Rätsel um diesen Bayern-Star - Sieht Kompany keinen Weg zurück?

Fast zweieinhalb Monate sind seit dem letzten Auftritt von Sacha Boey vergangen. Offiziell fehlt der Rechtsverteidiger erkrankt, jedoch bleiben einige Fragezeichen.
Sacha Boey sorgt für einige Fragezeichen
Sacha Boey sorgt für einige Fragezeichen / NurPhoto/GettyImages
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Vincent Kompany ist eigentlich nicht der Typ Mensch und Trainer, der einen Spieler einfach links liegen lässt. Und doch hat Sacha Boey seit dem 1. November 2025 keine Pflichtspiel-Minute mehr für den FC Bayern absolviert. Eine Tatsache, die immer mehr Fragen aufwirft. Saß Boey im November noch auf der Bank, gehörte er im Dezember und Januar nicht mal mehr dem Kader an. Der offizielle Grund lautete zuletzt, dass Boey ähnlich wie Alphonso Davies krankheitsbedingt aussetzen müsse.

Bedenkt man aber, dass Boey nun schon seit eineinhalb Monaten fehlt, könnte man den Verdacht bekommen, dass mehr im Busch steckt. Laut Informationen des kicker sei auch ein Mangel an Disziplin dafür verantwortlich, dass der Franzose seit knapp zweieinhalb Monaten nicht mehr zum Einsatz kam. Kompany sei zwar immer einer der Supporter des Rechtsverteidigers gewesen, sehe nun aber auch keinen Weg mehr zurück für ihn.

Eklat bei geplanter Einwechslung? Boey soll zu lange gebraucht haben

Doch was soll Boey eigentlich konkret angestellt haben? Laut Informationen der AZ gab es einen Vorfall im Rahmen eines Spiels, in dem Boey eigentlich eingewechselt werden sollte. Der Rechtsverteidiger habe dann jedoch so lange gebraucht, um sich für den Einsatz bereit zu machen, dass Kompany die geplante Einwechslung kurzerhand wieder über den Haufen warf. Dies soll nur eine von mehreren Aktionen gewesen sein, bei denen sich der Spieler Ärger von Kompany eingehandelt hatte. Zu den disziplinarischen Problemen kommt natürlich, dass Boey auch sportlich keineswegs eine wirkliche Hilfe darstellt.

Ein weiteres Problem soll die mangelnde Flexibilität des Akteurs sein, der ausschließlich als Rechtsverteidiger auflaufen kann. "Die Bayern stehen schon seit Jahren auf flexible Spieler, die sie überall einsetzen können. Nur so kann man sich einen vergleichsweise kleinen Kader leisten", sagt Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts Die Bayern-Woche.

Bayern will Boey verkaufen: Kein Abnehmer in Sicht

Die Entscheidung der Verantwortlichen ist wohl einstimmig: Boey soll verkauft werden.

"Wenn ein Spieler den Wunsch hat zu wechseln, muss man darüber sprechen. Es gibt Spieler, bei denen wir sagen: keine Chance – und es gibt andere, bei denen wir gesprächsbereit wären", erklärte Max Eberl im Rahmen der PK, nachdem er auf die Boey-Situation angesprochen wurde.

"Durch die Rückkehr von Hiroki Ito und Alphonso Davies haben wir Außenverteidiger en masse und von hoher Qualität. Dann kann es für den einen oder anderen Spieler schwer werden. Und dann macht es auch Sinn, dass man sich Gedanken macht, sich vielleicht zu verändern", so ein weiteres Statetement mit einem ganz klaren Tenor.

Das Problem bei der Sache ist allerdings, dass es keineswegs ein einfaches Unterfangen ist, den Abwehrprofi zu verkaufen. Die Spur schien auf die Insel zu führen, jedoch zeigte sich Bayern-Insider Christian Falk zuletzt skeptisch. "Bayern versucht weiterhin, Sacha Boey zu verkaufen. Ich habe aber gehört, dass der Wechsel zu Crystal Palace derzeit auf Eis liegt. Sie haben noch kein konkretes Angebot abgegeben, daher wird dieser Transfer im Moment nicht zustande kommen", schilderte er.

Social-Media-Aktivität wirft Fragen auf

Die Problematik, dass Boey aktuell krank fehle, mache die Sache zudem noch schwieriger. Derweil darf weiter gerätselt werden, was hierbei genau Sache ist. Auf dem Instagram-Account von Boey ist es im Übrigen seit Anfang November ruhig. Der Franzose postete zuvor zumindest relativ regelmäßig alle ein bis zwei Wochen einen neuen Beitrag, weshalb die Pause ziemlich ungewöhnlich ist.

Lediglich sein Profilbild hat er mehrmals gewechselt. Ende Dezember sorgte er bei seinen Followern für Aufsehen, weil er plötzlich eine relativ aggressiv wirkende Affengrafik anstelle eines Fotos von ihm verwendete.

Bleibt zu hoffen, dass Boey bald wieder auf dem Platz steht - ob für den FC Bayern oder einen anderen Klub. Anfang der Hinrunde hatte der Neuzugang aus dem Januar 2024 schließlich durchaus mal ordentliche Ansätze gezeigt, nachdem er zuvor aufgrund von Verletzungsproblemen fast durchwegs außen vor war.


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