Prozess wegen Barça-Wechsel: Neymar schiebt Verantwortung auf seinen Vater

Dominik Hager
Neymar droht eine zweijährige Haftstrafe
Neymar droht eine zweijährige Haftstrafe / PAU BARRENA/GettyImages
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PSG-Star Neymar hat derzeit mit einigen Sorgen zu kämpfen, die sich nicht um den runden Ball drehen. Der Brasilianer wird wegen Korruption und Betrug angeklagt und musste sich vor Gericht verantworten. Ein Fehlverhalten mit Vorsatz hat der Offensivspieler dort jedoch von sich geschoben.


Vor neun Jahren wechselte Neymar von seinem Heimatklub FC Santos zum FC Barcelona. Im Zusammenhang mit dem Transfer sind jedoch Unregelmäßigkeiten aufgekommen, die es nun gerichtlich zu klären gilt. Neymar ist sich keiner Schuld bewusst und beteuerte, nur "die Unterlagen unterschrieben" zu haben, die er von seinem Vater erhalten habe. Dieser sei es gewesen, der die "Vertragsverhandlungen immer geleitet" habe und daher auch die Verantwortung für diese trage. "Ich unterschreibe, was er mir sagt", stellte der 30-Jährige klar.

Glaubhaft ist die Aussage gewissermaßen schon, zumal Neymar nicht wirklich den Eindruck erweckt, als würde ihn außer Fußball und ein pünktlich eintreffendes Gehalt das Geschehen abseits sonderlich interessieren. Nichtsdestotrotz ist natürlich jeder selbst dafür verantwortlich, was er unterschreibt.

Zukunft von Neymar unklar: Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre Haft

Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP war Neymar nach einem Barca-Offiziellen und Real-Präsident Perez der dritte Zeuge, der am Dienstag seine Aussage tätigte. Eigentlich war diese erst für den 21. oder 28. Oktober vorgesehen, jedoch wurde der Termin aufgrund von Überschneidungen mit Fußballspielen vorgezogen.

Noch ist unklar, wie es für Neymar weitergeht. Die Staatsanwaltschaft fordert eine zweijährige Haftstrafe und eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro. Das Geld kann Neymar dabei fast egal sein, seine Freiheit ist ihm das aber natürlich nicht. Neben der brasilianischen WM-Hoffnung sind auch seine Eltern, die ehemaligen Barca-Präsidenten Rosell und Bartomeu sowie sechs weitere Personen angeklagt.


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