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Bundesliga

Neue Trainer in der Bundesliga: Welcher Start lief am besten? - Ranking

Jan Kupitz
Nagelsmann und Baumgart sind voll eingeschlagen
Nagelsmann und Baumgart sind voll eingeschlagen / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Fast die Hälfte der Bundesligisten ging mit einem neuen Trainer in die Saison - mal gewollt, mal aus gezwungenen Stücken. Doch wo kehrt der neue Besen gut? Und wo gibt es noch Anlaufschwierigkeiten?

Die neuen Coaches nach dem Saisonstart im Formranking:

8. Oliver Glasner

FBL-GER-BUNDESLIGA-WOLFSBURG-FRANKFURT
Oliver Glasner / RONNY HARTMANN/Getty Images

Bilanz: 5U, 2N

Obwohl er beim VfL Wolfsburg extrem erfolgreich war und die CL-Teilnahme sicherte, entschied sich Oliver Glasner für ein neues Abenteuer. Der Österreicher heuerte bei der SGE an, bei der es außerhalb des Platzes in den letzten Monaten reichlich Unruhe gegeben hatte.

Das beste Rezept dagegen ist der sportliche Erfolg - doch Glasner vermochte es noch nicht, diesen an den Main zu bringen. Nach sieben Pflichtspielen wartet er noch immer auf den ersten Sieg als Eintracht-Trainer, vor allem offensiv steckt noch reichlich Sand im Getriebe.

7. Jesse Marsch

Jesse Marsch
Jesse Marsch / Matthias Hangst/Getty Images

Bilanz: 2S, 1U, 4N

RB Leipzig musste im Sommer den Abgang einiger wichtiger Akteure verkraften - darunter auch den von Julian Nagelsmann. Mit Jesse Marsch hatten die Roten Bullen ihren Wunschnachfolger schnell ausgemacht; doch der Start des US-Boys, der den Sachsen wieder eine aggressivere Spielweise vermitteln wollte, misslang.

Deutliche Pleiten gegen Man City und den FC Bayern zeigten, dass RBL ein gutes Stück zu einem Topteam fehlt. Marsch hat noch viel Arbeit vor sich.

6. Adi Hütter

Adi Hütter
Adi Hütter / Frederic Scheidemann/Getty Images

Bilanz: 2S, 1U, 3N

Bei der Fohlenelf lag nach der fast schon desaströsen Hinrunde einiges im Argen. Auch die vielen Wechselgerüchte im Sommer haben die Arbeit von Adi Hütter sicherlich nicht leichter gemacht. Insofern ist es keine große Überraschung, dass am Niederrhein noch längst nicht alles nach Plan läuft.

Beim 1:1 gegen den FC Bayern hat die Borussia bereits gezeigt, was sie zu leisten im Stande ist. Doch Auftritte wie gegen Leverkusen und Augsburg muss die Hütter-Elf schleunigst unterlassen.

5. Mark van Bommel

Mark van Bommel
Mark van Bommel / Martin Rose/Getty Images

Bilanz: 4S, 2U, 1N

Man durfte schon ein bisschen skeptisch sein, als der VfL Wolfsburg Mark van Bommel als Nachfolger von Erfolgscoach Oliver Glasner vorstellte. Die Vorbereitung sowie der Saisonstart im DFB-Pokal (Wechselfehler *husthust*) verliefen dann auch denkbar schlecht - doch seitdem gaben sich die Wölfe kaum eine Blöße. Wer hätte das gedacht?

4. Gerardo Seoane

Gerardo Seoane
Gerardo Seoane / Sebastian Widmann/Getty Images

Bilanz: 5S, 1U, 1N

Die Werkself macht wieder so richtig Spaß! Auch bzw. vor allem dank Gerardo Seoane, der eine gute Mischung für die Werkself gefunden zu haben scheint. Offensiv zeigt sich Bayer 04 in Torlaune und auch defensiv sind (vom wilden Spiel gegen den BVB mal abgesehen) deutliche Verbesserungen im Vergleich zur Vorsaison erkennbar.

Mit Seoane kann's für die Rheinländer wieder in die Königsklasse gehen!

3. Marco Rose

Marco Rose
Marco Rose / Alex Grimm/Getty Images

Bilanz: 6S, 2N

Sein Wechsel von der einen Borussia zur anderen hatte für reichlich Wirbel gesorgt. Nachdem er mit den Gladbachern eine Rückrunde zum Vergessen erlebte, eilt Rose mit dem BVB aktuell von einem Erfolg zum anderen. Bis auf das Spiel in Freiburg (das mit etwas mehr Glück aber ebenso gut unentschieden ausgehen konnte) weiß Schwarz-Gelb bis dato voll zu überzeugen - vor allem im Spiel nach vorn ballern die Dortmunder aus allen Rohren.

Einziger Makel: Die defensiven Nachlässigkeiten konnte auch Rose noch nicht beheben.

2. Steffen Baumgart

Steffen Baumgart
Steffen Baumgart / Matthias Hangst/Getty Images

Bilanz: 3S, 2U, 1N

Baumgart und der Effzeh - das passt wie Arsch auf Eimer. Waren die Geißböcke in der letzten Saison nur knapp dem Abstieg entronnen, so sorgen sie zum Saisonstart für reichlich Furore. Und das, obwohl man Stars mit Bornauw und Jakobs abgegeben hat.

Baumgart hat aus den Kölnern eine Vollgasmannschaft geformt, die sich von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Feld zerreißt. Damit konnte man sogar die Favoriten aus München (2:3) und Leipzig (1:1) in arge Bedrängnis bringen. Zum Start hat der 49-Jährige in der Domstadt einen überragenden Job vollbracht.

1. Julian Nagelsmann

Julian Nagelsmann, Manager
Julian Nagelsmann / Quality Sport Images/Getty Images

Bilanz: 7S, 1U

Als der FC Bayern rief, konnte Nagelsmann nicht widerstehen. Und obwohl es einige Zweifel gab, ob der 34-Jährige das Flick-Erbe nahtlos weiterführen konnte, lässt sich schon jetzt sagen: einen besseren Kandidaten hätten die Münchener nach Hansis Abgang kaum finden können.

Schmaler Kader hin, Verletzungsprobleme her - die Nagelsmann-Bayern scheinen unaufhaltbar zu sein. 26:5 Tore (und hierbei ist der 12:0-Erfolg im DFB-Pokal ausgeklammert!) sprechen eine deutliche Sprache.

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