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VfB Stuttgart

VfB-Angebot abgelehnt: Kempf steht vor einem Abgang - Sosa bestätigt DFB-Gedanken

Tal Lior
Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Anfangs signalisierte Marc Oliver Kempf dem VfB Stuttgart, dass er bleiben möchte. Die Schwaben taten mit der Einreichung einer finanziell lukrativen Offerte dasselbe. Nach einer langen Wartezeit hat der 26-jährige Abwehr-Chef der Stuttgarter nun offiziell auf das Angebot reagiert.

Gegenüber den Stuttgarter Nachrichten gab VfB-Sportdirektor Sven Mislintat bekannt, dass Kempf das Angebot zur Verlängerung seines Vertrags abgelehnt hat: "Wir haben ein Angebot abgegeben, bei dem es schwierig ist, es nochmal zu verbessern. Die Agentur von Kempfi und Kempfi selbst haben, Stand jetzt, entschieden, dieses Angebot nicht anzunehmen."

Kempf steht beim VfB noch bis Sommer 2022 unter Vertrag und kann laut Mislintat den Klub für eine festgeschriebene Ausstiegsklausel im zweistelligen Millionenbereich verlassen. "Stand jetzt läuft es darauf hinaus, dass der Kempfi spätestens ab 30.6.2022 nicht mehr unser Spieler ist", so der Kaderplaner.

Borna Sosa bestätigt DFB-Gedanken

Derweil hat sich Borna Sosa nach dem gestrigen Sieg seiner Mannschaft gegen den FC Augsburg zu seiner Nationalmannschaftssituation geäußert. Im Interview mit einem Korrespondenten der Bundesliga bestätige er Gespräche mit dem DFB nach seiner Einbürgerung.

"Ich hatte Kontakt mit Oliver Bierhoff, wir haben über die EM und die Möglichkeit eines Engagements für die deutsche Nationalmannschaft gesprochen", sagte der 23-jährige gebürtige Kroate. Als er gefragt wurde, ob die Möglichkeit für eine DFB-Nominierung für die kommende Europameisterschaft besteht, sagte er: "Ja, es gibt diese Möglichkeit."

Der kroatische Fußballverband hat diese Entwicklung natürlich ebenfalls mitbekommen. Nationaltrainer Zlatko Dalić meldete sich dazu offiziell zu Wort: "Wir verfolgen regelmäßig die Leistungen von Borna Sosa im Verein und er gehört definitiv zu den Kandidaten für die kroatische A-Nationalmannschaft."

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Zlatko Dalic kämpft um Sosa / OZAN KOSE/Getty Images

Zugleich zeigte der Final-Trainer aus der WM 2018 Verständnis für die Gedanken Sosas: "Wir erwarten, dass Sosa seine guten Leistungen in Stuttgart fortsetzt und noch näher an den A-Kader heranrückt. Natürlich hat jeder Spieler das Recht, seine Nationalmannschaft zu wählen, wenn diese Optionen zur Verfügung stehen."

Kroatien könnte Sosas Dienste genauso gut gebrauchen wie Deutschland. Allerdings könnte die Tatsache, dass er noch nie für die A-Mannschaft auflaufen durfte, schlimme Folge für das kleine Land haben.

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