Wie läuft es eigentlich bei Renato Sanches? Absturz bei Bayern-Flop nimmt kein Ende

Vom Megatalent zum Ergänzungsspieler in einer untergeordneten europäischen Liga. Der Absturz von Renato Sanches ist bitter.
Renato Sanches während seiner Zeit beim FC Bayern München
Renato Sanches während seiner Zeit beim FC Bayern München / Alexander Scheuber/GettyImages
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Die Talentschmiede von Benfica Lissabon ist weltbekannt für die Produktion zahlreicher vielversprechender Nachwuchstalente. Nicht selten steigen ehemalige Nachwuchsspieler des portugiesischen Topklubs im weiteren Karriereverlauf dann auch zu absoluten Superstars auf.

So war auch die Hoffnung des FC Bayern München, als man im Sommer 2016 mit der Verpflichtung des damaligen Supertalents Renato Sanches glaubte, einen wahren Transfercoup gelandet und die internationale Konkurrenz ausgestochen zu haben. Satte 35 Millionen Euro plus Boni war den Münchnern dieser Deal um den damals 18-Jährigen wert. Der Portugiese floppte jedoch komplett und verließ den deutschen Rekordmeister nach einer Leihe im Sommer 2019 endgültig. Sanches schloss sich für 20 Millionen Euro zunächst dem LOSC Lille an. Dort kam es immerhin vereinzelt zu einem kurzen Aufflammen seiner Qualitäten.

Renato Sanches wurde den Erwartungen in München nie gerecht
Renato Sanches wurde den Erwartungen in München nie gerecht / Martin Rose/GettyImages

Auch nach dem Abschied aus München wollte die große Karriere nicht kommen

Auch nach seinem Abschied von den Münchnern wollte die große Karriere des hochveranlagten defensiven Mittelfeldspielers aber einfach nicht so recht in Fahrt kommen. Obwohl Renato Sanches in den Jahren nach seinem Bayern-Abschied noch bei namhaften europäischen Klubs wie Paris Saint-Germain, der AS Rom und seinem Ausbildungsklub Benfica auflief, wurde er den großen Erwartungen nie gerecht. Im vergangenen Sommer landete er schließlich per Leihe in Griechenland, nachdem PSG den Bayern-Flop schon zuvor mehr oder minder erfolglos nach Rom und in seine portugiesische Heimat verliehen hatte.

Bei Panathinaikos Athen angekommen, geht der bittere Absturz von Renato Sanches weiter. Von seinem einstigen Marktwert von 30 Millionen Euro sind nur noch magere 2,5 Millionen Euro übrig geblieben. Selbst in der eher zweitklassigen griechischen Super League 1 spielt der 28-Jährige keine tragende Rolle.

Nimmt die Karriere von Renato Sanches noch eine positive Wendung?
Nimmt die Karriere von Renato Sanches noch eine positive Wendung? / Daniela Porcelli/GettyImages

Seit seiner Ankunft bei Panathinaikos kam Sanches zu erst 16 Pflichtspieleinsätzen und absolvierte 673 Einsatzminuten. Damit kam er nicht einmal auf die Hälfte der möglichen Einsatzzeit in den Spielen, in denen er letztlich auch zum Einsatz kam.

Mehrere Spiele verpasste der Bayern-Flop verletzungsbedingt und wenn er zum Einsatz kam, dann meist nur für eine überschaubare Anzahl von Minuten. In der griechischen Liga kam Renato Sanches so zum Beispiel erst in zwei Spielen über die volle Distanz von 90 Minuten zum Einsatz, einmal spielte er 45 Minuten, in allen anderen Einsätzen hielt sich seine Einsatzzeit in Grenzen. Bislang spielte Renato Sanches auch im griechischen Pokal und in der Europa League keine große Rolle.

Zukunft ungewiss

Wie es für Sanches künftig weitergeht, ist noch unklar. Sein Vertrag bei Stammverein PSG läuft noch bis 2027, doch dürfte das Interesse groß sein, den Mittelfeldspieler im kommenden Sommer zumindest für eine geringe Ablöse von der Gehaltsliste zu bekommen. Das Panathinaikos Interesse daran hat, Sanches zu behalten, darf derzeit wohl zumindest angezweifelt werden.

Es ist ein durchaus tiefer Fall für ein ehemaliges Supertalent, das nun als Ergänzungsspieler in Griechenland gelandet ist. Mit 28 Jahren hätte man Renato Sanches vor zehn Jahren wohl noch auf dem Höhepunkt seiner Karriere in der europäischen Fußballelite erwartet. Die Realität ist jedoch eine andere, weitaus traurigere.


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