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Transfer

Interesse von Real, Barça und United: Leicester bald zu klein für Tielemans?

Guido Müller
Denker und Lenker bei den Foxes: Youri Tielemans
Denker und Lenker bei den Foxes: Youri Tielemans / Justin Setterfield/Getty Images
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Nach Informationen des italienischen Transfer-Experten Fabrizio Romano (via as.com) steht Youri Tielemans bei einer Reihe europäischer Big Shots auf dem Zettel. Neben Manchester United und dem FC Barcelona soll auch Real Madrid seine Fühler nach dem belgischen Nationalspieler in Diensten des englischen Pokalsiegers Leicester City ausgestreckt haben.


Bei der vergangenen EURO2020 war Belgien, wie schon in den Jahren zuvor, einer der großen Favoriten auf den Titel. Dass es für die Roten Teufel am Ende wieder nicht gereicht hat, lag sicherlich nicht an Youri Tielemans.

Mit dem 24-Jährigen auf dem Platz (nur im letzten unbedeutenden Gruppenspiel gegen Finnland schonte ihn Trainer Roberto Martínez) gewann Belgien bis zum Viertelfinale alle seine Spiele. In der Runde der letzten Acht, gegen Italien, wurde der vielseitige Mittelfeldspieler ergebnisbedingt (man lag 1:2 hinten) gegen Dries Mertens ausgewechselt.

Dennoch zeigte Tielemans bei der Europameisterschaft das ganze Repertoire seines Könnens. Vor allem zeichnet den zentralen Mittelfeldspieler, der sowohl als Sechser als auch als Zehner agieren kann, eine unglaubliche Ruhe am Ball und eine gute Spielübersicht aus. Qualitäten, die ihn auch für die Crème de la crème des europäischen Fußballs interessant machen.

Pogba-Nachfolger bei Man United?

Neben den beiden spanischen Giganten soll auch Manchester United stark an seiner Verpflichtung interessiert. Dafür müsste aber wohl vorher Platz geschaffen werden.

Paul Pogba
Paul Pogbas Zukunft bei den Red Devils bleibt weiterhin ungeklärt / Chris Brunskill/Fantasista/Getty Images

Sollte Paul Pogba seinen im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag mit den Red Devils nicht verlängern und den Klub verlassen, sei Tielemans eine der ersten Optionen auf die Nachfolge des Franzosen.

Doch preiswert wird der Deal für keinen der Prätendenten. Denn noch bis 2023 steht der Belgier mit kongolesischen Wurzeln bei den Foxes unter Vertrag. Und dass er auch mit einem eher zur Mittelschicht der Premier League zu zählenden Klubs Erfolg haben kann, unterstrich Tielemans im diesjährigen FA-Cup-Finale gegen Tuchels FC Chelsea.

Im Finale von Wembley schoss der Belgier nämlich das Goldene Tor - und zeigte bei seinem Jubel, Klopfer an die vom Vereinslogo gezierte Brust inklusive, seine Verbundenheit mit dem Klub aus den East Midlands.

Youri Tielemans
Schoss das Goldene Tor im diesjährigen FA-Cup-Finale: Youri Tielemans / Pool/Getty Images

Überhaupt war der traditionsreiche Pokalwettbewerb "sein" Metier im vergangenen Jahr. Erst ab der Dritten Runde berücksichtigt, steuerte Tielemans in den fünf Runden vor dem Finale insgesamt vier Scorerpunkte bei und hatte somit ganz entscheidenden Anteil am ersten Titel von Leicester City seit der sensationellen Meisterschaft vor fünf Jahren.

Leicester will Tielemans über 2023 hinaus halten

Nicht wirklich überraschend, dass die Foxes mit ihrem Juwel unbedingt verlängern möchten. Doch die Verhandlungen stocken zur Zeit - was wiederum erwähnte Großklubs auf den Plan ruft. Der aktuelle Marktwert des Spielers wird zur Zeit auf 55 Millionen Euro taxiert.

Neben rein sportlichen Qualitäten bringt Tielemans auch eine für sein Alter ungewöhnliche Reife mit. Schlagzeilen von nächtlichen Eskapaden oder anderen außersportlichen Extravaganzen wird man von ihm selten bis gar nicht lesen.

Zukunft als Trainer

Dazu ist Tielemans viel zu sehr Fußball-Profi. Wie ernst der Belgier seinen Beruf nimmt, beweist schon der Umstand, dass er sich seine Spiele regelmäßig vor dem heimischen TV noch einmal anguckt und analysiert.

Youri Tielemans, Brendan Rodgers
Für Leicester-Trainer Rodgers ist Tielemans der wichtigste Ansprechpartner im Kader der Foxes / Michael Regan/Getty Images

Nicht umsonst gilt er bei Leicester als verlängerter Arm von Trainer Brendan Rodgers. Zudem soll er schon einige Male kommentiert haben, nach seiner aktiven Zeit als Spieler die Laufbahn des Trainers einzuschlagen.

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