Nach Upamecano-Theater: Früherer Bundesliga-Boss schießt gegen Bayern

Der Vertragspoker um Dayot Upamecano hat zwar ein Ende gefunden, doch dafür wird die Kritik an den Bossen des FC Bayern immer lauter.
Dayot Upamecano wird seinen Vertrag beim FC Bayern wohl doch noch verlängern
Dayot Upamecano wird seinen Vertrag beim FC Bayern wohl doch noch verlängern / picture alliance/GettyImages
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Ende gut, alles gut! Das werden sich zumindest die Verantwortlichen des FC Bayern gedacht haben, als Dayot Upamecano ihnen am vergangenen Montag endlich das Ja-Wort gab. Der Franzose soll nach dem gefühlt endlosen Vertragsdrama noch im Laufe dieser Woche einen neuen Vertrag unterschreiben (90min berichtete).

Dafür scheinen die Münchner allerdings eingeknickt zu sein: Der Spieler ließ die von den Bayern-Bossen auferlegte Frist zunächst verstreichen und entschied sich erst im Anschluss für eine Verlängerung. Das sorgt nun für herbe Kritik am deutschen Rekordmeister.

Dieser schließt sich nun auch der frühere Bundesliga-Funktionär Heribert Bruchhagen an. "Der FC Bayern ist ein Topverein, da geht man doch nicht weg. Ich habe immer den Spielern Angebote gemacht, da gab es kein Nachverhandeln", betonte der 77-Jährige im Gespräch mit Sky Sport.

"Nachverhandeln würde bei mir bedeuten, dass ich ein verschlechtertes Angebot mache, aber kein besseres. Wenn man diese Linie konsequent beibehält, nutzt man seinem eigenen Verein und die Spieler werden sich darauf einstellen. Dieses Theater, da hätte ich die Geduld verloren und hätte gesagt, der soll abhauen", so Bruchhagen weiter.

Heribert Bruchhagen war einst als Funktionär in der Bundesliga tätig
Heribert Bruchhagen war einst als Funktionär in der Bundesliga tätig / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Auch Hamann mit scharfer Kritik am FC Bayern

Der frühere Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV schließt sich damit auch der Meinung von Didi Hamann an. Der Sky-Experte ging sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnete das Verhalten der Bayern-Bosse als "Armutszeugnis".

"Wenn die das Angebot zurückziehen, dann kann er kein Angebot annehmen, weil es zu dem Zeitpunkt eine Stunde später kein Angebot gibt! Das ist für den Verein ein Armutszeugnis", polterte Hamann.

Und weiter: "Eine größere Schwäche kann ein Verein doch nicht zeigen. Dass sie ein Angebot dem Spieler vorlegen, das über Wochen und Monate da liegt, dann ziehen sie es zurück und eine Stunde später ruft der Spieler an und sagt: Tut mir leid, ich wollte doch. Der hat jetzt zwei Monate Zeit gehabt, das Angebot zu unterschreiben, und wenn das so sein sollte, wie du gesagt hast (zu Florian Plettenberg, Anm. d. Red.), dann zeigt das, wie schwach der FC Bayern im Moment ist."


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