Ralf Rangnick bestätigt: "Es gab eine Kontaktaufnahme von Bayern München"

Ralf Rangnick scheint der neue Wunschkandidat des FC Bayern zu sein. Der österreichische Nationaltrainer hat nun Kontakt mit dem deutschen Rekordmeister bestätigt und über den Stand der Dinge gesprochen.
Ralf Rangnick bestätigt Kontakt zu den Bayern
Ralf Rangnick bestätigt Kontakt zu den Bayern / Christian Hofer/GettyImages
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Am Dienstag dementierte der österreichische Fußballverband (ÖFB) noch, dass eine Anfrage für Ralf Rangnick eingegangen sei. Einen Tag später bestätigte der ÖFB-Coach die jüngsten Gerüchte jedoch: Der FC Bayern hat den 65-Jährigen kontaktiert. In München gilt er nach der Absage von Julian Nagelsmann als Favorit auf den Trainerposten ab der kommenden Saison.

"Es gab eine Kontaktaufnahme von Bayern München, darüber habe ich auch den ÖFB informiert", bestätigte Rangnick im Gespräch mit der österreichischen Plattform 90minuten.at.

"Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Mein Fokus liegt auf der österreichischen Nationalmannschaft. Wir konzentrieren uns vollkommen auf die Europameisterschaft. Ich fühle mich hier sehr wohl. Im Moment gibt es keinen Grund, mich intensiv und konkret damit zu beschäftigen", hielt sich Rangnick bezüglich eines Bayern-Engagements merklich zurück.

Sein Vertrag beim ÖFB ist noch bis zur Weltmeisterschaft 2026 gültig. Entsprechend müssten die Bayern Rangnick davon überzeugen, sein Projekt in Österreich aufzugeben, um nach München zu wechseln.

"Muss mich fragen: Will ich das überhaupt?"

Konkret beschäftigen mit diesem Szenario würde sich Rangnick nach eigener Aussage erst "in dem Moment, wo die Bayern sagen würden: Wir wollen Sie. Und dann muss ich mich fragen: Will ich das überhaupt?"

Der Frage, ob ein Wechsel zum FCB Auswirkungen auf die Chancen bei der EM hätten, wich Rangnick dagegen aus: "Wir wollen diese Mannschaft so optimal wie möglich betreuen - und so gut wie möglich abschneiden. Ich habe ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zu meinem Team. Es wird nicht deshalb besser spielen, nur weil ich sage: Ich bin noch definitiv die nächsten vier Jahre hier."

Eine finanzielle Frage wäre es für den "Fußball-Professor" nicht. "Nein, das spielt für mich überhaupt keine Rolle. Für mich geht es um andere Dinge: Kann ich etwas bewegen? Kann ich etwas bewirken? Besteht die Chance, eine Mannschaft  zu entwickeln und erfolgreich zu sein? Das treibt mich an. Wenn mich das einmal nicht mehr antreibt, ist es Zeit, in Rente zu gehen", betonte er.


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