Wirbel um Benzemas WM-Aus: Berater erhebt Vorwürfe gegen Deschamps

Dominik Hager
Karim Benzema und dessen Berater sorgen für Wirbel
Karim Benzema und dessen Berater sorgen für Wirbel / Gonzalo Arroyo Moreno/GettyImages
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Karim Benzema verpasste das WM-Turnier aufgrund einer Verletzung im Vorfeld der Veranstaltung. So wirklich zu vermissen schien den Real-Angreifer, der im Team nicht sonderlich beliebt gewesen sein soll, aber niemand. Nun sorgt sein Berater Karim Djaziri für Schlagzeilen, der angab, dass der Torjäger ab dem Viertelfinale wieder einsatzbereit gewesen wäre.


Selbst mehr als eine Woche nach dem WM-Finale zwischen Argentinien und Frankreich hält der Wirbel um Karim Benzema an, der jüngst seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hatte. Grund dafür sind aktuell die Aussagen des Beraters. Dieser twitterte einen Untersuchungsbericht von Benzemas zwischenzeitlich verletztem Muskel und behauptete, dass sein Klient bereits im Viertelfinale wieder hätte mitmischen können.

"Ich poste das hier, aber vorher habe ich drei Spezialisten konsultiert, die die Diagnose bestätigen, dass Benzema ab dem Viertelfinale wieder fit genug gewesen wäre, um zumindest auf der Bank zu sein", schrieb Berater Djaziri. Daraufhin ließ er eine Frage folgen, die wohl in Richtung von Didier Deschamps gehen soll. "Warum hast du ihn gebeten, so schnell abzureisen?"

Klar ist, dass Benzema bereits vor dem WM-Finale wieder bei einem Testkick für Real Madrid mitwirkte. Vergleicht man den Fall Sadio Mané mit dem von Benzema erkennt man schon ganz gut, welch unterschiedliches Standing die beiden Weltstars in ihren Nationalteams haben. Deschamps soll ein sehr angespanntes Verhältnis zu Benzema haben und lehnte eine mögliche Rückkehr des Ballon d‘Or-Gewinners während des Turniers strikt ab.

Benzema-Berater knöpft sich Co-Trainer vor: "Lügen Sie weiter, die Wahrheit kommt heraus"

Der Benzema-Berater nahm sich zudem Co-Trainer Guy Stéphan vor, der in einer Art Tagebuch den Ablauf von Benzemas verletzungsbedingter Abreise beschrieben hatte. "Nicht zwei, drei Tage gewartet zu haben, um die Diagnose zu bestätigen, ist berufliches Fehlverhalten oder Schlimmeres von seiner Seite", schimpfte Djaziri. Sein Klient konnte schließlich "eine Woche nach seinem Abgang das Training wieder aufnehmen" und "vier Tage später in einem Freudschaftspiel von Real Madrid spielen". Demnach sei es unverständlich, dass Benzema nicht an der WM teilnehmen konnte. "Aber lügen Sie weiter, die Wahrheit kommt raus", drohte er dem französischen Co-Trainer.

Benzema selbst goss ebenfalls Öl ins Feuer. Der Stürmer entfolgte nach seinem Rücktritt aus dem Nationalteam fast allen Teamkollegen und postete eine kryptische Botschaft. "Wenn du es dir anschaust, dann weißt du es", so der Franzose. Es erscheint durchaus möglich, dass er dabei auf den veröffentlichten Untersuchungsbericht anspielte.


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