1. FC Köln

OP statt Wechsel: Eiszeit zwischen Köln und Andersson

Dominik Hager
Sebastian Andersson hat sich den Unmut seines Vereins zugezogen
Sebastian Andersson hat sich den Unmut seines Vereins zugezogen / Andreas Rentz/GettyImages
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Sebastian Andersson dürfte beim 1. FC Köln nicht mehr viele Freunde haben. Der Angreifer, der in 42 Pflichtspielen für den Effzeh mickrige sechs Tore erzielen konnte, hat einen Last-Minute-Wechsel platzen lassen. Der Grund dafür ist eine Knie-OP, die nach Meinung der Kölner zu einem mehr als unglücklichen Zeitpunkt stattfand und laut Ärzte-Team nicht notwendig war.


Sportlich spielt Sebastian Andersson beim 1. FC Köln schon lange keine Rolle mehr. Demnach suchte der Stürmer im Sommer auch nach einem neuen Verein. Mit einem Transfer wurde es letztlich aber - auch selbstverschuldet - nichts.

Der 31-Jährige ließ sich kürzlich in Kopenhagen am Meniskus operieren und wird bis zum Jahresende ausfallen. Dies bestätigte Sport-Boss Christian Keller gegenüber der BILD. "Sein Innenmeniskus wird geglättet, weil er einen kleinen Riss hat", erklärte er. Was eigentlich nach einem normalen Prozedere aussieht, ist jedoch wahrscheinlich ein Trick des Spielers, um einem Wechsel zu entgehen. "Der [Riss] ist aber schon seit zweieinhalb Jahren da", äußerte sich Keller. "Seb war aber der Meinung er möchte das jetzt machen lassen", führte er fort.

Andersson-Wechsel wegen OP geplatzt: "Über 20 Angebote für ihn"

Ein Ärgenis für den Effzeh, zumal der Spieler eigentlich problemlos trainieren konnte. Der Spieler wird jedoch die komplette Hinrunde fehlen und konnte auch nicht verkauft werden. "Wir hatten über 20 Angebote für ihn. Selbst am letzten Transfertag sind noch mal Klubs aufgeschlagen. Teilweise mit Zahlen, bei denen wir uns wirtschaftlich garantiert einig geworden wären", berichtete Keller.

Andersson blieb jedoch bei seiner Entscheidung, sich jetzt operieren zu lassen. Einige Interessenten hatten sogar angeboten, dass er seine OP auf die WM-Pause verschieben kann, konnten den Schweden aber nicht umstimmen. Darunter ist ein taktisches Manöver zu vermuten, da offenbar kein Verein bereit war, sein jährliches Zwei-Millionen-Euro-Gehalt zu zahlen.

Für den 1. FC Köln ist alles maximal blöd gelaufen. Anstatt Geld zu erhalten oder zumindest vom Gehalt des Stürmers befreit zu sein, muss man den Spieler in der Reha fit bekommen. Das Verhältnis zwischen Spieler und Verein scheint zudem zerstört zu sein.


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