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Wie Kingsley Coman seine Hinrunde beim FC Bayern bewertet

Dominik Hager
Kingsley Coman hat eine mäßige Hinrunde gespielt
Kingsley Coman hat eine mäßige Hinrunde gespielt / BSR Agency/GettyImages
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Kingsley Coman hat eine sehr holprige Hinrunde mit dem FC Bayern hinter sich. Der Außenbahnspieler wurde von Sperren, Verletzungen und Formdellen zurückgeworfen und büßte in der Hierarchie der Münchner Offensive mehrere Positionen ein. Im Interview mit dem kicker hat er zu seinen Leistungen Stellung bezogen und sich auch über die WM geäußert.


Abgesehen von einem grandiosen Auftritt gegen den VfL Bochum, bei dem Kingsley Coman vier Scorer erzielt hat, kam vom französischen Flügelspieler äußerst wenig. Meist war der 26-Jährige nur Ergänzungsspieler und wusste in seiner begrenzten Einsatzzeit kaum zu überzeugen. Es war deutlich zu sehen, dass es ihm an Spritzigkeit und Selbstvertrauen mangelte. Zwei Faktoren, die für seine Tempo-Dribblings unerlässlich sind.

Im Interview mit dem kicker hat sich der Bayern-Star nun zu seinen Leistungen geäußert. "Ich habe nicht schlecht gespielt, aber auch nicht überragend", resümierte er, zeigte sich aber überzeugt davon, dass er seine Erwartungen selbst bald wieder erfüllen kann.

Das Wichtigste sei für ihn nur, körperlich fit zu sein. "Ich weiß, wenn ich fit bin, kann ich der Mannschaft viel geben", zeigte er sich selbstbewusst. Nun brauche er aber auch "Rhythmus und Vertrauen", damit er wieder durchstarten kann. Als Einwechselspieler bekomme man schließlich auch "in der kurzen Zeit nicht so viele Bälle".

Angesichts der noch langen Saison, möchte Coman jedoch ruhig bleiben.

Coman fährt mit Frankreich nach Katar: "Vielleicht meine letzte WM"

Der nächste Step für Kingsley Coman wird die Reise zur WM nach Katar sein. Der Münchner kann von Glück sprechen, dass er trotz seiner mäßigen Leistungen in der Hinrunde den Sprung in den Kader der Les Bleus geschafft hat. Angesichts der Tatsache, dass er die WM 2018 verletzungsbedingt verpasst hat, bedeutet ihm die Teilnahme viel.

"Es wird meine erste und vielleicht auch letzte WM, denn im Fußball weiß man nie. Ich bin jetzt 26, vielleicht bin ich mit 30 zwar besser, aber körperlich nicht mehr auf dem Höhepunkt", erklärte Coman. Seine Zweifel sind verständlich, wenn man seine Verletzungshistorie ansieht. Zudem hat Frankreich eine solch gewaltige Auswahl, dass echte Kaliber immer wieder außen vor bleiben.

Der Anspruch des Bayern-Stars in Katar ist es jedoch, nicht nur dabei zu sein, sondern auch regelmäßig zu spielen. Dies wird gar nicht so einfach. Coman sieht das Problem darin, dass Frankreich in den letzten Spielen mit zwei Stürmern und einem Zehner agiert hat. Für ihn bliebe nur die Position des Schienenspielers. Dies könne er zwar machen, sei aber nicht "die Lieblingsposition".

Der Außenbahnspieler weiß, dass er "vermutlich der Falsche" sei, wenn Deschamps jemanden möchte, "der gut verteidigen kann". Coman hofft daher auf ein 4-3-3-System, das ihm "mehr entgegen kommen" würde. Selbst bei einem 4-3-3 sei aber gesagt, dass es für Coman angesichts der Konkurrenz von Mbappé und Dembélé schwierig werden würde.


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