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Werder Bremen

Beuteschema deutsche Spieler: Die Idee hinter Werders Transfertaktik

Jan Kupitz
Bei Werder setzt man auf deutsche Spieler
Bei Werder setzt man auf deutsche Spieler / Martin Rose/Getty Images
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Der SV Werder Bremen hat sich nach dem Abstieg darauf konzentriert, vorrangig deutsche Spieler zu verpflichten. Clemens Fritz verrät, was dahinter steckt.


Alles neu am Osterdeich: Nach dem bitteren Gang ins Unterhaus musste der Kader der Grün-Weißen kräftig umgekrempelt werden, zudem wurde mit Markus Anfang ein neuer Trainer installiert. Um den Umbruch so unkompliziert wie möglich zu halten, besann man sich beim SV Werder darauf, vor allem deutsche Spieler an Bord zu holen.

Mit Marvin Ducksch, Mitchell Weiser, Nicolai Rapp, Anthony Jung und Lars Lukas Mai sind gleich fünf der sechs externen Neuzugänge deutscher Nationalität - lediglich Roger Assalé (Elfenbeinküste) passt hier nicht ins Beuteschema.

Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, erklärte gegenüber der Bild, dass hinter den Transfers eine Idee steckt: "Die Sprache war ein Aspekt. Mit dem Thema haben wir uns beim Scouting in Abstimmung mit Markus beschäftigt."

Marvin Ducksch
Marvin Ducksch kennt die Liga und die Sprache / Selim Sudheimer/Getty Images

Eine Rolle hierbei spielte auch, dass die meisten Transfers erst kurz vor dem Ende der Transferperiode fix gemacht wurden - die Vorbereitung absolvierten sie daher nicht beim Anfang-Team. "Weil die Mannschaft erst spät zusammengestellt werden konnte, war der Faktor umso wichtiger. Die Herausforderung wäre noch größer, wenn viele Spieler mit unterschiedlichen Sprachen zu uns gestoßen wären", weiß Fritz zu berichten.

Während unter Florian Kohfeldt häufig auch auf Englisch geswitcht wurde, soll nun vorrangig Deutsch gesprochen werden, um Anfangs Ideen der Mannschaft bestmöglich einimpfen zu können.

Ein Muss sind die Sprachkenntnisse allerdings nicht, wie Frank Baumann ergänzen möchte: "Das haben wir natürlich schon immer im Hinterkopf. Aber es ist kein Hauptkriterium. Es geht darum, welche Fähigkeiten der Spieler mitbringt und wie er in den Kader passt."

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