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Werder Bremen plant weiter mit Johannes Eggestein - ein Wechsel darf trotzdem nicht ausgeschlossen werden

Johannes Eggestein
Wieder nur eine Randfigur: Macht Johannes Eggestein den Abflug? | DeFodi Images/Getty Images

Nach einem zwischenzeitlichen Hoch ist Johannes Eggestein wieder abgestürzt. Laut Werder-Sportchef Frank Baumann planen die Bremer weiter mit dem Angreifer, bloß ist fraglich, ob Florian Kohfeldt dieser Maßgabe Folge leistet. Stattdessen könnte Eggestein doch abgegeben werden - und entweder einen letzten Anlauf wagen oder gar den endgültigen Abflug machen.

Während Bruder Maximilian auch in dieser Saison Stammspieler war, musste sich Johannes Eggestein mit einem Platz auf der Bank respektive der Tribüne zufriedengeben. Noch in der Saison 2018/19 schien der 22-jährige Flügelspieler den Durchbruch geschafft zu haben, in 23 Bundesliga-Spielen sammelte er sechs Scorerpunkte, durchbrach zudem die Marke von 1.000 Einsatzminuten. In der frisch abgelaufenen Spielzeit, in der sich Werder Bremen erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim retten konnte, war Eggestein jedoch außen vor. Mal wieder.

Wir planen weiter mit ihm.

Baumann über Jojo Eggestein

Nur knapp 500 Bundesliga-Minuten stehen auf der Uhr, nur 14 Mal wurde er von Trainer Florian Kohfeldt eingesetzt. Zum Re-Start durfte er noch einmal gegen Bayer Leverkusen ran, anschließend wurde er aus dem Kader gestrichen. "Das hatte mit Leistungen zu tun und mit der Kaderzusammensetzung", erklärte Kohfeldt im Mai. Hätte Frank Baumann gegenüber dem Weser-Kurier also verkündet, dass 'Jojo' auf der Streichliste steht, wäre wohl kaum jemand überrascht gewesen. Doch der Sportchef ließ das Gegenteil verlauten, sagte: "Wir planen weiter mit ihm."

Ein Wechsel darf nicht ausgeschlossen werden

"Wir haben immer unsere Wertschätzung für Jojo ausgedrückt", so Baumann weiter, "aber natürlich war er nicht zufrieden damit, dass er nicht im Kader stand." Deshalb dürfte Eggestein seine Zukunft an der Weser auch überdenken. Bis 2022 läuft sein Vertrag, doch es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Wege bereits in diesem Jahr trennen - denn der Verein ist knapp bei Kasse. "Keiner ist unverkäuflich", erklärte Baumann gegenüber dem kicker - das gilt auch für Eggestein.

Frank Baumann
Werder Bremen ist auf Spielerverkäufe angewiesen. Frank Baumann muss deshalb genau überlegen, wer in der neuen Saison zum Kader gehören soll. | DeFodi Images/Getty Images

Bei einem passenden Angebot dürfte keiner der Verantwortlichen zögern. Auch Eggestein dürfte sich nicht gegen einen Wechsel wehren, solange die Perspektive stimmt. Eine Alternative wäre ein Leih-Transfer. Dann könnte er im kommenden Jahr einen allerletzten Versuch in Bremen wagen - oder seine Segel endgültig streichen. Ein "Weiter so" darf es für ihn - parallel wie für den Klub - aber nicht geben. Seine Entwicklung muss in Fahrt kommen, wenn er sein Versprechen im Profi-Fußball doch noch einlösen will.