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Werder Bremen

Werder muss beim Poker mit Führungs-Trio zittern

Yannik Möller
Es geht auch um die Zukunft von Ömer Toprak
Es geht auch um die Zukunft von Ömer Toprak / Stuart Franklin/GettyImages
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Neben der Möglichkeit für Winter-Verstärkung bleiben die auslaufenden Verträge von Ömer Toprak, Jiri Pavlenka und Milos Veljkovic ein wichtiges Personal-Thema bei Werder Bremen. Dem Verein droht das große Zittern über den Frühling hinaus.


Während sich Werder bei potenziellen Verstärkungen auf dem Winter-Transfermarkt noch etwas schwer tut, gibt es aber auch beim bereits vorhandenen Personal noch viel Arbeit zu erledigen. Der Fokus liegt dabei auf einem Trio aus Führungsspielern, deren Verträge allesamt zum Saisonende auslaufen.

Heißt: Stand jetzt werden Milos Veljkovic, Ömer Toprak und Jiri Pavlenka den Klub im Sommer verlassen. Bremen möchte natürlich möglichst früh Gewissheit bei diesen wichtigen drei Personalien haben. Doch von diesem Wunsch kann sich der Klub wohl verabschieden. Viel eher dürfte damit zu rechnen sein, dass Entscheidungen noch einige Wochen, wahrscheinlich sogar den ein oder anderen Monat entfernt liegen.

"Wir werden uns darum kümmern, aber nicht wöchentlich Updates geben. Es ist ein wichtiges Thema und wir werden jetzt Gespräche führen", stellte Clemens Fritz bei Bild in Aussicht. Der Leiter des Profi-Fußballs bei Werder moderiete zuletzt auch führend die aktuellen Gedankenspiele zwecks möglicher Zu- und Abgänge.

Liga-Zugehörigkeit als Knackpunkt für Pavlenka und Co.

Der Knackpunkt: das Trio wird wissen wollen, ob Bremen zur neuen Saison wieder in der Bundesliga spielt, oder ob mindestens ein weiteres Jahr in Liga zwei bevorsteht. Das macht eine möglichst frühzeitige Planungen für die Verantwortlichen sehr schwer.

Bei Veljkovic hat Sport-Geschäftsführer Frank Baumann bereits erste Ideen vorangetrieben. Im Sinne einer baldigen Entscheidung, die Planungssicherheit bringen würde, hat er dem Innenverteidiger einen zweigleisigen Vertrag angeboten (via Bild). Ein Vertrag, der sich auf beide Ligen bezieht, mit jeweils entsprechenden Gehaltszahlungen im Falle einer Verlängerung.

Durchaus denkbar, dass ein solches Modell demnächst auch Toprak und Pavlenka vorgelegt wird. So wüssten die Spieler zumindest gehaltstechnisch, was ihnen bevorstehen würde - auch wenn die Liga-Zugehörigkeit noch offen bleibt.

Jiri Pavlenka
Pavlenka hat keine Lust auf noch mehr Liga zwei / Alexander Hassenstein/GettyImages

Letzterer Punkt ist aber ein elementarer für Torwart Pavlenka. Zuletzt hatte er unmissverständlich erklärt: "Ganz ehrlich - ich kann mir nicht vorstellen, noch ein Jahr in der 2. Liga zu spielen. Wir waren sehr glücklich in Bremen, jetzt ist es etwas schwieriger. Bremen ist eine geile Stadt mit geilen Fans. Aber leider ist die Situation durch den Abstieg nicht einfach."

Es zeichnet sich eine gewisse Schwierigkeit ab, was die Absicherung der Zukunft des Trios betrifft. Auf einen Verbleib aller drei kann Werder wohl nur im Falle des Aufstiegs hoffen. Und selbst dann wäre dieses Szenario längst nicht gewiss. So wird die Bremer Führung noch einige Wochen zittern müssen, ehe sich ein halbwegs klares Bild abzeichnet.


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