Rouven Schröder hat frühzeitig und umfassend vorgelegt. Gleich mehrere Neuzugänge konnte Borussia Mönchengladbach schon vor dem offiziellen Start in das Sommer-Transferfenster bekanntgeben, ein wichtiges Zeichen für den angedachten Umbruch im Kader.
Doch selbstverständlich ist die Fohlenelf damit noch nicht automatisch bereit, um schon in die Bundesliga zu starten und im Gegensatz zu den jüngsten Erlebnissen auch wieder eine mindestens stabile und ruhige Saison zu spielen. Die Sport Bild etwa meint noch ganze fünf größere Baustellen ausgemacht zu haben. Drei davon haben zumindest indirekt mit der weiteren Kaderplanung zu tun.
Mehrere Baustellen hat Gladbach noch – sind die Neuzugänge auch qualitativ eine (Sofort-)Hilfe?
Dabei geht es beispielsweise um die Spitzenverdiener, die zu allem Überfluss wohl auch keine Rolle mehr bei der Borussia spielen werden. Florian Neuhaus ist mit seinen vier Millionen Euro an Jahresgehalt das wohl beste Beispiel, doch auch mit Tomas Cvancara (laut der Sport Bild bei etwa 1,8 Mio. Euro pro Jahr) wird nicht mehr geplant. Dazu gelten mit Joe Scally (etwa 1,5 Mio. Euro) und Giovanni Reyna (etwa zwei Mio. Euro) als Verkaufskandidaten. Sollten gar alle vier noch wechseln, wären demnach jährlich mehr als neun Millionen Euro an Gehalt einzusparen – zuzüglich möglicher Ablösesummen.
Ein weiterer Abgang könnte durch Moritz Nicolas zustandekommen. Der Keeper ist zwar als Nummer eins eingeplant, hat jedoch auch das Interesse anderer vor allem finanziell stärkerer Vereine geweckt. Angebote gab es bis zuletzt laut Schröder zwar keine, doch das kann sich angesichts weiterer anderthalb Monate an Transferfenster natürlich noch ändern.

Als drittes Thema rund um die Kaderplanung führt die Sport Bild ein sogar potenziell gefährliches Thema ein: Die Anzahl der Neuzugänge ist zwar beachtlich, doch haben einige von ihnen noch gar nicht in der Bundesliga selbst oder auf diesem Niveau gespielt. Als Beispiele führt das Blatt unter anderem David Herold, Icas Lidberg und Enzo Leopold auf. Bei ihnen ist noch gar nicht klar, ob und wie früh sie auch regelmäßig helfen können. Intern, so heißt es, werde eine gewisse Entwicklungszeit für diese Neuzugänge bereits eingeplant.
Als die zwei übrigen Baustellen bezieht sich die Sport Bild einerseits auf Eugen Polanski, der das Vertrauen von Schröder ausgesprochen aber zugleich auch klare Handlungsstränge mit auf den Weg gegeben bekommen hat. So soll er beispielsweise auf eine Viererkette setzen und vorrangig offensiven Fußball spielen lassen. Andererseits ist Tim Kleindienst weiterhin ein Thema. Je eher er wieder richtig fit und einsatzbereit ist, desto besser (90min berichtete). Es wird jedoch abzuwarten sein, wie schnell er an seine Leistungen anknüpfen kann, die ihm zum für Gladbach so wichtigen Torjäger gemacht haben.
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