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PSG legt Preisschild für Neymar fest - Abgang dennoch unwahrscheinlich

Simon Zimmermann
Neymar will PSG nicht verlassen
Neymar will PSG nicht verlassen / Eurasia Sport Images/GettyImages
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Die Liebesbeziehung zwischen Neymar jr. und PSG erlebt eine schwere Krise. Schlimmer noch: die PSG-Bosse würden sich am liebsten scheiden lassen. Doch so eine Scheidung wäre extrem teuer!


Als Paris Saint-Germain am vergangenen Wochenende die französische Meisterschaft eingefahren hat, waren viele Fans schon nicht mehr im Stadion. Beim 1:1 gegen RC Lens hatten PSG-Ultras den Prinzenpark rund um die 75. Minute verlassen.

Zuvor waren Pfiffe und Buh-Rufe besonders gegen die PSG-Superstars zu hören. "Ich habe noch drei Jahre Vertrag. Also hört auf, mich auszubuhen. Oder ihr werdet noch eine Menge Luft benötigen", reagierte Neymar im Anschluss gegenüber ESPN genervt.

Den Status des Unantastbaren hat der 30-jährige Brasilianer in Paris längst verloren. 2017 war er für die Weltrekord-Ablöse von 222 Millionen Euro von Barça zu PSG gewechselt. Das "Projekt PSG" sollte mit dem Superstar erst so richtig zünden. Fünf Jahre später ist der begehrte Henkelpott aber weiterhin nicht in die französische Hauptstadt gewandert.

PSG-Bosse verlieren Glauben in Neymar - Preisschild zu hoch für einen Verkauf?

Dagegen fällt Neymar auf und außerhalb des Platzes regelmäßig negativ auf. Viele PSG-Fans werfen ihm mangelnde Einstellung vor. Und auch die Klub-Bosse sollen mittlerweile die Faxen dicke haben. Laut der L'Equipe habe man den Glauben daran verloren, dass Neymar den Klub zum großen Erfolg führen kann.

Mit einem Jahresgehalt von knapp 37 Millionen Euro ausgestattet, habe es sich der 30-Jährige in Paris zu gemütlich gemacht. Problem: Neymars Vertrag ist tatsächlich noch bis 2025 gültig. Klar ist, dass man bei einem Verkauf weit weniger als die investierten 222 Millionen Euro Ablöse kassieren könnte. Laut Sky Sports soll man dennoch einen Verkauf in Erwägung ziehen. Das Preisschild sei auch schon festgelegt worden: ab 90 Millionen Euro darf der Brasilianer gehen.

Darunter will Präsident Nasser Al-Khelaifi gar nicht erst verhandeln. Ob im Sommer aber ein Angebot in dieser Größenordnung hereinflattert, darf mehr als bezweifelt werden. Zwar besitzt Neymar einen entsprechenden Marktwert und hat mit 98 Toren und 59 Vorlagen in 141 Pflichtspielen starke Statistiken vorzuweisen. Ob sich ein Klub dessen Star-Allüren antut, ist aber mehr als ungewiss. Zudem ist er mit 30 Jahren nicht mehr der Allerjüngste. Das Risiko einer solch großen Investition wäre demnach enorm.

Scheint so, als müssten die PSG-Fans sich mindestens bis 2025 mit Neymar arrangieren. Oder aber ganz viel Luft brauchen...


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