Nach nur 29 Pflichtspielen als Cheftrainer des 1. FC Köln war für Lukas Kwasniok am 22. März diesen Jahres schon wieder Schluss beim Traditionsklub vom Rhein. Aufgrund von angefressener Stimmung und ausbleibenden Siegen wurde der 44-Jährige, der erst zu Saisonbeginn ins Amt getreten war, bereits wieder entlassen und durch den Kölner Co-Trainer Rene Wagner ersetzt. Nun scheint aber wohl der erste Klub konkretes Interesse daran zu haben, Kwasniok für die kommende Spielzeit für sich zu gewinnen und die schöpferische Auszeit des Ex-Kölners zeitlich zu begrenzen.
KSC denkt an Kwasniok
Wie nun der kicker berichtet, scheint Lukas Kwasniok das Interesse des Karlsruher SC geweckt zu haben. Der KSC hatte kürzlich selbst noch die Trennung von seinem langjährigen Cheftrainer Christian Eichner zum Saisonende bekannt gegeben und benötigt Ersatz. Nun soll der ehemalige Köln-Coach Kwasniok demnach ganz oben auf dem Wunschzettel der Badener stehen, um die Nachfolge des 43-jährigen Eichner anzutreten. Ob den Karlsruhern dieser Transfercoup am Ende auch gelingen könnte und Kwasniok wieder in der 2. Bundesliga anheuert?

Zuletzt galt wohl auch Tobias Strobl, Trainertalent beim Drittligisten SC Verl, eigentlich als heißer Kandidat des KSC, doch dessen Sprung nach Karlsruhe scheint unter anderem an der hohen Ablöseforderung des SC Verl zu scheitern. Laut dem Bericht ist die Verbindung zwischen dem KSC und Strobl mittlerweile wieder abgekühlt.
Beim kicker heißt es, dass Gerüchte im Umlauf wären, wonach KSC-Vertreter bereits einen Flug zu Kwasniok in dessen Urlaubsdomizil auf Gran Canaria unternommen haben sollen. Bestätigt ist hierzu allerdings nichts.
Für Kwasniok wäre es eine KSC-Rückkehr
Für Kwasniok wäre das KSC-Logo auf der Brust dabei auch gar nicht neu, denn der Ex-Kölner durfte bereits vor einigen Jahren die KSC-Profis interimsweise für zwei Ligaspiele betreuen und stand im Dezember 2016 bereits als Coach an deren Seitenlinie.

Zuvor war Kwasniok selbst Jugendspieler in Karlsruhe und arbeitete später als Juniorentrainer der U17 und U19 des KSC. Doch eine Rückholaktion hat einen gewaltigen Haken der mit dem sportlichen Erfolg von Kwasnioks Ex-Klub verbunden ist.
Der große Haken
Kwasniok ist aktuell vom Effzeh zwar von all seinen Aufgaben entbunden, hat aber aktuell noch einen Vertrag bis 2028. Wenn die Domstädter die Liga halten, bleibt dieser Vertrag bestehen, was bedeuten dürfte, dass der KSC für die Umsetzung seines Trainerwunsches eine Ablöse nach Köln bezahlen müsste - zumindest theoretisch, wie es in dem Bericht heißt. Steigen die Geißböcke hingegen ab, wäre Kwasniok ab dem 1. Juli frei. Allerdings dürfte man in Köln auch froh sein, den Ex-Trainer von der Gehaltsliste zu bekommen. Sollte das Thema konkret werden, würde man vermutlich Gesprächsbereitschaft signalisieren. Kwasniok selbst müsste sich ein solches Engagement allerdings selnst auch noch vorstellen können.
