Die Entlassung von Eugen Polanski war am Ende keine Überraschung mehr. Zu katastrophal präsentierte sich Borussia Mönchengladbach unter dem 40-Jährigen, das letzte Beispiel dafür lieferten die Fohlen beim desolaten 0:5 gegen Tabellenführer SC Freiburg.
Mit Poalnskis Aus, dem ersten in der Bundesliga dieses Jahr, geht auch die Nachfolgersuche für Sportdirektor Rouven Schröder los. Der 50-Jährige steht dabei gehörig unter Druck, schließlich muss sich Schröder auch schon für die Kaderzusammenstellung Kritik anhören – sein Schuss auf der Trainerposition muss also sitzen.
Klar definiertes Profil
Mit Ole Werner ist ein Kandidat dabei bereits aus dem Rennen. Dem 38-Jährige kommt die neue Aufgabe nach seiner Entlassung bei RB Leipzig im Sommer deutlich zu früh (90min berichtete). Doch auch ohne den Ex-Trainer von Werder Bremen umfasst die Gladbacher Liste noch zahlreiche Namen – wobei die Fohlen laut der Rheinischen Post (RP) nach einem ganz bestimmten Profil suchen.
Die Zeitung berichtet, dass der neue Trainer schon "etwas vorweisen" soll, eine Altersgrenze nach oben oder unten gebe es nicht. Zudem sei ein zentraler Punkt, dass der neue Übungsleiter gut unter Druck arbeiten kann, Selbstvertrrauen ausstrahlt und dem Abstiegskampf gewachsen ist.
Die RP ergänzt, dass dieses Profil von allen Kandidaten am besten auf Horst Steffen und Alexander Blessin zutrifft – insbesondere, da die Borussia diesmal keine Trainerexperimente wagen will. Gleichzeitig soll sich auch Christian Eichner trotz seiner fehlenden Bundesliga-Erfahrung weiterhin in der Verlosung befinden.
Knifflige Suche
Dabei soll nicht nur aus dem Pool an vereinslosen Trainern gefischt werden, auch Coaches, die aktuell bei anderen Vereinen angestellt sind, seien eine Option – wenngleich diese deutlich schwieriger zu überzeugen sein dürften, ihren Verein so kurz nach dem Saisonstart zu verlassen.
Es bleibt also spannend, wer am Ende in Gladbach an der Seitenlinie stehen wird. Klar ist allerdings, dass die Zeit der Trainerexperimente am Niederrhein vorbei ist. Dafür waren die ersten drei Saisonspiele zu alarmierend, weshalb anscheinend früh der Schalter auf Abstiegskampf umgelegt wird.
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