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Interne Misstöne: Hat der BVB hier einen großen Fehler gemacht?

Borussia Dortmund hat sich nach der abgelaufenen Saison von Julian Brandt verabschiedet. Ein überhasteter Schritt?
Julian Brandt hat Abschied aus Dortmund genommen
Julian Brandt hat Abschied aus Dortmund genommen | Hendrik Deckers/GettyImages

Borussia Dortmund befindet sich im Umbruch. Routiniers wie Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan haben den Verein verlassen und auch Karim Adeyemi steht unmittelbar vor dem Wechsel nach Barcelona. Auf der anderen Seite haben bislang lediglich Spieler den Weg zum BVB gefunden, die noch nicht mal 20 Jahre alt sind.

Joane Gadou, Justin Lerma und Kaua Prates gelten zwar als interessante Talente, jedoch stellt sich die Frage, ob sie dem BVB auch schon in der kommenden Saison helfen können. Die aktuell kursierenden Transferziele wie Konstantinos Karetsas sind ebenfalls noch blutjung.

Interne Brandt-Stimmen beim BVB

Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob es der BVB mit seinem Jugendkurs nicht ein wenig übertreibt und es an erfahrenen Stützen fehlt. Eine solche hätte Brandt jedenfalls weiterhin sein können. Der 29-Jährige hat zwar in den sieben BVB-Jahren nicht ganz das gezeigt, was man sich von ihm erhofft hat, war in Summe aber trotzdem ein Leistungsträger. Intern soll es inzwischen einige Leute geben, die den Abschied von Brandt bedauern. Sky-Reporter Patrick Berger zufolge sagen inzwischen viele: "Hätten wir mit Julian Brandt vielleicht doch noch einmal um ein Jahr verlängert."

Lars Ricken hatte im März erklärt, dass sich Verein und Spieler nach offenen Gesprächen einig gewesen seien, den Vertrag nicht zu verlängern und man mit viel Wertschätzung auseinandergehe. Natürlich gibt es aber auch Argumente dafür, dass man Brandt von einer Verlängerung hätte überzeugen müssen. 127 Scorerpunkte in 307 Pflichtspielen stehen beispielhaft dafür. Die Tatsache, dass Dortmund ohne Brandt keinen spielstarken Zehner mehr besitzt, ebenfalls.

Keine Brandt-Kehrtwende: Karetsas soll der neue Zehner werden

Zwar ist Brandt aktuell noch vereinslos, jedoch ist eine BVB-Kehrtwende wohl ausgeschlossen. Griechenland-Juwel Konstantinos Karetsas soll die Nachfolge von Brandt antreten. Laut Sky-Angaben ist der 18-Jährige die Wunschlösung des Klubs und vor allem von Sportdirektor Ole Book.

Der Youngster ist wohl offen für einen Transfer, jedoch verhandeln der BVB und Genk noch über eine Ablöse, die wohl bei 30 bis 35 Millionen Euro liegen wird. Karetsas gilt als ganz großes Talent, trotzdem schwingt auch ein großes Risiko mit.

Stand jetzt ist noch ziemlich unklar, wie genau das BVB-Team in der kommenden Saison aussehen wird. Mit einem Brandt in der Hinterhand hätte man wohl etwas mehr Ruhe in den Planungen gehabt. Auf der anderen Seite gibt es eben auch Gründe, warum man sich vom 29-Jährigen getrennt hat. In all den Jahren hat Brandt zu wenig Sieger-Mentalität ausgestrahlt und Konstanz vermissen lassen.

Kann man ihn durch ein Top-Talent ersetzen, besteht die Chance, dass langfristig ein echtes Upgrade heranwächst. Dortmund ist in der Position, riskieren zu müssen, um den Bayern überhaupt mal gefährlich werden zu können. Zumal die Transferstrategie ohnehin wieder mehr auf entwicklungsfähigen Spielern liegen soll.


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