Bislang hat der BVB keinen Sommer-Neuzugang verpflichtet, der 20 Jahre oder älter ist. Mit Justin Lerma, Kaua Prates und Joane Gadou sind drei talentierte Spieler hinzugekommen, jedoch ist völlig unklar, inwiefern diese eine Soforthilfe sein können. Bedenkt man, dass mit Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan erfahrene Spieler den Verein verlassen haben und der Abschied von Karim Adeyemi unmittelbar bevorsteht, steht die sportliche Leitung unter Zugzwang.
BVB-Stars diskutieren über Transfer-Stau
Der zähe Transfer-Sommer soll laut Informationen von Sky auch in der Kabine ein Gesprächsthema sein - und sogar darüber hinaus. "Es soll auch ein paar Spieler geben, die in Japan das Gespräch suchen wollen mit Lars Ricken und Ole Book, um vorzufühlen, wohin es eigentlich geht", erklärte Sky-Reporter und BVB-Experte Patrick Berger.
Insbesondere Führungsspieler wie Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Gregor Kobel, Julian Ryerson und Serhou Guirassy sollen ein großes Interesse daran haben, wie die Kaderplanungen voranschreiten. Sie alle sind ambitioniert und erfolgshungrig und wollen daher abschätzen können, ob der Klub eine schlagkräftige Mannschaft an den Start bringen kann oder nicht.
Lars Ricken hat bereits im Laufe der letzten Saison angekündigt, dass ein Top-Flügelspieler kommen soll. Vor einer Woche verdeutlichte er, dass man noch zwei oder drei gute Transfers tätigen wolle. Zwar bleibt den Verantwortlichen noch bis zum 1. September Zeit, jedoch droht mit jedem Tag ein wenig mehr Unruhe. "Sie haben schon Druck, das merken sie, aber sie geben es nach außen hin nicht wirklich zu", schätzte Berger die Sache ein. Intern soll auch das Brandt-Aus kritisch beäugt werden.
Karetsas-Deal könnte die Gemüter beruhigen
Für eine deutliche Entspannung könnte ein geglückter Deal Konstantinos Karetsas vom KRC Genk sorgen. Der BVB ist sich mit dem 18 Jahre alten Griechen-Juwel einig, jedoch steht eine Einigung mit dem belgischen Klub noch aus. Genk soll 35 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Bonus-Zahlungen fordern, wohingegen die Dortmunder Sky-Informationen zufolge zuletzt ein Angebot von knapp 30 Millionen Euro abgegeben haben. "Das klingt für mich nicht so, als würde das einen Deal-Breaker geben", zeigte sich Berger immerhin hier zuversichtlich.
Karetsas ist zwar ähnlich wie die anderen Neuzugänge noch blutjung, hat aber das nötige Talent, um Julian Brandt auf der Zehn schon jetzt ersetzen zu können. Nachdem Brajan Gruda (RB Leipzig), Nathan De Cat (TSG Hoffenheim) und Kennet Eichhorn (Bayer 04 Leverkusen) allesamt bei anderen Bundesliga-Klubs untergekommen sind, wäre ein Vollzug bei Karetsas ein lange ersehntes Positiv-Zeichen.
Sancho-Deal wohl weiterhin vorstellbar
Ein oder zwei weitere erfahrene Spieler würden dem Team allerdings trotzdem noch guttun. Eigentlich wartet man ja auch noch auf den von Ricken angekündigten Flügelstürmer, der vermutlich die Nachfolge von Karim Adeyemi antreten wird. Sollte der Karetsas-Deal durchgehen, könnte der Name Jadon Sancho wieder höher im Kurs sein. Der Ex-Borusse ist vertragslos und wäre folgerichtig ablösefrei erwerbbar. Bislang deuteten die meisten Indizien darauf hin, dass Dortmund Sancho eher als Notlösung ansieht. Letztlich könnten den Bossen aber sowohl die nötigen Scheine als auch die nötige Zeit fehlen, um Alternativen auf dem Markt zu finden.
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