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Manchester City

Das hat es mit Guardiolas "Open Arms"-Hoodie auf sich

Janne Negelen
Guardiola griff für den guten Zweck zum Hoodie
Guardiola griff für den guten Zweck zum Hoodie / Pool/Getty Images
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Als Fußballtrainer ist es eher ungewöhnlich, ein politisches Statement von der Seitenlinie zu setzen. Pep Guardiola machte mit einem neuen Hoodie aber auf eine Organisation aufmerksam. Viele Fans fragten sich zuletzt, was der Spruch "Open Arms" zu bedeuten habe.


Pep Guardiola ist als Trainer bekannt, der nicht nur auf dem Platz aufblüht. Der Spanier weiß mit Menschen umzugehen und bildet sich auch abseits des Fußballs eine Meinung. So war er sich nicht zu fein, eine gute Sache mit einem für ihn ungewöhnlichen Kleidungsstück zu unterstützen.

Statt zum Anzug griff der 50-Jährige zuletzt zum grauen Hoodie. Dieser war mit der Botschaft "Open Arms" geprägt. Viele Anhänger fragten sich schon, was dies zu bedeuten hatte. Das Label gehört einer Non-Profit-Organisation, die den Sitz in Katalonien hat. Sie kümmert sich um die Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen, die den Weg übers Mittelmeer nach Spanien suchten.

Guardiola setzt sich schon lange für Open Arms ein

Schon im Dezember des vergangenen Jahres trug der Übungsleiter einen Pullover mit ähnlicher Aufschrift. Das bewegte den Besitzer des Unternehmens, Oscar Kamps, dazu, eine zurückliegende Spende öffentlich zu machen. Demnach habe der Coach von Manchester City die Hilfsorganisation schon 2018 mit 150.000 Euro unterstützt.

Der damalige Beitrag half dem Projekt, die Arbeit zu intensivieren und neue Maßnahmen einzuleiten. Auch andere SportlerInnen und AthletInnen hätten das Unternehmen gefördert. Seit Ende Februar trägt Guardiola nun schon den Hoodie und das überwiegend mit Erfolg. Nur ein Spiel wurde in den vergangenen Wochen nicht gewonnen.

Pep Guardiola
Der Hoodie ist Bestandteil von Guardiolas Kleiderwahl / Clive Brunskill/Getty Images

Open Arms bietet in einem eigenen Verkauf weitere Artikel an, die nicht nur schick aussehen, sondern auch zum guten Zweck sind. Nach Guardiola werden sich wohl noch einige Zuschauer genauer mit dem Unternehmen befasst haben und sich womöglich ebenfalls mit dieser Bekleidung schmücken.

Der Plan des Übungsleiters ist also vollkommen aufgegangen. Mit seiner starken Botschaft machte er klar, dass der Fußball mit seiner Reichweite eine Plattform für politische und gesellschaftliche Statements ist.

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