Der FC Bayern hat nicht viele Positionen im Kader, auf denen wirklich viel Potenzial für Verbesserungen ist. Vieles deutet aber darauf hin, dass die Münchner rechts hinten nochmal nachlegen könnten. Josip Stanisic ist ein ordentlicher Spieler, aber kein Weltklasse-Mann und in Bezug auf Konrad Laimer gibt es viele Fragezeichen, was eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus angeht. Zudem hat auch der Österreicher als gelernter Mittelfeldspieler immer wieder Probleme beim Stellungsspiel.
Der Verdacht liegt aber nahe, dass der Rechtsverteidiger-Markt nicht gerade üppig bestückt ist. Uli Hoeneß hat im Interview mit DAZN angemerkt, dass Achraf Hakimi sein PSG-Wunschspieler für den FC Bayern sei. Der Marokkaner ist aber realistisch betrachtet nicht zu bekommen.
Wir werfen einen Blick auf potenzielle Transferziele für hinten rechts, die auch realisierbar sein könnten. Dabei wird klar: Der Markt bietet durchaus Optionen, die Laimer ersetzen könnten.
6 Rechtsverteidiger-Optionen für den FC Bayern im Ranking
6. Tino Livramento

Das ein oder andere Gespräch dürften die Bosse von Newcastle United und Bayern München ohnehin führen, wenn es um einen möglichen Transfer von Anthony Gordon geht. Dabei hat Newcastle mit Tino Livramento einen weiteren Spieler, der den Bayern gut zu Gesicht stehen könnte.
Der 23-Jährige hat eine gebrauchte Saison mit einer Knie- und einer Oberschenkelverletzung erwischt, jedoch könnte genau das eine Chance für die Bayern bieten.
Top-Klubs wie der FC Arsenal, FC Liverpool und Manchester United wurden bereits mit Livramento in Verbindung gebracht. In Bezug auf den FC Bayern ist es noch eher ruhig.
Dies könnte daran liegen, dass ihm ein wenig die Offensivstärke fehlt. Vier Scorer in 103 Spielen für die Magpies ist wirklich eine dürftige Bilanz. Der englische Nationalspieler hat allerdings athletisch sehr viel zu bieten und ist ein exzellenter Verteidiger in Eins-gegen-Eins-Duellen. Auch in Sachen Ballsicherheit und Passstärke kann er auf Top-Niveau mithalten.
5. Pedro Porro

Vor wenigen Jahren galt Pedro Porro als ganz heiße Aktie. Mit seinem Wechsel zu Tottenham hat sich der inzwischen 26 Jahre alte Spanier aber wohl keinen Gefallen getan. Zwar ist er bei den Spurs Stammspieler, jedoch spielt der Insel-Klub eine ganz miese Saison und auch Porro konnte zuletzt nicht so richtig überzeugen.
Sollte Tottenham tatsächlich absteigen, gäbe es natürlich eine große Chance für andere Teams, den ein oder anderen Profi abzustauben. Für die Bayern könnte dann vor allem Pedro Porro interessant werden, wenngleich es diesbezüglich in den letzten Jahren maximal lose Gerüchte gab.
Porro ist ein technisch sehr versierter Außenverteidiger, der genaue Pässe und gefährliche Flanken schlagen kann. Zudem liegen ihm auch Pressing-Situationen. Den nötigen Speed für den FC Bayern bringt er auch mit.
In Sachen Zweikampfhärte ist der 16-malige spanische Nationalspieler allerdings kein großes Kaliber. Nicht immer gelingt es Porro, seine Seite wirklich dicht zu halten.
4. Michael Kayode

Der 21 Jahre alte Italiener kickt seit Sommer 2025 für den FC Brentford und ist dort ein absoluter Stammspieler und Leistungsträger. Laut Transfer-Insider Graeme Bailey soll sich deswegen auch der FC Bayern mit ihm befassen. Bei einem Marktwert von knapp 30 Millionen Euro wäre ein Transfer vorstellbar, jedoch werden auf der Insel ja gerne höhere Preise aufgerufen - und auch die Top-Klubs der Premier League sollen ein genaueres Auge auf Kayode geworfen haben.
Der Youngster ist äußerst dynamisch und athletisch und trotz seines noch jungen Alters stark und resolut in den Zweikämpfen. Manchmal agiert er dabei aber zu übereifrig. Der laufstarke und explosive Rechtsverteidiger sucht gerne den Weg nach vorne, jedoch fehlt es ihm hier noch an der nötigen Effizienz. Seine Flanken und Zuspiele müssten jedenfalls noch genauer werden.
Kayode ist aber noch jung und hat alle Möglichkeiten, zur Elite-Klasse der Rechtsverteidiger aufzusteigen.
3. Marco Palestra

Auch Marco Palestra wurde bereits mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht - und zwar im Winter von Transfer-Experte Ekrem Konur. Zwar hat sich dieser noch nicht als sonderlich verlässliche Quelle entpuppt, jedoch wäre Palestra durchaus ein möglicher Kandidat in München.
Der 21-Jährige ist aktuell als Leihprofi für Cagliari aktiv, gehört aber Atalanta Bergamo, wo er noch bis 2029 Vertrag hat. Dies könnte einen Deal schwierig machen, zumal auch der FC Liverpool am Italiener dran sein soll.
Palestra besticht durch sein Tempo, seine sehr ordentliche Technik und seine Offensivstärke. Auch auf dem Weg nach hinten kann er mit einer Zweikampfquote von 61 Prozent in der laufenden Serie-A-Saison überzeugen.
Ein wenig muss Palestra noch reifen und in Pressing-Situationen am Ball sicherer agieren, doch könnte er auch jetzt schon beim FC Bayern um einen Stammplatz kämpfen.
2. Wesley

Ein weiterer spannender Rechtsverteidiger aus der Serie A ist der Brasilianer Wesley. Der 22-Jährige spielt aktuell für AS Rom und hat in der italienischen Hauptstadt einen Vertrag bis 2030. Der FC Bayern soll Wesley im Rahmen der Klub-WM beobachtet haben, ehe dieser von Flamengo nach Rom wechselte.
Dort ist Wesley sofort zum Stammspieler aufgestiegen und hat in der laufenden Saison mit fünf Toren seine Offensivstärke unter Beweis gestellt. Inzwischen durfte er auch schon sechs Partien für die Selecao bestreiten.
Wesley ist enorm schnell, stark im Dribbling, aggressiv im Pressing und erinnert diesbezüglich ein wenig an Marcelo. Dennoch muss man aber auch anmerken, dass er noch lange kein Marcelo ist. Dafür macht er noch zu viele Fehler im Stellungsspiel und auch bei seinen Flanken oder beim letzten Pass in die Spitze fehlt es gelegentlich an Konzentration und Genauigkeit.
Mit seinen 22 Jahren ist er aber noch entwicklungsfähig und gehört durchaus zu den spannendsten Rechtsverteidigern in Hinblick auf die Zukunft.
1. Givairo Read

Der 19 Jahre alte Rechtsverteidiger von Feyenoord Rotterdam dürfte zu den ersten Kandidaten der Bayern gehören. In den letzten Monaten gab es jedenfalls regelmäßig Berichte bezüglich eines Interesses der Münchner.
Der junge Niederländer würde wohl rund 35 Millionen Euro kosten, jedoch besteht auch die Gefahr, dass Manchester City die Münchner im Poker ausstechen könnte. Grundsätzlich würde Read sehr gut zum FC Bayern passen, weil er entwicklungsfähig ist und mit seiner Schnelligkeit, Offensivstärke und seinen Fähigkeiten im Pressing den Kompany-Fußball umsetzen könnte.
In der laufenden Saison hatte Read mit einer langwierigen Muskelverletzung zu kämpfen, stand sonst aber regelmäßig in der Startelf. Bemerkenswert ist auch, dass er in 52 Pflichtspielen für Feyenoord schon 16 Scorer markieren konnte.
Ob Read auf Anhieb den Durchbruch in München schaffen würde, sei mal dahingestellt, perspektivisch könnte er aber zum Weltklasse-Rechtsverteidiger heranreifen.
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