Skip to main content

Transferflirt Saibari: Was man wissen muss und warum ein Bayern-Wechsel Sinn macht

Ismael Saibari scheint in den engeren Transferfokus des FC Bayern gerückt zu sein. Warum ein Transfer nach München durchaus Sinn machen würde.
PSV-Star Ismail Saibari steht im Fokus des FC Bayern
PSV-Star Ismail Saibari steht im Fokus des FC Bayern | NurPhoto/GettyImages

Nicht wenige deutsche Fußballfans dürften heute überrascht gewesen sein, als das Transfergerücht um Ismael Saibari von der PSV Eindhoven mit dem FC Bayern München aufkam. Womöglich ist der Name des 25-jährigen marokkanischen Nationalspielers einigen noch nicht geläufig.

Mittlerweile haben sowohl Transfer-Guru Fabrizio Romano als auch Sky-Reporter Florian Plettenberg Gespräche zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem niederländischen Topklub bestätigt.

Doch warum beschäftigen sich die Münchner mit Saibari, und würde ein Transfer überhaupt Sinn machen?

Warum und wann ein Saibari-Transfer Sinn macht

Ismael Saibari gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als potenzieller Ersatztransfer des FC Bayern für Anthony Gordon, da die Münchner im Werben um den Engländer zuletzt das große Nachsehen hatten und der Offensivstar stattdessen von den Tottenham Hotspurs zum FC Barcelona wechselte. Saibari ist jedoch weit mehr als nur ein direkter Ersatz für die geplatzten Gordon-Träume der Münchner und verfügt über ein deutlich breiteres Profil.

Während Gordon auf dem linken offensiven Flügel beheimatet ist, kann der in Spanien geborene Saibari vielseitiger eingesetzt werden. Er agiert am liebsten aus dem Zentrum hinter den Spitzen von wo aus er mit viel Spielfreude gerne aus der Distanz oder bei tiefen Läufen hinter die Kette zum Abschluss kommt.

Zudem muss gesagt sein, dass Gordon der weitaus geradlinigere Offensivspieler ist, während Saibari eher mit dem Spielstil von Jamal Musiala zu vergleichen ist. Er ist ein Kombinationsspieler mit starker Technik und einem Gespür für Pässe in gefährliche Räume. Mit seinen 1,85 m ist Saibari zudem schwer vom Ball zu trennen und weiß seine Physis in Zweikämpfen einzusetzen.

Ismael Saibari
Ismael Saibari | NurPhoto/GettyImages

Dass Transferziel Ismael Saibari weiß, wo das gegnerische Tor steht, beweist er seit Jahren in der niederländischen Eredivisie, wo er auch in der vergangenen Saison großen Anteil am Erfolg von PSV Eindhoven hatte. Der 28-malige Nationalspieler Marokkos erzielte 15 Tore selbst und bereitete weitere acht vor. Damit war Saibari an fast einem Viertel aller Treffer seines Teams direkt beteiligt. Hinzu kommen noch drei Treffer in sieben Einsätzen in der abgelaufenen Champions League-Saison.

Saibari flexibel einsetzbarer Lehrling

Dieser Transfervorstoß des FC Bayern würde auf jeden Fall Sinn machen, denn anders als Anthony Gordon kommt der 25-Jährige aus keiner großen Topliga und dürfte deshalb auch kaum große Ansprüche in Bezug auf einen Platz in der Startelf stellen. Saibari dürfte mit diesem bis dato größten Karrieresprung erst einmal zufrieden sein und sich hinter den deutlich namhafteren Topspielern auf seiner Position einreihen um sich im Schatten dieser Spieler heran zu pirschen. Das vermeidet (hoffentlich) große Spannungen innerhalb des Kaders und ermöglicht es Kompany, den bereits erfahrenen Rohdiamanten nach seinen Vorstellungen weiterzuschleifen.

Ismael Saibari ist ein technisch versiertes Powerhouse mit Zug zum Tor
Ismael Saibari ist ein technisch versiertes Powerhouse mit Zug zum Tor | DeFodi Images/GettyImages

Für den FC Bayern und seine bereits bestens eingespielte Offensivmaschinerie wäre Saibari als Neuzugang ideal: Er könnte aus der zweiten Reihe Druck machen und verfügt dennoch über genug Potenzial, um seine Teamkollegen ernsthaft herauszufordern.

Außerdem wäre der Marokkaner flexibel auf beinahe allen Offensivpositionen einsetzbar und würde daher weitaus mehr Volumen in die Offensive bringen als dies beispielsweise ein Transfer von Anthony Gordon getan hätte. Saibari könnte neben den beiden Flügelpositionen schließlich auch Musiala auf der Zehn oder den aus München scheidenden Leon Goretzka auf der Acht ersetzen. Auch als langfristiger Thronfolger für Serge Gnabry wäre er denkbar.

FC Bayern hat klare finanzielle Limits

Wie unter anderem Florian Plettenberg berichtet, haben die Bayern bei Saibari jedoch klare finanzielle Limits, was angesichts der Unbekanntheit des Offensivspielers auf allerhöchstem Niveau nicht sonderlich verwunderlich ist. Dennoch konnte sich der ehemalige Jugendspieler aus der berühmten Talenteschmiede KRC Genk mittlerweile einen saftigen Marktwert von 40 Millionen Euro aufbauen.

Wenn die Bayern den Transferflirt für eine Summe in diesem Bereich bekommen, wäre er nur halb so teuer wie Anthony Gordon. Das würde einen Wechsel an die Säbener Straße durchaus interessant erscheinen lassen und das finanzielle Risiko wäre kalkulierbar. Verlangt Eindhoven keine Mondpreise für Ismael Saibari, sollte der FC Bayern dieses Thema unbedingt konkretisieren. Laut dem Eindhoven Dagblad liegt die Wunschsumme der Niederländer derzeit bei wohl rund 60 Millionen Euro.


Weitere FC Bayern-News lesen:

Add us as a preferred source on Google