Grenzenloser Jubel bei Paris Saint-Germain und in der französischen Hauptstadt. Das Team von Cheftrainer Luis Enrique konnte seinen Titel aus dem Vorjahr in der Champions League verteidigen und gewann nun zum zweiten Mal in Folge die europäische Krone des Spitzenfußballs.
Die Partie war zumindest in Sachen Ergebnis durchaus eng. Die Franzosen kamen erst im zweiten Durchgang per Strafstoß zum Ausgleich und glichen die frühe Führung des FC Arsenal durch Kai Havertz aus.
Weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung fand sich ein Sieger, sodass letztlich das Elfmeterschießen herhalten musste, um einen Gewinner zu ermitteln. Dort behielt der Titelverteidiger die Nerven und feierte nach dem zweiten verschossenen Elfmeter der Gunners den zweiten Königsklassen-Titel der Vereinsgeschichte.
Enges Ergebnis aber große PSG-Dominanz
Auch wenn der Spielverlauf und das Ergebnis einen engen Schlagabtausch vermuten lassen, zeigen die Statistiken der Partie eine deutliche Sprache: Der französische Meister dominierte in nahezu allen Kategorien und darf sich deshalb auch als verdienter Sieger betrachten.
Um die große Dominanz der frisch gebackenen Titelverteidiger zu verdeutlichen, genügt eigentlich schon ein Blick auf den Ballbesitz: Mit 75 Prozent spricht die Statistik eine deutliche Sprache pro Paris. Arsenal beschränkte sich auf Reagieren statt Agieren und wollte mit seinen 25 Prozent Ballbesitz vor allem gefährliche Nadelstiche landen, was den Gunners auch immer wieder gelang – nur wurden diese Angriffe eben nicht vollendet.

Auch beim XGoals-Wert lag PSG weit vorne. Dem Wert von 1,72 der Pariser steht der Wert von 0,51 des FC Arsenal gegenüber. 21 Torschüsse flogen auf den Kasten von Arsenal-Keeper David Raya. Die Gunners schossen hingegen nur sieben Mal auf das Tor der Franzosen. Zudem stand es nach Spielende auch in puncto Eckbälle 11:3 für PSG.
Auch mit dem Spielgerät präsentierte sich PSG deutlich überlegen und brachte 91 Prozent seiner insgesamt 889 Zuspiele an den Mann. Arsenal, das deutlich weniger Ballbesitz hatte, konnte nur 69 Prozent seiner 285 Zuspiele anbringen und sah sich zudem häufiger Kontern der Pariser ausgesetzt. So wurde vor allem auch Bradley Barcola nach seiner Hereinnahme immer wieder brandgefährlich.
Nicht nur mit sondern auch gegen den Ball zeigte Paris deutlich mehr Biss als der englische Kontrahent: Insgesamt gewann der französische Hauptstadtverein 54 Prozent seiner Zweikämpfe und 58 Prozent seiner Luftduelle.
PSG verdienter Titelverteidiger
Das Endergebnis war zwar letztlich unheimlich knapp, spiegelte aber nicht die Überlegenheit der Franzosen wider. PSG darf sich am Ende durchaus verdient als Titelverteidiger feiern lassen und der FC Arsenal muss sich wohl vorwerfen lassen, dass man insgesamt zu wenig für den eigenen Erfolg getan hat.
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