Die Leihe von Fabio Vieira war nicht nur ein gewaltiger Coup, sondern auch mitentscheidend für den Klassenerhalt des HSV. Normalerweise kommt ein Aufsteiger an einen solchen Hochkaräter überhaupt nicht dran. Das Problem bei der Sache: Die mit dem FC Arsenal vereinbarte Kaufoption in Höhe von etwa 20 Millionen Euro ist zu hoch für die Norddeutschen. Laut Informationen des Hamburger Abendblatts liegt die Schmerzgrenze der Rothosen bei knapp unter zehn Millionen Euro.
Damit ist der HSV nicht nur weit entfernt vom Marktwert des Spielers, der laut transfermarkt.de bei 18 Millionen Euro liegen soll, sondern auch von den Vorstellungen der Gunners. Folgerichtig ist ein Verbleib derzeit wohl kaum noch realistisch. Die größte Trumpfkarte der Hamburger liegt darin, dass der Mittelfeldspieler selbst grundsätzlich gerne in Hamburg bleiben möchte. Allerdings möchte er auch möglichst schnell Klarheit bezüglich seiner Zukunft haben. Danach sieht es aktuell aber nicht aus.
Neue HSV-Sportvorständin mit ehrlichem Geständnis
"Ich fände es schön, wenn er nächste Saison das HSV-Trikot tragen könnte. Spieler dieser Qualität liegen jedoch in einem preislichen Regal, das kein HSV-Regal ist", erklärte Sportvorständin Kathleen Krüger die knifflige Vieira-Angelegenheit. Man müsse "wirtschaftliche Lücken" aus den letzten Jahren aufholen, weshalb der "aufgerufene Preis nicht darstellbar" sei.
Claus Costa arbeite jedoch daran, mit Arsenal "kreative und smarte Lösungen zu finden". Der HSV steht derzeit bei einem Transfer-Minus von gut drei Millionen Euro und muss einige Kader-Baustellen angehen. Selbst wenn der ein oder andere Verkauf noch Geld in die Kassen spülen dürfte, wird der HSV wohl nicht mehr viel draufpacken können.
Keine ganz heiße Spur bei Fabio Vieira
Eine wirkliche Chance hat Hamburg aber wohl nur, wenn sich kein zahlungskräftiger Vieira-Interessent findet. Genau darauf sollen die Norddeutschen aktuell auch spekulieren. Dies wäre allerdings überraschend, weil sich Vieira beim HSV nach einigen durchwachsenen Jahren eindrucksvoll zurückgemeldet hat und an 13 Pflichtspieltoren beteiligt war.
Nottingham Forest soll laut fussballtransfers.de ein 28-Millionen-Euro-Angebot abgegeben haben, jedoch erklärte Sky daraufhin, dass das Gebot und Gerücht weit hergeholt seien. Der Berater von Vieira hat seinen Klienten laut Angaben der Sport Bild zudem bei Leverkusen und Stuttgart angeboten. Ein konkretes Interesse der beiden Klubs scheint es aber nicht zu geben.
Im Moment fehlt bei Vieira also die ganz heiße Spur. Der Transfersommer ist allerdings lang und es wäre schon verwunderlich, wenn Arsenal letztlich gezwungen dazu sein sollte, Vieira nach Hamburg zu verramschen.
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