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Wegen Polanski-Nachfolge: Gladbach zu riskantem Schritt bereit

Borussia Mönchengladbach versucht eine stimmige Lösung für den Trainerstuhl zu finden - und ist dafür zu großem Risiko bereit.
VonOliver Helbig
Gladbach-Boss Rouven Schröder
Gladbach-Boss Rouven Schröder | Christian Verheyen/GettyImages

Nach den ersten drei Spieltagen der neuen Saison steht Borussia Mönchengladbach schon wieder an einem Scheideweg – und ganz besonders tief im Schlamassel. Noch kein Punkt ist auf der Habenseite der Fohlen angekommen, weshalb der Traditionsklub vom Niederrhein derzeit gemeinsam mit dem HSV ganz unten drin hängt.

Aufgrund der teils katastrophalen Auftritte und der ausbleibenden sportlichen Weiterentwicklung der Mannschaft haben sich die Borussen am Sonntag nach der 0:5-Klatsche gegen den SC Freiburg von Cheftrainer Eugen Polanski getrennt und müssen die wichtigste sportliche Position im Team nun neu besetzen. Dafür ist man in Gladbach offenbar zu einem großen Risiko bereit.

Bei Trainersuche: Gladbach bereit Ablöse zu zahlen

Um den passenden Mann auf den eigenen Trainerstuhl zu bekommen, hat man sich in Gladbach offenbar dazu entschieden, eine ganze Menge Geld in die Hand zu nehmen und wenn nötig auch eine Ablöse zu zahlen. Nach Informationen der Bild soll Gladbach-Boss Rouven Schröder dafür ein Budget in Höhe von etwa vier Millionen Euro haben.

Das dürfte die Möglichkeiten der Borussen in Sachen Trainersuche zwar erweitern, da man so auch Trainerkandidaten in Betracht ziehen kann, die noch andernorts auf der Payroll stehen. Die Hoffnungen der Gladbach-Fans dürften allerdings eher begrenzt sein. Vielmehr dürfte in diesem Fall die Angst vorherrschen, erneut viel Geld in den Sand zu setzen, denn die letzten Entscheidungen in der Trainersuche erfüllten nicht gerade die großen Erwartungen. Einst bei Adi Hütter legten die Borussen schon eine ganze Stange Geld auf den Tisch um den Wunschkandidaten zu landen – mit eher mäßigem Erfolg.

Bereits bei Adi Hütter zahlte Gladbach eine satte Ablöse - mit mäßigem Erfolg
Bereits bei Adi Hütter zahlte Gladbach eine satte Ablöse - mit mäßigem Erfolg | picture alliance/GettyImages

Damals löste noch Ex-Sport-Boss Max Eberl (heute beim FC Bayern München, Anm. d. Red.) den Österreicher aus seinem laufenden Arbeitsvertrag bei Eintracht Frankfurt und holte Hütter für satte 7,5 Millionen Euro in den Verein. Mit eher überschaubarem Erfolg, denn Hütter war nach nur einem Jahr und einem eher mageren Punkteschnitt von 1,38 schon wieder weg – und mit ihm jede Menge wertvolles Geld.

Doch Schröder hat bei der Trainersuche die Zügel nicht alleine in der Hand und darf nicht im Alleingang entscheiden, für welchen möglichen Hoffnungsträger das Geld ausgegeben wird. Bei der Trainersuche wird Schröder vom zurückgekehrten Roland Virkus unterstützt und alle Ansätze zur Besetzung der vakanten und so wichtigen Position müssen zuerst durch die Geschäftsführung und über die Tische von Finanzchef Stefan Stegemann sowie Markus Aretz.


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