Bundesliga

SC Freiburg oder Mainz 05: Wie geht es für Florian Müller weiter?

Marc Knieper
Hat sich beim SC Freiburg bestens integriert: Mainz-Leihgabe Florian Müller (23)
Hat sich beim SC Freiburg bestens integriert: Mainz-Leihgabe Florian Müller (23) / Stuart Franklin/Getty Images
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Als Leihspieler für den verletzten Mark Flekken eingesprungen, avanciert Florian Müller beim SC Freiburg mehr und mehr zum absoluten Leader und scheint angesichts seiner starken Leistungen auch über den Sommer hinaus eine Perspektive im Kasten der Breisgauer zu haben. Vertraglich gebunden ist der 23-Jährige allerdings an Mainz 05. Wie geht es für den Schlussmann künftig weiter?

SCF-Keeper Müller befindet sich seit Wochen in Topform, bescherte der Elf von Trainer Christian Streich bereits den ein oder anderen Punktgewinn und lässt die Sorgen um die schwerwiegende Ellenbogenverletzung des eigentlichen Stammkeepers Flekken in Vergessenheit geraten.

Es war eine Leihe aus der Not heraus, dennoch mit Bedacht: Um einen adäquaten Ersatzmann für Flekken zwischen die Pfosten zu stellen, sicherte sich Freiburg kurz vor Saisonbeginn per Leihe die Dienste der zuvor in Mainz an Robin Zentner gescheiterten Nummer zwei. Müller wechselte ohne zu überlegen und binnen 24 Stunden von Mainz nach Freiburg. Eine Entscheidung, die sich lohnen sollte.

Müller kann sich Freiburg-Verbleib "sehr gut vorstellen"

Mittlerweile hütete der zweitjüngste Stammkeeper der Bundesliga in 21 Ligaspielen das Freiburger Gehäuse und hat sich bestens in die Mannschaft integriert. Eine Rückkehr zu den Rheinhessen kann sich der 23-Jährige kaum vorstellen. "Laut Vertrag kehre ich im Sommer erst mal nach Mainz zurück. Prinzipiell kann ich mir aber sehr gut vorstellen, in Freiburg zu bleiben, weil ich mich in die Mannschaft auch schon sehr gut integriert habe", verriet Müller der Bild-Zeitung.

Florian Müller hielt auch am Samstag gegen Bremen (0:0) seinen Kasten sauber
Florian Müller hielt auch am Samstag gegen Bremen (0:0) seinen Kasten sauber / Stuart Franklin/Getty Images

Der Vertrag des einstigen U21-Nationalspielers (zwei Einsätze) läuft bis 2022. Damit Müller auch über diese Spielzeit hinaus für den Sport-Club die Bälle fängt, müssten sich die Verantwortlichen beider Klubs am Runden Tisch treffen und über eine Ablösesumme verhandeln. Der Marktwert des gebürtigen Saarländers beträgt laut transfermarkt.de rund 4,5 Millionen Euro.

Lässt Heidel seinen Schützling ziehen?

"Zum Glück haben wir auf der Position keine Not", entgegnete Mainz-Sportvorstand Christian Heidel dem Boulevardblatt. "Das Thema stellt sich im Moment für uns nicht. Er steht in Mainz unter Vertrag und alles Weitere besprechen wir dann nach der Saison in aller Ruhe mit ihm", so Heidel, der Müller 2016 nach drei Jahren in der 05-Jugend mit seinem ersten Profikontrakt ausstatte.

Trotz seines Höhenflugs blickt Müller zumindest mit einem Auge weiterhin auf das Schaffen seiner (alten) Kameraden. Die Nullfünfer kämpfen um das nackte Überleben im Abstiegskampf. Genügend Personal auf der Torhüterposition steht Chefcoach Bo Svensson dafür definitiv zur Verfügung. Neben Zentner als Nummer eins, stecken Finn Dahmen, Omer Hanin und Marius Liesegang in den Startlöchern.

Sofern Mainz den Abstieg nicht verhindern kann, scheint ein Transfer von Müller zum SC Freiburg ohnehin unumgänglich und aufgrund der nachrückenden Mainzer Torhüter kompensierbar. Aber auch im Falle eines Ligaverbleibs dürfte sich Heidel ein potenzielles Angebot aus Freiburg zumindest einmal genauestens anhören. Müller würde gutes Geld in die Kassen des Karnevalklubs spülen und zudem gäbe man Müller die von ihm verlangte Möglichkeit, sich im Breisgau gegen einen bis dahin genesenen Flekken durchzusetzen.

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