Das Endspiel der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko steht bevor: Mit Argentinien zog am Mittwochabend der zweite Finalteilnehmer in den Schlussakt des Turniers ein. Die Südamerikaner um Superstar Lionel Messi stießen England um den deutschen Trainer Thomas Tuchel und FC-Bayern-Torjäger Harry Kane ins Tal der Tränen. Die Argentinier drehten einen 0:1-Rückstand wenige Minuten vor Spielende in einen 2:1-Sieg um.
Während die Gauchos ihre grenzenlose Freude auslebten, verließen die Three Lions bedröppelt und mit hängenden Köpfen das Feld. Ein verdienter Spielausgang, denn England konnte im zweiten Durchgang nach der Führung nichts mehr liefern, während Argentinien über eine halbe Stunde am Drücker war.

Das Verpassen des WM-Finals von Harry Kane hat aber auch für den FC Bayern München einen bitteren Beigeschmack, denn für den deutschen Rekordmeister riss damit eine beeindruckende Serie.
Beeindruckende Bayern-Serie gerissen
Erstmals seit dem Jahr 1978 steht somit kein Spieler der Münchner im Endspiel einer Weltmeisterschaft. Nun, also nach elf WM-Endrunden am Stück, wird das Finale ohne einen FCB-Star stattfinden.

Bei der WM 1982 in Spanien waren mit Karl-Heinz Rummenigge, Paul Breitner und Wolfgang Dremmler drei Spieler des FC Bayern im Endspiel im Madrider Santiago Bernabéu vertreten. Deutschland unterlag Italien damals mit 1:3.

Vier Jahre später, bei der WM 1986 in Mexiko, unterlag Deutschland erneut und musste sich Argentinien mit 2:3 geschlagen geben. Mit Lothar Matthäus, Dieter Hoeneß und Norbert Eder waren erneut drei Stars des FC Bayern München mit von der Partie.

Bei der WM 1990 erlebte die deutsche Nationalmannschaft in Italien ihre Sternstunde, als sie das WM-Endspiel gegen Argentinien mit 1:0 gewann. Mit Klaus Augenthaler, Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Hans Pflügler und Raimond Aumann waren damals sogar fünf Profis des FC Bayern München in Rom dabei.

Bei der WM 1994 in den USA stand mit dem Brasilianer Jorginho nur ein Spieler des FC Bayern im Endspiel - immerhin. Die Selecao bezwang Italien im Endspiel in Pasadena mit 3:2 und Jorginho hielt die Serie am leben.

Bei der WM 1998 in Frankreich stand mit Bixente Lizarazu ebenfalls nur ein Spieler des FC Bayern im WM-Finale. Die Gastgeber, bei denen der Münchner Linksverteidiger als Stammkraft spielte, siegten über Brasilien.

Bei der WM 2002 in Japan und Südkorea schafften es dank des Finaleinzugs der DFB-Auswahl auch wieder mehrere Spieler des FC Bayern München ins Endspiel. In Yokohama waren neben Oliver Kahn auch Thomas Linke, Carsten Jancker und Jens Jeremies dabei. Deutschland unterlag mit den Münchner Kickern im Endspiel Brasilien.

Bei der WM 2006 in Deutschland reduzierte sich die Anzahl der Bayern-Stars im Finale wieder auf eine Person. Willy Sagnol unterlag damals mit Frankreich dem Finalgegner Italien.

Bei der WM 2010 in Südafrika waren mit Arjen Robben, Mark van Bommel und Edson Braafheid wieder drei Bayern-Stars für die Niederlande dabei. Doch die Oranje unterlag im Endspiel in Johannesburg Spanien mit 0:1.

Beim deutschen Sommermärchen der WM 2014 in Brasilien schafften es mit den DFB-Stars Manuel Neuer, Philipp Lahm, Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze, Bastian Schweinsteiger, und Jerome Boateng gleich sieben Bayern-Akteure ins Endspiel nach Rio de Janeiro. Eine satte Hausnummer!

Bei der WM 2018 in Russland war es wieder nur ein Spieler des FC Bayern, der bis ins Endspiel einer Weltmeisterschaftsendrunde vordrang. Mittelfeldspieler Corentin Tolisso freute sich im Endspiel in Moskau über den 4:2-Sieg der Franzosen gegen Kroatien.

Bei der Winter-WM 2022 schafften es mit den drei Franzosen Benjamin Pavard, Kingsley Coman und Dayot Upamecano zuletzt Bayern-Stars ins Endspiel. Bei der Winter-WM in Katar unterlagen die Münchner allerdings Argentinien im Elfmeterschießen.
WM 2026: Die drei letzten Bayern-Stars scheitern im Halbfinale
Mit dem Engländer Harry Kane und den beiden Franzosen Michael Olise und Dayot Upamecano schieden nun die letzten drei Stars des FC Bayern im Halbfinale aus. Somit reißt die beeindruckende Serie des deutschen Rekordmeisters, der erstmals seit der WM 1978 in Argentinien keinen einzigen eigenen Spieler im Finale anfeuern kann.
Dennoch kommt es noch zum direkten Aufeinandertreffen der drei Teamkollegen aus München. Am kommenden Samstag um 21 Uhr deutscher Zeit, duellieren sich die Bayern-Stars im Spiel um Platz drei in Miami.
Inter-Serie dauert an
Übrigens: Eine Serie hällt an. Inter Mailand hat seit 1978 weiterhin immer mindestens einen WM-Finalteilnehmer. 2026 ist das Lautaro Martinez, der als Joker die Argentinier ins Finale klöpfte.
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