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Gefühlter Neuzugang für Borussia: Anführer meldet sich nach "Scheißsaison" zurück

Nach elf Monaten Verletzungspause meldet sich Tim Kleindienst lautstark und voller Tatendrang zurück auf dem Platz.
Geht im Gladbach-Training schon wieder lautstark voran: Kapitän Tim Kleindienst
Geht im Gladbach-Training schon wieder lautstark voran: Kapitän Tim Kleindienst | Christian Verheyen/GettyImages

Strahlender Sonnenschein, rund 30 Grad und knapp 1.600 neugierige Fans am Trainingsgelände im Borussia-Park: Der Trainingsauftakt von Borussia Mönchengladbach hätte kaum stimmungsvoller ausfallen können. Die Blicke der Anhänger richteten sich dabei natürlich auf die zahlreich erschienenen Neuzugänge, doch ein vertrautes Gesicht stand besonders im Fokus: Tim Kleindienst.

Der Kapitän und torgefährlichste Borusse der Bundesliga-Saison 2024/25 hatte ein absolutes Horror-Jahr hinter sich. Aufgrund einer komplexen Knieoperation im Mai 2025 verpasste der wuchtige Mittelstürmer fast die komplette abgelaufene Spielzeit. Magere drei Kurzeinsätze mit insgesamt gerade einmal sechs Minuten Spielzeit standen am Ende der Saison für ihn zu Buche.

Der Kapitän marschiert direkt wieder vorneweg

Umso bemerkenswerter war der Auftritt des 30-Jährigen beim Start in die Sommer-Vorbereitung. Bereits in der ersten knapp 90-minütigen Trainingseinheit unter Cheftrainer Eugen Polanski war Kleindienst nicht zu überhören und spornte seine Mitspieler lautstark an.

"Das ist jetzt eine ganz andere Situation als im Mai. Da kam ich aus einer Scheißsaison, so deutlich muss man das ja sagen. Jetzt kann ich vom ersten Tag an mittrainieren, darauf habe ich hingefiebert", erklärte der sichtlich erleichterte Kapitän gegenüber der Bild. Im Training selbst bereitet das operierte Knie keine Probleme mehr. "Im Fußball hast du keine Zeit, lange darüber nachzudenken. Du musst handeln, reagieren und Entscheidungen treffen. Genau das gibt dir auch wieder das Vertrauen zurück, dass alles funktioniert."

Sportchef Schröder lobt Kleindiensts Fleiß

Dass Kleindienst pünktlich zum Start wieder voll belastbar ist, ist das Resultat harter Arbeit. "Tim macht einen hervorragenden Job. Er hat während der Urlaubsphase quasi durchgearbeitet und strotzt vor Selbstvertrauen“, lobte Sportchef Rouven Schröder den enormen Trainingseifer seines Anführers gegenüber dem Kicker, kündigte aber gleichzeitig an: "Nach fast einem Jahr Pause muss man an das Thema auch mit der nötigen Sensibilität rangehen und ihn vielleicht auch mal bremsen.“

Dass er nach der monatelangen Zwangspause auch seinen Platz im DFB-Kader und damit die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 verpasste, hat Kleindienst unaufgeregt weggesteckt. "Schade ist es natürlich, aber am Ende weiß man ja auch nicht, ob man gespielt hätte oder nur mitgefahren wäre. Von daher ist alles in Ordnung“, resümierte er sachlich.

Stattdessen liegt der Fokus nun voll und ganz auf dem Comeback bei Borussia Mönchengladbach – und das mit einer klaren Marschroute. "Ich hoffe, dass wir mit den neuen Spielern unsere Spielweise ein Stück weit intensiver machen können. Dass man wieder davon spricht, dass Borussia Mönchengladbach unangenehm ist, dass es schwierig ist, gegen uns zu spielen“, fordert der gefühlte Neuzugang Kleindienst eine bissigere Spielweise der gesamten Mannschaft.


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