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Bundesliga

Stimmen zum Derby: BVB feiert "Maschine" Haaland, Schalke will nicht aufgeben

Stefan Janssen
Feb 21, 2021, 9:55 AM GMT+1
Marco Reus (l.) gegen Omar Mascarell.
Marco Reus (l.) gegen Omar Mascarell. / LEON KUEGELER/Getty Images
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Spieler und Trainer von Borussia Dortmund waren nach dem 4:0 im Derby gegen den FC Schalke natürlich bester Laune und zufrieden mit der Leistung insgesamt. Bei Schalke rückt der Abstieg immer näher, doch aufgeben will man in Gelsenkirchen noch nicht.

"Ein historisches Derby", titelte die Homepage von Borussia Dortmund nach dem 4:0 des BVB beim FC Schalke. Historisch deshalb, weil die Dortmunder zuvor erst ein einziges Mal mit vier Toren Unterschieden gegen die Königsblauen gewinnen konnten - und das ist mehr als 56 Jahre her. "Die 90 Minuten waren ganz cool, haben Spaß gemacht", sagte Trainer Edin Terzic.

Die Vorgabe für das Spiel war natürlich von Anfang an klar: "Wir sind heute hier hingekommen, um einen Derbysieg einzufahren. Das ist uns gelungen", sagte Terzic: "Wenn man dann hier gewinnt, in der Art und Weise als Borusse, freut man sich natürlich besonders." Emre Can sprach davon, dass die Mannschaft ein "Zeichen setzen" wollte: "Jeder weiß, was dieses Spiel für unsere Fans bedeutet. Das ist für sie vielleicht das wichtigste Spiel in der Saison. (...) Wenn jeder die Extra-Schritte macht, dann sind wir einfach nur stark. Wir dürfen nicht nachlassen und müssen versuchen, das in jedem Spiel zu zeigen."

Kapitän Marco Reus sah aber noch Verbesserungspotenzial: "Sie haben nicht vor Selbstvertrauen gesprüht. Das haben wir in der ersten Halbzeit noch zu wenig ausgenutzt. Wir haben es zwar nicht so schlecht gemacht, aber die ganz klaren Torchancen hatten wir jetzt nicht." Der Führungstreffer habe dann " viel Auftrieb" gegeben. "Dann war es in der zweiten Halbzeit wichtig, dass wir drangeblieben sind. Schalke kam mit viel Druck aus der Pause. Nach dem 3:0 war es dann gegessen."

Schalke will weiterkämpfen: "Bleibt uns nichts anderes übrig"

Vor dem 3:0 war Schalke aber durchaus dran und hatte eine dicke Chance durch Suat Serdar. "Der Pfostenschuss hätte dem Spiel nochmal eine Wende geben können", meinte Trainer Christian Gross bei Sky (via kicker), Omar Mascarell sagte (via schalke04.de): "In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit haben wir Druck aufgebaut und Chancen kreiert. Wenn wir dann treffen, wird das ein anderes Spiel."

Wurde es aber nicht und so nimmt der Abstieg immer konkretere Formen an. Es glaubt wohl kaum noch jemand ernsthaft daran, dass die Knappen auch in der kommenden Saison noch in der 1. Bundesliga spielen. Auch, wenn Gross etwas anderes behauptete: "Wir glauben bis zum vielleicht bitteren Ende daran. Wir fighten! Wir werden uns wieder aufrichten, Richtung Stuttgart blicken und dort versuchen zu punkten. Etwas anderes bleibt uns auch gar nicht übrig."

Christian Gross.
Christian Gross. / LEON KUEGELER/Getty Images

Torwart-Routinier Michael Langer, der für Ralf Fährmann einspringen musste, war "traurig, enttäuscht und wütend". "Die Gesamtsituation macht etwas mit einem. Wir stecken nicht auf, wollen uns Woche für Woche verbessern. Es bleibt uns nichts anderes übrig, wir müssen uns aufrichten und weiterkämpfen. Das werden wir auch machen."

Haaland "ist eine absolute Maschine"

Gesprächsthema war natürlich auch das 2:0 von Erling Haaland, ein traumhafter Seitfallzieher. "Das Tor von Erling ist hervorragend", lobte Terzic: "Viel stolzer macht mich aber das dritte Tor. Das sind die Kombinationen, die wir uns vorstellen." Reus, der das 3:0 aufgelegt hatte, sagte über Haaland: "Erling ist eine absolute Maschine. Er ist sehr torhungrig. Das sieht man in jedem Spiel. Wir hoffen, dass er so weiter macht."

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