinung. Das könnt ihr (Die Medien, Anm. d. Red.) machen. Das könnt ihr beurteilen."

"Dazu habe ich keine Meinung [...] Das könnt ihr beurteilen [...] Es bringt jetzt nichts, hier über den Schiedsrichter zu sprechen."
Joshua Kimmich
Joshua Kimmich bei Schiri Pinheiro
Joshua Kimmich bei Schiri Pinheiro | picture alliance/GettyImages

Auf Nachfrage von Sport1 schon Kimmich noch nach: "Es bringt jetzt nichts, hier über den Schiedsrichter zu sprechen. Ich glaube, es ist vernünftiger, wenn wir über unsere Leistung sprechen.“

Internationale Presse gespalten

Auch die internationalen Pressestimmen machten deutlich, dass die Entscheidungen von João Pinheiro zumindest fragwürdig waren. Sie bestätigten, dass die Münchner zurecht benachteiligt fühlten.

Lies dazu: Die Pressestimmen zum Bayern-Aus gegen PSG


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